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Schleswig-Holstein - Mehrkampfland

Bei den Mehrkampflandesmeisterschaften in Hamburg konnte man speziell im 7-Kampf der U16 Athleten einen bemerkenswerten Zweikampf miterleben.
Die Protagonisten: Lennard Biere ( MTV Heide) und Lasse Prüß.

Die Favoritenrolle lag eindeutig bei Lennard. Aber Lasse hatte sich offensichtlich was vorgenommen und machte es wider erwartend spannend.
Mit leicht verpatztem Sart über die 60m (7,74s) ging es in den ersten Tag. Im anschließenden Weitsprung traf er endlich mal das Brett und prompt segelte er auf die Tagesbestweite der Konkurrenz von 6,30m. Im Kugelstoßen kam aber dann doch der erste Wermutstropfen. Statt erhoffter 13m kamen “nur” 11,84m zustande. Lennard spielte dagegen seine Stärke aus und stieß mit 15,87m ein ordentliches Punktepolster heraus. Im Hochsprung kam dann Lasses Konter! Er machte seine dritte Bestleistung perfekt und sprang viel beachtete 1,88m! Respekt Lasse!
Und dennoch hatte Lennard nach dem ersten Tag einen Vorsprung von ungefähr 80 Punkten.
Der zweite Tag: und Lasses Jagd auf Bestleistungen gingen weiter.
60m Hürden standen als erstes an. Mit 9,06s sogar eine deutliche Steigerung zum letzten Rennen. :-)
Und Lennard (8,78s) blieb er auf Tuchfühlung. Mit dem Stabhochsprung stand nun die technisch schwierigste Disziplin an. Dennoch vermag Lasse konstant Höhen jenseits der 3m zu springen. 3,20m sind es diesmal gewesen und damit lag er voll im Soll. Lennard konnte aber auch hier sein Punktepolster erneut ausbauen und stand vor dem abschließendem 1000m-Lauf mit einem umgerechneten Zeitvorsprung von ca. 35 Sekunden eigentlich schon als Sieger fest.
Aber kampflos aufgeben ist Lasses Sache nicht! Mit einem tollen “1000m-Sprint” in 2:55,3min stellte er Lennard noch einmal eine Abschlußaufgabe. 20 Sekunden später kam aber Lennard als neuer Landesmeister mit 4197 Punkten und neuem Landesrekord ins Ziel. Mit lediglich 43 Punkte weniger (und damit ebenfalls über der alten Bestmarke) ist Lasses Punktekonto aber durchweg positiv zu bewerten. Klasse Lasse! :-)

2012

Liebe Leichtathleten!
Alles ist mal wieder neu, nicht nur das Jahr und die guten Vorsätze sondern auch die Ziele unserer Athleten. Dieses Jahr überschlägt sich förmlich an Höhepunkten, wie es die Mayas nicht besser hätten voraussagen können!
Neben den ‘handelsüblichen’ Deutschen Meisterschaften in der Halle, im Cross und in der Freiluftsaison schmiegen sich Länderkämpfe, Ausscheidungsrennen, Meetings und internationale Wettkämpfe so geschmeidig um unsere Athleten, dass wir gespannt sein können, ob wir dieses Jahr unsere Talente zu den U20 Weltmeisterschaften nach Barcelona, den Europameisterschaften in Helsinki oder sogar zu den Olympischen Spielen nach London schicken dürfen! Jeder weiß, dass das kein Spaziergang ist, aber es gibt reelle Chancen für einige unserer Topathleten dabei zu sein. Schauen wir mal was der Frühling bringt.

Was die Halle bringt konnte man schon freudig an den vergangenen beiden Wochenenden begutachten. Die Landesmeisterschaften, natürlich auch neu und frisch umbenannt in U20 U18 und U16, verliefen ganz im Sinne unserer neongelben Trikots.
Allen voran preschte Anna-Sophie an zwei Wochenenden zu 6 Landesmeistertiteln und war über alle Sprintdistanzen bei den U18 und U20 nicht zu bezwingen. Da sie uns nicht bei den Deutschen Meisterschaften in Sindelfingen beglücken kann, stehen am folgenden Wochenende bei den Norddeutschen Meisterschaften ihre letzten zwei Rennen der Hallensaison an. Über 400m wird sie nochmal versuchen alles zu geben, um den Landesrekord zu knacken, den sie bei ihrem letzten Start nur um 9 Hundertstel verpasst hat. Wenn nicht, auch nicht schlimm…
Maya hat nach hartem Trainingslager in Portugal ordentlich Erschöpfung mit in die Hallensaison genommen und wirkte noch nicht wieder frisch in ihren Schritten. Dennoch erzielte sie beachtliche Leistungen, die nach entsprechender Erholung mit Sicherheit deutlich besser ausfallen. Neben den DM in Sindelfingen stehen auch die DM Cross wieder ganz fest auf ihrem Zettel, wo sie schon zum zweiten Mal ihren Titel verteidigen darf! Für Maya aber ist das große Ziel 2012 die Teilnahme an der U20 WM in Barcelona. Der Winter ist Durchgangsstation und ein erster Formcheck. Ganz nebenbei lief sie dann letztes Wochenende im Alleingang zu einem neuen Landesrekord über die 3000m! Folgerichtig lässt sie nun die NDM am Wochenende aus um nocheinmal zu regenerieren, Kraft zu tanken und frisch und erholt zu den DM nach Sindelfingen zu reisen. Begleiten wird sie dabei zum einen ihr Teamkamerad Hendrik, der in einem perfekt getimeten Rennen die Quali über 1500m erzielen konnte, da sein Bruder Jan-Eric hervorragende Tempoarbeit abgeliefert hat. Isabell komplettiert unser Erfolgstrio und wird ebenfalls über 1500m starten. Sie hatte auch eine harte Vorbereitung und ist mit entsprechender Ermüdung vergangenes Wochenende in die Hallensaison eingestiegen. Nach verpatztem Tempo kam leider nicht die erwünschte Zielzeit heraus, was aber dieses Wochenende korrigiert wird. Mit einem Doppelstart über 800m und 1500m wird sie ihre Abschlussbelastung vor den DM in Sindelfingen angehen, da sie auch bei der DM der Frauen in Karlsruhe an den Start gehen wird. Für sie ist ebenso wie für Maya Barcelona das große Ziel für den Sommer. Beide befinden sich auf einem sehr guten Weg. Drücken wir die Daumen!
Pascal erzielte über 60m eine neue Bestzeit und qualifizierte sich für die DM in Karlsruhe über 200m. Ein wichtiger Zwischenschritt für ihn, dass seine Sprintfähigkeit weiter verbessert wird, damit er über 400m wieder konkurrenzfähig wird. Er hat noch einen langen Weg vor sich und der ist mit einer gleichzeitigen Ausbildung sicherlich nicht einfach, aber möglich! Die Chancen für eine Teilnahme an der EM und den OS sind da. Eine Staffelteilnahme sehr gut möglich. Die nächsten Wochen werden zeigen, was er noch über 200m zulegen kann, denn mit 21,78s ist er nur noch 17 Hundertstel von seinem eigenen Landesrekord entfernt.
Arians Krafttraining trägt langsam Früchte. Trotz geringem Techniktraining konnte er das Kugelstoßen der U18 mit ansprechender Weite gewinnen.
Ebenfalls noch der U18-Klasse angehörend sprintete Kenneth zwar wieder vorne mit , konnte aber nicht ganz an die letzte “Sommerform” anknüpfen. 100%ige Gesundheit , aber auch mentale Stärke sind eben immer gefordert um Topleistungen abrufen zu können. ;-)
Obwohl äußerst nervös am Start und auch nach etwas zu verhaltener ersten Rennhälfte, erreichte Rieka ihre beste Platzierung über die 400m.
Stig muß sich nun dauerhaft der Männerklasse stellen. In seinem 3000m Rennen konnte er lange Pacemaker Steffen Uliczka und dem so gezogenen Falko Vehling folgen , mußte dann aber dann doch abreißen lassen und die letzten 1000m alleine das Tempo hochhalten. Dennoch sind 8:30,50min dann durchaus zufriedenstellend. :-)
Wortwörtliche “Leistungssprünge” vollzieht derzeit Lasse. Als A-Schüler sicherte er sich die Landesmeistertitel im Weitsprung (6,00m) und Hochsprung (1,80m). Aber auch seine Leistung mit dem Stab (3,30m) , im Sprint über die Hürden und starke 38,97s über 300m deuten auf ein tolles Mehrkampfniveau. Beim Hochsprungwettkampf der U18 durfte er dann mal die “Handbremse” lösen und kratzte gar an den 1,90m. Letztendlich übersprungene 1,87m bedeuten dennoch ein nationales Spitzenergebnis seiner Altersklasse.
Da paßt dann auch die erlösende Nachricht von den nun doch stattfindenden DM U16 im Mehrkampf in der Freiluftsaison.
Der Sommer kann kommen! :-)
Etwas im schatten dieser Leistungen haben dieses Jahr einige Youngster ihre ersten Landesmeisterschaften im Hamburger Glaspalast erlebt und auch für mehrere Lichtblicke gesorgt.
Allen voran Tim. Er erreichte in seinem zweiten Kugelstoßwettkampf die Vizelandesmeisterschaft. Respekt. :-)
Aber auch Jan , Jonas , Philipp und Johannes erreichten in ungewohnter und aufregender Athmosphäre , Platzierungen unter den ersten Acht. Macht weiter so!

Live-Erlebnis Lille!

Daß Eurosport entgegen ersten Ankündigungen erst keine Bilder von der U18 WM in Lille zeigte und dann auch später nur mäßige , weil unqualifizierte Berichterstattung ablieferte , ärgerte so manchen Leichtathletik-Fan.

Da hilft nur eins:
Aufs Fernsehen pfeifen und selber hinfahren! :-)

Unterstützung für diesen “Kurztrip” nach Frankreich fand ich in Maya´s Trainingskollegen Fabian. Freitagabend gestartet , waren wir also rechtzeitig Samstagfrüh gegen 8uhr vor den Stadiontoren in Lille. Die “Morning Session” bei feuchtkühlen 13-14Grad , als Warm Up. Ein bißchen paradox. Sommer ist irgendwie anders!
Dennoch , das besondere Flair einer WM ist zu spüren. Über 2000 Athleten aus 180 Nationen sind hier gemeldet.
“Afternoon Session” ist vornehmlich den finalen Wettkämpfen vorbehalten. Die “Fieberkurve” steigt. Auch aus deutscher Sicht. Mit Desiree Singh ist im Stabhochsprung der weiblichen Jugend die Weltjahresbeste am Start. In einem hochklassigem Wettkampf machte aber die Australierin Parnov bis zur Höhe von 4,10m den souveräneren Eindruck. Erst ein Stabwechsel brachte Desiree auf die Siegerstrasse. Die Deutsche schaffte sogar eine neue Weltjahresbestleistung und überquerte 4,25m. Parnov mußte passen und wir konnten einen WM-Titel für Deutschland feiern. :-)

Doch dann war es endlich soweit:

Mayas Endlauf stand an. Zusammen mit der Britin Georgia Peel als einzige Europäerinnen gegen den Rest der Welt. Vornehmlich gegen die Ausnahmeläuferinnen aus Kenia und Äthiopien. Und diese ließen ein denkwürdiges Rennen folgen. Sämtliche Überlegungen zum Rennverlauf von Maya´s Bundestrainer Adi Zaar und Mutter Carmen wurden hinfällig.
Denn die taktischen Spielereien fielen aus! Es sollte das schnellste 1500m-Rennen werden , das jemals bei einer U18-WM gelaufen wurde.
Die erste Runde in 64Sekunden! Ein Höllenritt! Maya macht das einzig Richtige und geht am Ende des Feldes ihr eigenes Tempo. Trotzdem geht sie bei 800m noch in sehr schnellen 2:14min durch. Jetzt kann sie sogar an der Australierin Laman vorbeiziehen und liegt so auf Kurs unter 4:20min. Doch die letzte Runde wird hart. Laman geht wieder vorbei. Maya wird letztendlich 12. , kann aber dennoch eine neue persönliche Bestzeit für sich verbuchen: 4:23,70min!
Die Siegerzeit der Kenianerin Faith Kipyegon beträgt 4:09,48min. Wie gesagt Meisterschaftsrekord!

In einem tollen WM-Finale dabeigewesen und Bestzeit gelaufen! Maya , diese Leistung und diesen Erfahrungsschatz kann dir keiner mehr nehmen! :-)
Wir haben Deinen Auftritt im Nationaldress Live und in Farbe jedenfalls mehr als genossen!!

Finale!

Heute um 10.50uhr war es soweit. Der erste von zwei 1500m-Vorläufen der weiblichen Jugend stand an. Und Maya mitten drin.
Um ins Finale der besten 12 zu kommen mußte man entweder unter die ersten vier eines jeden Laufes kommen oder zu den weiteren vier Zeitschnellsten beider Läufe gehören.

Mayas Lauf begann extrem verhalten. Folgerichtig endete er in einem horrenden Schlußspurt. Maya konnte zwar bis zuletzt Anschluß an die Spitzengruppe halten , kam aber nicht unter die ersten Vier. Mit 17 Hundertstel Rückstand kam sie denkbar knapp als Fünfte hinter der Australierin Anna Laman in 4:25,70min ins Ziel.
Jetzt hieß es den zweiten Vorlauf abwarten und hoffen und bangen! Und obwohl dieser in der Spitze schneller war konnte Maya kurz darauf erleichtert aufatmen. Sie hatte es über die Zeitregel geschafft! :-)
Maya steht am Samstag im Finale einer U18-WM!
Wir wünschen Dir gut erholte Beine und vor allem einfach viel Spaß!

Legendäre Cross-DM in Löningen

Das war schon komisch. Das Maya als Titelverteidigerin und nach einer tollen Saison 2010 , als unangefochtene Favoritin ins Rennen gehen würde, war wohl den meisten im niedersächsischen Löningen klar. Das der Respekt im Teilnehmerfelde der wjB aber augenscheinlich in einem Nichtangriffspakt mündete, war schon außergewöhnlich. Kurz vorm Start machte Maya munter ihre Steigerungen , während ihre “Konkurrentinnen” scheinbar staunend an der Startlinie klebten. Dann ging es an den Start. Und selbst jetzt wirkte es noch so als ob Maya, nach nicht ganz optimalem Start, der Weg an die Spitze frei gemacht wurde. Wie gesagt: Es war schon komisch!
Und dann war das Rennen nach wenigen Metern eigentlich auch schon gelaufen. Kontinuierlich baute Maya auf der 3790m langen Strecke ihren Vorsprung aus , ohne sich wirklich verausgaben zu müssen. Einige Zuschauer ließen sich gar zu dem Prädikat “langweilig” hinreißen. ;-)
Am Ende war damit Mission Titelverteidigung erfolgreich und äußerst souverän geglückt. Glückwunsch! :-)

Eine Stunde später kamen Nadja und Rieka zu ihrem Einsatz.
Im Lauf der weiblichen A-Jugend über 4360m war Gesa-Felicitas Kause (LG Eintracht Frankfurt) die große Favoritin. Und auch sie wurde ihrer Rolle gerecht, wenn auch mit etwas spannenderem Rennverlauf. ;-)
Nadja pendelte sich ziemlich schnell im Mittelfeld ein und hielt ihre Position mit Endplatzierung 31 auch bis zuletzt.
Rieka gab ihr Debut bei einer Cross DM. Nach mutigem Anfang, mußte sie in der letzten Runde etwas abreißen lassen und erreichte am Ende Platz 46.

6750m mußte dann die männliche Jugend A absolvieren. -Und Stig hatte sich was vorgenommen. Schließlich hatte er unlängst bei den Deutschen Jugendhallenmeisterschaften in Leverkusen bewiesen, das er in guter Form ist. Diesmal wollte er aber nicht so viel Führungsarbeit machen wie in Leverkusen. Gesagt - getan! Gut am Start weggekommen, reihte er sich gleich mit vorne ein, blieb aber in Lauerstellung. Die ersten 2-3 Kilometer hielt er fast permanent die dritte Position. Und so langsam nahm das Ausscheidungsrennen seinen Verlauf. Rund nach der Hälfte des Rennens kämpfte noch ein achtköpfiges Spitzenfeld um den Sieg. Kurze Zeit später mußten die nächsten zwei Läufer abreißen lassen. Stig hatte nun noch 5 Mitstreiter!
Zwischen Kilometer 5 und 6 ergriff Stig kurzeitig mal die Initiative und verschärfte das Tempo. Und ganz kurz sah es so aus als wenn Stig zusammen mit Martin Grau (TSV Höchstadt/Aich) wegkommen würde. Aber mit Robel Mesgena(PSV Grün-Weiß Kassel) , immerhin dem frisch gebackenen deutschen Jugendmeister über 3000m von Leverkusen , und Hendrik Pfeiffer(LAZ Rhede) rückten wieder zwei starke Leute auf und schafften auch den Zusammenschluß. Zu viert ging es dann in die letzte Runde!
Bis 300m vor dem Ziel gab sich keiner eine Blöße! Jeder der Vier konnte noch den Sieg erringen und in dem Moment hab ich auch schon gedacht: Schade, jetzt wird Stig am Ende überspurtet und muß sich am Ende mit dem unglücklichen vierten Platz abgeben.
Doch dann ging es in die letzte kleine Steigung. Stig nimmt seine Kraft zusammen , greift an und nimmt den Schwung über den Berg rüber in die anschließende leichte Bergabpassage. Und plötzlich war er 150m vor Zielschluß vorne.
Viel Faszinierend war aber noch: Er gab die Führung bis zuletzt nicht mehr her. Weder Martin Grau noch der sprintstarke Robel Mesgena konnten Stigs Schlußspurt paroli bieten! Eine perfekte taktische und läuferische Meisterleistung wurde mit dem DM-Titel gekrönt! Einfach nur Geil! :-)
Erstmals in der Geschichte hat damit ein Geschwisterpaar bei einer Cross-DM gleichzeitig Titel feiern können. Was für ein verrücktes Ding!

In dem ganzen Trubel darf man Hendrik Bostelmann-Arp aber nicht vergessen. Ebenfalls im A-Jugendlauf am Start konnte er sein Tempo bis zuletzt halten und war als 50. in einem fast 100 Teilnehmer starkem Feld immerhin zweitbester Schleswig-Holsteiner. :-)

Lasse rundet die Hallensaison 2011 ab

Spannender als erwartet , gestaltete Lasse seine ersten Hallenlandesmeisterschaften im Blockmehrkampf in Malente. Als haushoher Favorit auf den Titel im Block Sprint/Sprung der 14jährigen Jungs wurde hierbei aber Rune Hansen (TSV Schleswig) ausgemacht. Doch dahinter war auch schon alles möglich! Somit hatten wir uns auch schon ein Ziel zurecht gelegt.

Dies bestätigte sich sich gleich nach der ersten Disziplin , dem Weitsprung. Lasse legte im 2. Durchgang seine beste Weite von sehr guten 5,37m vor. Rune konterte aber im letzten Versuch noch auf 5,48m. Und dieses Duo blieb auch als einzige jenseits der 5m-Marke und verschaffte sich somit schon von Anfang an einen “Respektabstand” zum Rest des Feldes.
Der dann auch nach den 60mHürden nicht geringer wurde. Lasse legte überraschend mit 10,04s die beste Zeit hin und übernahm sogar vor Rune (10,21s)die zwischenzeitliche Führung im Gesamtklassement.
Es folgte der Hochsprung. Lasse konnte hier seine bisherige Besthöhe um 5cm steigern und übersprang tolle 1,69m. Dabei steckt in seiner Technik noch jede Menge Steigerungspotential. ;-)
Steigern konnte sich Rune schon während seines Hochsprungwettkampfes. Die technisch guten Sprünge kamen wenns drauf ankam. Und so meisterte er 1,75m. Für einen 14jährigen eine starke Leistung!
Die Ausgangsposition vor dem abschließenden 60m-Sprint hat sich somit wieder gedreht. Rune führte nun wieder ,wenn auch nur mit wenigen Punkten , die Tabelle an. Der Sieg war für Lasse zwar nicht unmöglich , aber Rune im Normalfall ein besserer Sprinter.
Im direkten Vergleich der Gesamtführeneden startete Lasse etwas schwächer als Rune , konnte den Abstand hinten heraus leicht verkürzen. Rune siegte dennoch mit 8,18s zu Lasse´s 8,25s.
Meine Ahnung hatte sich somit bestätigt. Doch Lasse erreichte nach einem tollen Mehrkampf mit 4 Bestleistungen den souveränen Silberrang! Meinen Glückwunsch. So bin ich mal echt gespannt was uns die Feiluftsaison erwartet. :-)

Silbermedaille für Maya mit dem DLV Team bei Cross-EM in Portugal

Die Saison 2010 war lang! Und sie war äußerst erfolgreich! Aber ihr bisher größter Erfolg gelang Maya jetzt in Albufeira/Portugal. Nach 2 DM-Titeln als eine der jüngsten Platz 18 bei der Cross-EM im U20-Teilnehmerfeld und sogar Mannschaftssilber mit Team Deutschland. Was für ein Traum!

Dabei lief die Vorbereitung in den letzten Wochen vor der EM eher suboptimal. Daß wir hier Anfang Dezember in Norddeutschland nicht ganz die Bedingungen der Algarve simulieren können war ja klar. Aber muß es denn gleich 40cm Neuschnee sein? ;-)
Am Freitag den 10.Dezember konnten Maya und Stig dann aber endlich dem arktischem Winterwetter entfliehen. Angenehme 16Grad Celsius erwartete die beiden in Albufeira. Und am Sonntag ein spannungsgeladener Wettkampftag an den man noch lange denken wird!

Die U20-Mädels machten den Anfang. Im Vorfeld waren neben den Britinnen auch die Russinnen als Favoriten genannt worden.
Aber auch das deutsche Team schielte auf eine Medaille. Und so zielte die deutsche Taktik auch auf mannschaftliche Geschlossenheit. Corinna Harrer und Gesa Krause konnten sich im Rennverlauf als 5. und 11. sehr gut platzieren. Maya und ihre weiteren Mannschaftskolleginnen blieben auch wie erhofft bis kurz vorm Ziel zusammen. Im Schlußspurt sicherte sich Maya dann einen bärenstarken 18.Platz bei ihrer ersten EM und damit auch die Silbermedaille für das deutsche Team! An dieser Stelle noch einmal mein allergrößter Respekt vor diesem Einstand bei einer internationalen Meisterschaft. :-)

Kurz darauf konnte Stig dann sein Debut im Nationaltrikot geben. Mit Marcel Fehr konnte sich auch in diesem Rennen ein Deutscher zunächst in der Spitze des Feldes behaupten. Doch dann kam plötzlich für ihn das Aus: Kreislaufprobleme zwangen ihn zur Aufgabe. Das bedeutete gleichzeitig einen herben Rückschlag für die Mannschaftswertung. Doch die Problematik dürfte Stig während des Rennens kaum beschäftigt haben. In einem engen und unruhigen Läuferfeld kam er in der Anfangsphase um eine Massensturz herum. Trotzdem blieb das Feld im weiteren Verlauf noch zusammen. Große Lücken gab es dann auch nicht im Zieleinlauf der U20-Boys. Und so ist dann Platz 73 für Stig in der Endabrechnung auch mehr als respektabel. Mehr als Mannschaftsplatz 12 war nach Marcels Ausfall leider nicht mehr drin. Aber allein das Erlebnis als Aktiver bei einer internationalen Meisterschaft kann ihm sowieso keiner mehr nehmen. Also auch Dir noch einmal Glückwunsch zu deinem Einstand im Nationalteam! :-)

U20 Länderkampf in Ancona und DM Cross in Stockach

Das erste Märzwochenende war ein ganz besonderes Highlight für die Rönnauer Leichtathletiksparte! Josefina durfte beim Hallenländerkampf in der 4×200m DLV Staffel für Deutschland an den Start gehen und für die Läufer stand der absolute Höhepunkt der Wintersaison an, die Deutschen Meisterschaften im Cross in Stockach!

Bereits Freitag Vormittag und bei strahlendem Sonnenschein machte sich der Rönnauer Tross um Nadja, Maya, Hendrik, Kim, Stig und Kjell auf das Wiesengelände des Stockacher Schulzentrums. Ein lockeres Auftakttraining auf dem Meisterschaftsgelände stand an. Gespannt wurde dabei der Rundkurs begutachtet. Respekt flösste vor allem der “grimmige” Anstieg in drei steilen Etappen ein. Aber auch der Rest der Strecke mit seinen zwei provisorischen Brücken über das Flüßchen Aach und flacheren, aber dennoch ordentlich profilierten Abschnitten ließen das Fazit zu: DM-würdig!
Auch die Wetterprognose für den Wettkampftag fand allgemeine Zustimmung. Schneefall war vorausgesagt, also unsere Bedingungen! Schließlich trainiert man schon gefühlt seit einem halben Jahr durchgängig auf Schnee. Der Samstag konnte also kommen.

Pünktlich 7.30 Uhr setzte der ersehnte Schneefall ein. Jetzt konnte es losgehen.
Die Rahmenwettbewerbe der A- und B-Schüler machten den Anfang. Kjell war zwar noch durch eine Erkältung leicht angeschlagen, zeigte sich aber dennoch selbstbewußt vor seinem Start über 2,5km der B-Schüler. Der fachkundige Moderator Arthur Schmitt stellte die Teilnehmer noch mal alle vor. Und er wußte genau wer vom SC Rönnau vor ihm stand: “Der Bruder der starken Läuferin Maya Rehberg”. Da hat jemand seine Hausafgaben gemacht. ;-)
Bei mittlerweile starkem Schneefall hielt sich Kjell in der ersten Runde taktisch klug noch etwas zurück, blieb aber dennoch in der Spitzengruppe. In Runde Zwei schien sich bei ihm aber doch die Auswirkungen der Erkältung bemerkbar zu machen. Dem Angriff von David Kobany (TSV Rosenheim) am Berg konnte er nichts entgegen setzen und ließ ihn ziehen. Und er ließ sogar noch zwei weiteren die Verfolgung alleine aufnehmen. Doch ca. 300m vorm Ziel konnte er doch noch alle Kräfte mobilisieren und schob sich an Position 2 vor und vor allem auch noch deutlich dichter an den Führenden heran, aber es reichte nicht ganz!
Dennoch konnte Kjell zufrieden sein. Erfahrungen auf dem Meisterschaftsrundkurs gesammelt und am Ende mit einer echten Meisterschafts-Silbermedaille belohnt!

Dann kam es zum großen Show-Down. Wie schon erwähnt hob Arthur Schmitt Maya zusammen mit Elisabeth Weinfurter (TV Zwiesel) und Regina Högl (LG Region Landshut) in den Favoritenkreis über die 3,4km. Und so sollte es auch kommen!
Vom Start gut weggekommen setzt sich Maya sofort an die Spitze und schon in der ersten von zwei Runden setzten sich besagte drei vom übrigen Feld etwas ab. Maya sah locker aus, wollte den anderen beiden sogar Führungsarbeit überlassen. Die machten aber keine Anstalten nach vorne zu gehen. In Runde Zwei kam es schon vor dem Berg zur ersten Teilentscheidung. Regina Högl mußte abreißen lassen! Es wurde zum klassischen Ausscheidungsrennen. Der Berg brachte dann die endgültige Entscheidung. Maya konnte sich absetzen und baute die Führung bis ins Ziel sogar noch kontinuierlich aus. Der Traum vom ersten DM-Titel ist wahr geworden! Und während Maya bereits erholt Interviews gab, kam der Rest des Feldes erst erschöpft ins Ziel. Eine mehr als souveräne Vorstellung!
Also noch einmal herzlichen Glückwunsch zu deinem Titel!

Im folgenden Rennen der weiblichen Jugend A konnte man vor lauter Schneeflocken schon leicht die Orientierung verlieren. Doch nicht so Nadja. Gleich vom Start weg gut ins Mittelfeld sortiert, konnte sie ihre Position über die gesamte Distanz von 4,2km auch halten. Bei einem Favoritensieg von Corinna Harrer (LG Telis Finanz Regensburg) belegte sie unter 57 Teilehmerinnen den 28. Platz. Für uns alle rundum zufriedenstellend. Super gemacht Nadja!

Danach durchbrach pünktlich zum Lauf der Männlichen Jugend A erstmals die Sonne die Wolkendecke über Stockach.
Und das war auch gut so! Denn so konnte man aus Rönnauer Sicht ein wirklich irres Bild verfolgen. Die neongelben Trikots leuchteten über 2 Runden lang ganz vorne in der Spitze des Feldes auf!
Die ausführlich diskutierte Starttaktik ist nämlich 1:1 aufgegangen und “spülte” Kim und Stig ganz nach vorne . Kim bewies Mut und übernahm dann sogar die Führungsarbeit. Schnell lief sich eine achtköpfige Spitzengruppe (wohlgemerkt mit Kim und Stig!) vor und rief im Rönnauer Betreuerstab ein ungläubiges Staunen hervor.
Waren sie womöglich zu schnell angegangen? Kam vielleicht noch der große Einbruch?
In Runde drei mußte Kim dann auch die Führung abgeben. Die eigentlichen Favoriten, darunter auch U18-WM -Siebter über 3000m Marcel Fehr (LG Limes-Rems), machten Druck und zogen vorbei. Aber auch Stig ging mit nach vorne. Dennoch ganz abschütteln ließ sich Kim dann auch wieder nicht. Eingangs der letzten Runde war Stig Vierter und Kim Sechster. Und so blieb es auch bis auf der Zielgeraden. Während Stig ungefährdet 9 Sekunden hinter dem Dritten die Ziellinie passierte, mußte Kim noch den Angriff von Robel Mesgena (Grün-Weiss Kassel) abwehren. Er verlor am Ende denkbar knapp, erreichte aber dennoch einen niemals für möglich gehaltenen sensationellen siebten Platz.
In der ganzen Aufregung wurde Hendrik aber nicht vergessen. Er kämpfte tapfer gegen die ältere Konkurrenz und für die Mannschaft. Um Position 45-50 herum begann er mutig und vermochte anfangs auch das Tempo mitzugehen. Die letzte Runde wurde für ihn persöhnlich hart, aber er ging an seine Reserven und konnte seine Platzierung dann in etwa halten. In einem starken A-Jugendfeld stand am Ende ein respektabler 52. Platz zu Buche. Sehr gut gemacht Hendrik!
Nun hieß es warten was die Mannschaftswertung ergab. Das die Addition der Platzierungen wohl zu einem Top-5 Platz reichen könnte, ließen die irren Einzelplatzierungen schon erhoffen. Das es aber sogar der Silberrang wurde, war ja kaum noch zu toppen. Sauber Jungs, das war ‘ne echt krasse Vorstellung!

Fast zeitgleich, nur wenige Stunden später spielte sich der Länderkampf im italienischen Ancona ab. Josefina hatte sich mit einem 60m Vorlauf außer Konkurrenz als Vorbelastung für ihre 4×200m Staffel eingestimmt, in der sie als Schlussläuferin das Staffelholz über die Zielinie bringen mußte.

Die Stimmung innerhalb des Deutschen Teams war großartig. Alle haben sich gegenseitig angefeuert, besonders die Franzosen, die für ihre Ausgelassenheit bekannt sind, stimmten mit ein und feuerten die Deutsche Stabhochspringerin an, als diese sich an einem neuen Jugend Hallen Weltrekord versuchte.

Die 4×200m Staffel war der Abschluss einer hervorragenden Mannschaftsleistung des Deutschen Teams, das zum dritten Mal in Folge den Länderdreikampf für sich entscheiden konnte.
Als Schlussläuferin des Quartetts rannte Josi zum Sieg und krönte ihre erfolgreiche Hallensaison, die hiermit einen glanzvollen Ausklang erlebte.

Josi war sich über eines im Klaren: “Die ganze Schinderei lohnt sich, wenn man das hier erleben darf, die vielen netten Leute, die ganze tolle Stimmung, das Nationaltrikot tragen, das motiviert unheimlich und macht es mir einfach in Zukunft durchzuhalten, wenn der eine oder andere harte Trainingstag bewältigt werden muss.”

Und so schließt sich eine tolle Wintersaison, schon in wenigen Wochen geht es in die Trainingslager. Die Rehbergsche Läufergruppe wird wieder in Frankreich für gute Stimmung und hervorragende Grundlagen sorgen, während sich die Sprinter und Mittelstreckler im spanischen Andalusien auf die kommende Sommersaison vorbereiten.

Auf geht’s!

Neues Jahr, neues Glück!

Endlich geht´s wieder los. Die lange wettkampffreie Zeit Ende des letzten Jahres ist vorbei, und die kurze terminreiche Hallensaison 2010 steht an. Erste Vorbereitungswettkämpfe waren durchaus vielversprechend. Und so waren wir alle gespannt auf die erste Landeshallenmeisteschaft diesen Jahres. Den Anfang machten hierbei die A-Schüler/innen und A-Jugendlichen.

Vor allem unsere Schülerriege konnte mehrfach überzeugen. Die erste Überraschung und damit verbunden der erste Titelgewinn gelang Arian (M15) im Hochsprung. Derzeit in starker Form, bestätigte er seine Leistung aus der Vorwoche und übersprang 1,72m. Konzentriert und sicher sprang er alle Höhen im ersten Versuch. Lediglich die 1,75m waren noch ein bißchen zu hoch. Sein größter Konkurrent und der eigentliche Favorit Markus Möckel (SV Henstedt-Ulzburg) hatte mit 1,69m das Nachsehen.
Den Stabhochsprungwettkampf sollte Arian eigentlich als lockere Trainingseinheit mitnehmen. Das “Training” gestaltete sich aber so positiv das Arian entschied den Wettkampf auszureizen. Das Ergebnis war eine neue Bestleistung von 2,60m und ein 2.Platz. Sein stärkster Gegner war dabei ebenfalls ein Rönnauer.
Kenneth übersprang ebenfalls 2,60m, hatte aber weniger Fehlversuche. Somit war der Doppelschlag perfekt. Sauber Jungs!
Seine guten Fortschritte in den Mehrkampfdisziplinen unterstrich Arian auch im Hürdensprint. Ordentliche 9,37s reichten erneut zum Vizetitel.
Im Kugelstoßen gelangen ihm leider nur technisch unsaubere Stöße. Dennoch reichten 11,10m zum 5.Platz.

Dem Sprintgeschehen der älteren A-Schüler drückte Kenneth seinen Stempel auf. Über 60m noch in starken 7,65s um 2.Hundertstel äußerst knapp geschlagen, triumphierte er über 300m in 41,19s überdeutlich.
Seinen dritten Titel dieser Landesmeisterschaft sicherte er sich gemeinsam mit Arian, Hannes und dem Newcomer Simon mit der 4×100m-Staffel. Zum Abschluß eines harten Wettkampfwochenendes mobilisierten alle vier noch einmal alle Kräfte. So manches “Zipperlein” wurde dabei ignoriert und mit großer Willenskraft der Staffelsieg souverän in 51,23s mit deutlichen 2 Sekunden Vorsprung errungen.

Endlich in die Fußstapfen seiner älteren Geschwister treten können. So könnte das Motto von Kjell lauten. Erstmals startberechtigt bei Landesmeisterschaften ging er über 3000m auf die Rundbahn. Noch der Altersklasse M13 angehörend machte er bei den M14ern ein blitzsauberes Rennen. Den späteren Sieger Chris Jordan (LG Elmshorn) immer im Blick, kämpfte er sich auf die 2. Position vor und versuchte den Anschluß wiederherzustellen. Zwischenzeitlich konnte er ihn auch leicht verkürzen, mußte ihn aber in der Schlußphase doch noch ziehen lassen. Dennoch 11:06,58min ist eine super Zeit. Glückwunsch, Familienehre gerettet! ;-)

Ebenfalls ihre ersten Landesmeisterschaften und zugleich auch ihren ersten 2000m-Lauf wollte Klara (W14) bestreiten. Auch ihr gelang es mit Bravour. Hatte sie doch äußerst starke Konkurrenz. Der Siegerin Ariane Ballner (LG Elmshorn) war der Titel erwartungsgemäß nicht zu nehmen. Und auch die weiteren Podestplätze wurden am Ende anderweitig vergeben. Mit einem etwas unglücklichen 4.Rang aber einer super Zeit von 7:22,35min ließ Klara in der Laufszene aufhorchen. Und auch wir sind gespannt was da noch kommt. :-)

Die Überraschung zum Abschluß der Veranstaltung gelang Anna-Sophie (W15)!
Die 300m standen zum ersten Mal auf ihrem Wettkampfprogramm. Als gute 800m-Läuferin überzeugte sie zuletzt mit starken Sprintzeiten. Somit traute ich ihr über 300m einiges zu. Sie sich wohl auch. Sie ging mutig an und konnte ihren Zeitlauf in 44,44s deutlich gewinnen. Im 2.Zeitlauf ging Anna Korf (TSV Schönberg) superschnell an, mußte aber am Ende deutlich erkennbar “beißen”. Dennoch stand eine 43 vor dem Komma ihrer Siegerzeit. Und ich hatte somit auf einen zweiten Platz für Anna-Sophie in der zusammengelegten Ergebnisliste gehofft. Doch Anna Korf wurde disqualifiziert und Anna-Sophies Zeit war dann tatsächlich die schnellste aller Schleswig-Holsteinerinnen: Landesmeisterin! Glückwunsch!

Die Jugendlichen sorgten zwar für weniger Überraschungen, weniger Spannung gab es dennoch nicht.
Die 1500m wurde zu einer Rehberg´schen Familienangelegenheit.
Während Stig nach lockerem Auftakt Meter um Meter ausbauen konnte und am Ende in 4:12,82min deutlich siegte, lieferte sich Maya mit Christin Liedtke (LG Wedel-Pinneberg) einen tollen Zweikampf. Eine starke 31er Schlußrunde sicherte Maya den Triumph in 4:47,04min. Auch die Plätze 3, 4 und 5 blieben in Rönnauer Hand (Nadja 5:05,79min, Marieke 5:09,07min, Philine 5:13,83min).
Mit den 1500m in den Beinen ging es für Maya tags darauf noch über die 800m.
Hier verpennte sie regelrecht den Start. Sie versuchte ihren Fauxpas umgehend zu korrigieren und lief den Rückstand zur Spitze wieder sehr schnell zu. Vielleicht zu schnell. Direkt hinter Johanna Schulz (Gut Heil Neumünster) ging es in die Schlußrunde. Doch diesmal fehlten die “Körner” um vorbeizuziehen. In dennoch ordentlichen 2:18,54min wurde sie ganz knapp zweite.

Marvin sollte sich diese Wochenende ausschließlich auf die 200m konzentrieren, wollte er doch die Quali für die Deutschen Jugendhallenmeisterschaften packen (22,80s).
Er legte auch los wie die Feuerwehr. Die letzen Meter waren hart und sahen auch ziemlich unsauber aus. Die Uhr blieb bei 22,88s stehen. Ärgerliche 8 Hundertstel zu viel! Aber die Silbermedaille tröstete ja vielleicht ein bißchen drüber hinweg. Und noch stehen ja ein paar Rennen aus um die Quali doch noch zu packen. Auf geht´s!

Isabell hatte krankheitsbedingt auf ihren 800m Start verzichtet und wird es bei der B-Jugend nachholen, so der Genesungsprozess es zulässt!
Björn steigerte seine 800m Zeit fast auf glatte 2:08min hat sich aber doch noch ein wenig geschont. Für die kommenden Wettkämpfe möchte er aggressiver ins Rennen gehen. Eine 2:06 scheint mir durchaus möglich.
Zu guter Letzt noch zwei Premieren: Josefina und Hans-Christian in Neongelb bei der LM!
Chrischi hatte mit 400m am Samstag und den 200m am 2. Tag wahrlich keine leichte Aufgabe als Neueinsteiger. Nie zuvor gerannt und schon gar nicht bei Meisterschaften. Für ihn stehen diese Meisterschaften unter dem Aspekt Erfahrung sammeln! Mit 55,06s über 400m und 24,64s über 200m ließ er es schon mal ordentlich krachen. Ihm ist das noch nicht genug; voller Tatendrang schaut er auf das kommende Wochenende.
Fina konzentrierte sich auf die 200m. Die Quali für die “Deutschen” ist zwar schon in der Tasche, aber man will sich der deutschen Elite ja schon mal zeigen. Es sollte eine gute Zeit her, sprich am Besten eine 24 vor dem Komma stehen. Dies gelang mit 25,02 zwar nicht ganz, aber die aufsteigende Tendenz läßt fürs kommende Wochenende hoffen, denn dann geht’s weiter mit den Landesmeisterschaften Männer /Frauen und Jugend B. Wir sind weiterhin gespannt! :-)

Deutsche Schülermeisterschaften Blockwettkampf

Für den einen zum ersten Mal und für den anderen zum letzten Mal. So lautete das Motto der diesjährigen Deutschen Schülermehrkampfmeisterschaften in Bad Oeynhausen.
Die voraussetzungen für unsere Rönnauer Starter Arian (M14) und Björn (M15) waren zudem sicher nicht einfach.

Björn hat zwar schon DM-Erfahrung , ist aber als ausgewiesener Läugfertyp kein wirklicher Mehrkampfspezialist. Und so fand er sich folgerichtig in der Meldeliste des Blocks Lauf im hinteren Drittel wieder.

Arian sprang noch in letzter Sekunde auf den DM-Zug und fieberte seinen ersten “Deutschen” entgegen. Das nahm er dann aber auch ein bißchen zu wörtlich und fing sich im Anschluß des Talentiade-Camp in Malente kurz vorher noch eine leichte Mandelentzündung ein. So mußten wir doch noch um Arians Start bangen. Aber am Donnerstag gab es dann Entwarnung. Arian konnte dabei sein!

Am Samstag begann Arian dann seinen Blockwettkampf Sprint/Sprung mit seiner Zitterdisziplin Weitsprung. War diesmal ein Sprung annähernd vom Brett möglich? Das Einspringen sah gut aus. Der erste Versuch dann: 5,07m - neue Bestleistung. Aber wieder das Brett nicht getroffen! Es ist wie verhext. Und trotz Vorverlegens der Anlaufmarkierung entfernt sich Arian in Versuch 2 und 3 immer mehr vom Brett. Somit bleibt der erste Versuch der Beste. Nichts herausragendes, aber trotzdem ok.
Als zweite Disziplin folgte der Hürdenlauf. Alles sah flüssig und rund aus, aber die Zeit von 13,13s zeigte spätestens jetzt , dass Arian die Woche davor krank war. Arian war natürlich nicht zufrieden und wollte sich wenigstens im Speerwurf gut verkaufen. Und da haute er dann einen raus. 41,55m!
Neben der neuen Bestleistung war das auch die siebtbeste Speerwurfleistung im 47-Teilnehmer starken Athletenfeld.
Die vierte Disziplin war der 100m-Sprint. Neben der noch angeschlagenen Konstitution wirkte nun noch zusätzlich der starke Gegenwind von 2,5m/s auf Arians Zeit. 13,83s ließen jegliche Hoffnung auf eine ordentliche Gesamtpunktzahl schwinden. Dennoch gelingt Arian nach einem langen Wettkampftag im abschließenden Hochsprung mit 1,64m die Einstellung seiner Bestleistung.
In der Summe brachte das 2553 Punkte und Platz 37. Ein Mehrkampf also, der insgesamt nicht zufrieden stellte. Aber unter den Voraussetzungen muß man auch mal mit Teilerfolgen zufrieden sein. :-)

Björn begann seinen letzten Blockmehrkampf seiner Karriere mit dem Hürdensprint. Und er legte gleich eine persönliche Bestzeit hin - 12,88s.
Es folgte der Ballwurf und zugleich eine leichte Ernüchterung. Es lief heute nicht ganz so gut für Björn. Mit 49,0m lag er fast 10m unter seinen Möglichkeiten und verlor somit schon früh den Anschluß an die Spitze des Feldes. Mit dieser “Last im Gepäck” ging es dann zum Weitsprung. Und hier kam es trotz mehrfacher Anlaufkorrektur zum worst case - 3 ungültige Versuche!
Björn hat alles riskiert, um doch noch auf “Tuchfühlung” an das vordere Mittelfeld zu kommen. Und alles verloren. Da keinem in seiner Riege ein derartiger Fauxpas unterlief, fiel er auf den letzten Platz zurück und sollte ihn auch nicht mehr verlassen. Dennoch zog er seinen Mehrkampf durch und zeigte nach ordentlichen 100m in 12,81s noch einmal Moral, indem er sich in seinen 2000m-Lauf noch einmal richtig reinhängte und in starken 6:16,74 min. ins Ziel kam. Mit diesem neuen Kreisrekord zog er sich dann immerhin noch versöhnlich aus der “Affäre”.