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Leichtathletik Junioren-Europameisterschaften 2007 in Hengelo

Am 18. Juli machten wir, eine kleine, lustige Gruppe Rönnauer Leichtathleten, uns auf den Weg in das Land der Tulpen, zu den Leichtathletik Junioren-Europameisterschaften nach Hengelo in der Niederlande.
Schließlich hatte Pascal das EM-Ticket gelöst, und wir wollten ihn sowie die gesamte U20-Nationalmannschaft beim Kampf um die Medaillen lautstark unterstützen und als „Pascal-Fanclub“ unseren Athleten anfeuern.
Wir, der „Fanclub“ (das sind Marieke, Linda, Niklas, Kerstin, Christo, Maarit sowie natürlich Sören und Ralph), erreichten nach einer bereits rekordverdächtig rasanten Fahrt abends unser Quartier für die nächsten 5 Tage: Ein gemütliches Haus in Losser in der Nähe von Hengelo mitten im Grünen.
Hier bezogen die Mädels zwei großzügige Schlafzimmer bzw. „Suiten“, während sich die Männer mit zwei deutlich kleineren Zimmerchen zufrieden gaben, die fortan als „Loch“ betitelt wurden.
Eine an das Haus angrenzende Scheune lud zum Spielen ein, so wurde noch am selben Abend gekickert, Billard gespielt und gedartet. Linda schloß in diesen Räumlichkeiten Freundschaft mit einem freundlichen, älteren Niederländer… :-)
Doch am nächsten Tag machten wir uns dann auf zu unserem eigentlichen Ziel, dem „Fanny Blankers-Koen Stadion“. Hier fieberten wir den ersten Entscheidungen entgegen, die uns die Europameisterschaft bot.
Auch in den darauffolgenden Tagen war das Stadion unser „zweites Zuhause“, hier wurde gegessen, geschlafen (Linda :-)) und natürlich vor allem kräftig angefeuert und zahlreiche sportliche Bestleistungen bejubelt.
Hier gewannen wir fast, aber leider wirklich nur fast, einen Rucksack und versuchten freiwilligen Helfern die begehrten Hengelo-Shirts abzuschwatzen, was Christo erstaunlicherweise sogar gelang.
Kurzum: Die Stimmung war nicht zuletzt aufgrund der stimmgewaltigen Franzosen super und die Athleten wurden dazu motiviert schneller, höher, weiter zu springen beziehungsweise zu laufen.
Bei größtenteils wirklich schönem, sogar sonnigen Wetter verfolgten wir täglich die Wettkämpfe von morgens bis abends, wobei wir uns abends häufig fühlten, als hätten wir selber aktiv an den Meisterschaften teilgenommen.
Trotzdem reichte unsere Energie noch für Poker- oder Schachpartien, lockere Joggingrunden oder aber für spannende Volleyball-Spiele, Trampolinspringen, …
Danach lud die Küche zum Kochen ein, so wurden hier leckere Gerichte gezaubert. Neben chronischem Schlafmangel war nämlich besonders der Hunger unser ständiger Begleiter, wobei dieser bei einigen Personen stärker ausgeprägt war als bei anderen (nicht Christo?).
Sören heizte zum Abendessen die allgemeine Stimmung mit scharfem Essen und Habaneros (einer sehr scharfen Chiliart) an.
Einige unter uns wurden mit der Zeit richtig experimentierfreudig: Da Niklas im wahrsten Sinne des Wortes „den Mund etwas zu voll nahm“, wird er sich diesen dabei wohl an der Habanero verbrannt haben ;-) …und nicht nur den Mund!
Die feurige Stimmung nahmen wir am Sonntag mit ins Stadion, denn schließlich hatte sich Pascals 4×400m-Staffel mit dem 2. Platz am Samstag im Vorlauf für das Finale am letzten Tag qualifiziert.
Dem Sprinterquartett bzw. Pascal konnten wir nach einem fulminaten Rennen mit einer Zeit von 3:08.64 Minuten zunächst zur Bronzemedaille gratulieren.
Doch im Laufe des Abends wurde nach einer Disqualifizierung der Polen aus Bronze Silber und so konnten wir an diesem Sonntagabend nicht nur Mariekes 16. Geburtstag feiern sondern auch Pascals Silbermedaille, zu der Sören als „Herr Pohlmann“ auf dem Sportlerbankett persönlich nach der Siegerehrung gratulieren konnte.
Nachdem in Mariekes Geburtstag gebührend hineingefeiert wurde, ging es am Montag dann nach Hause… Auf dem Rückweg erfuhren wir dann auch, wo Niklas wohnt („Joaa, da vorne rechts nä!“).
Und nun können wir auf einige ereignisreiche, sportliche und spaßige Tage zurückblicken… Bis zur nächsten Meisterschaft!

Maarit

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