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21.2.2012 von info.
Sindelfingen und die Deutschen Meisterschaften, das ist eine altbekannte und bewehrte Kombination. Der Glaspalast in der reichsten Stuttgarter Region ist über die Jahrzehnte vielfacher Austragungsort der nationalen Titelkämpfe der Jugend und Erwachsenen gewesen und auch dieses Jahr ludt er wieder zum Kampf der Besten ein. Irgendwann musste es ja mal wieder durch die ganze Republik gehen und diese Reise sollte sich lohnen.
Vor knapp 20 Jahren durfte ich hier schon den Meisterschaften beiwohnen und musste feststellen, dass so einiges noch ganz genauso ist wie damals! Nur die Athleten aus jener Zeit haben die aktive Leichtathletik vermutlich schon lange hinter sich gelasssen.
Aus Rönnauer Sicht sah im Vorfeld alles sehr vielversprechend aus, aus Schleswig-Holsteiner Sicht umso mehr. Irgendwie ist die Luft hier oben zwischen den Küsten wohl erfrischender und belebender oder das Essen ist besser, vielleicht sind unsere Athleten auch einfach nur deshalb so berauschend gut, weil Schleswig-Holstein halt oben ist. Es ist schon wirklich bemerkenswert, was sich hier im Norden im Laufbereich entwickelt und es zeigt, dass viele Trainer verstehen wie es auch ohne große Vereine und viel Geld und Infrastruktur geht.
Unser starkes Trio bestand in diesem Jahr aus Hendrik Bostelmann-Arp, der sich in Mitten der beiden Laufasse Maya und Isabell sichtlich auf seinen Einsatz freute und am Anreisetag sehr entspannt und voller Vorfreude war.
Die Mädels machten am Samstag mit ihren Vorläufen den Anfang und mussten sich über 1500m ihre Finalteilnahme erst kontrolliert erlaufen. Isabell war gleich im ersten der drei Vorläufe und ließ es zunächst locker angehen. Zu bummelig durfte es bei keinem der Favoriten werden, denn nur die erste aus jedem Vorlauf und die 9 Zeitschnellsten sollten sich qualifizieren. Isa ließ hintenraus nichts anbrennen und gewann ihren Lauf. Maya tat ihr es im folgenden Rennen gleich und lief gleichzeitig die schnellste Vorlaufzeit. Auch Johanna Schulz legte eine souveräne Vorlaufleistung hin nachdem dies zunächst das langsamste Rennen war. Im Endspurt sicherte sie ihren Sieg im direkten Duell mit Hanna Klein, die sich in diesem Jahr als Spurtstarke 800m Spezialisten auch über 1500m probieren wollte. Ziel erreicht! Alle Schleswig-Holsteiner waren im Finale!
Hendriks Einsatz kam immer Näher und nun konnte man auch ihm die Nervosität ein wenig ansehen. Er war mit seiner gemeldetet Zeit natürlich kein Favorit für das Finale, aber eine Chance gibt es bei Meisterschaften immer. Diese wollte er sicherlich nutzen, vielmehr aber auch seine Leistung aus Hamburg bestätigen oder sogar noch ne Schippe drauf legen. Das Rennen selbst machte er anfangs gut und blieb seinem Leistungsvermögen treu. Als sich die Spitzengruppe dann später löste gab es eine Gelegenheit seinen Vordermann zu überholen. Hendrik entschied sich zu warten und erst später zum Endspurt anzusetzen. Die Gruppe löste sich schnell und als Hendrik antrat war der Abstand bereits zu groß und es gelang ihm nicht mehr Anschluss zu finden. 4:12,29min standen zuletzt für ihn zu Buche und er konnte zufrieden sein. Die Zeit aus Hamburg war fast bestätigt und mit ein bisschen mehr Mut und einem früheren Antritt wären sicherlich noch 3s drin gewesen. Über den Cross wird es dann in den Sommer gehen und da stehen bereits die nächsten Highlights für ihn an. Hier wird er mit diesen wertvollen Erfahrungen weitere Topleistungen bringen.
Im Endlauf der weiblichen Jugend sollte es dann am Sonntag der erwartete heiße Tanz werden. Irgendwie waren alle Favorit, denn neben Isa und Maya waren Hanna Klein, Caterina Granz und natürlich Johanna Kandidatinnen für den Titel. Der Rennverlauf würde ganz entscheidend dafür sein, wer seine Qualitäten oder Stärken am Besten auspielen konnte. Nach dem Startschuß sahen wir auf den ersten Runden ein zaghaftes abtasten, jeder in Lauerstellung, beobachtend was der andere tut und stets auf der Hut keine unnötigen Energien zu vergeuden. Alles sah nach einem Rennverlauf aus, der erst zuletzt zeigen würde wer seine Beine in die Hand nehmen wird und die meisten Körner hat. Zunächst erledigten andere die Führungsarbeit, bis die genannten 5 Athletinnen sich langsam nach vorne schoben und für mehr Tempo sorgten. Maya war es schließlich, die kurz vor der dritten Rennhälfte das erste mal das Tempo deutlich verschärfte. Isa ließ abreißen und schloß gleichmäßig mit allen anderen im Pulk wieder auf nachdem Maya wieder drastisch das Tempo reduzierte. Isa wollte ihren Lauf möglichst gleichmäßig gestalten und hat hintenraus auf genügend Luft für einen Endspurt gehofft. Dem finalen Schlussspurt von Maya, die etwa 250m vor dem Ziel ihrem Glück entgegenrannte konnte nur noch Johanna folgen. Caterina Granz und Isa starteten verzögert und verloren den Anschluss. Johanna konnte sich bereits eine Runde vor dem Ziel in Führung setzen und spielte ihre ganz große Stärke voll aus. Maya hielt sehr gut mit und erreichte dicht hinter ihr zufrieden den Silberrang. Isa hätte beinahe den Dreifacherfolg der Schleswig-Holsteiner perfekt machen können, aber leider war ihr auch Caterina entwischt. Natürlich war sie darüber traurig, denn sie hatte sich mehr erhofft, aber wenn man mit ein wenig Abstand einmal genauer betrachtet was wir dort unten erreicht haben, dann muss man sich einfach wieder freuen. Maya hat wieder einmal ihre Klasse gezeigt und dass ihr Kampfgeist und ihre Einstellung sie beflügelt. Zur rechten Zeit war sie in Topform und wird sicherlich auch nach der Länderkampfnominierung nochmal zusätzlich motiviert für einen weiteren internationalen Einsatz sein! Die Cross DM im Anschluss könnten dann, wenn alles glatt läuft ein krönender Abschluss einer bärenstarken Wintersaison werden.
Isa ruht sich in dieser Woche aus und wird bei den DM in Karlsruhe nocheinmal alles zeigen was in ihr steckt, denn sie hat deutlich mehr drauf, als sie bislang zeigen konnte.
Insgesamt haben wir hervorragende Leistungen gesehen und freuen uns auf mehr.
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15.2.2012 von info.
Mit einem kleinem aber hochkarätigem Team präsentierten sich unsere Schützlinge von ihrer neongelbsten Seite bei den diesjährigen NDM in Hamburg.
Anna-Sophie hat an diesem Wochenende einmal mehr bewiesen, dass ihre sportliche Entwicklung begeistert! In keinem ihrer Hallenrennen wurde sie in diesem Jahr bezwungen. Bei der NDM über 200m kam sie leider
nur auf Platz 2, da man ihr den verdienten Finallauf mit Konkurrenz durch einen Setzfehler vorenthielt. Somit gab es im 13. Rennen wieder nur sie und die Uhr. Das ist schade. Mit 24,74s steht aber dennoch eine grandiose Bestleistung für sie zu Buche.
Über 400m, ihrer Hausstrecke, war sie hingegen nicht zu bezwingen. In ihrer Altersklasse markiert sie Platz eins in der Deutschen Bestenliste und bleibt bei dieser Tatsache ebenso gelassen wie bei der herausragenden Zeit von 56,00s, die einen neuen Landesrekord bedeuteten. Anna wird nicht euphorisch bei Erfolgen, ist aber keineswegs gleichgültig oder uninteressiert. Sie liebt den Sport und sie gibt alles, aber sie macht kein Tagesgeschäft daraus. Sie möchte gewinnen. Das genügt. Es macht sehr viel Freude Anna zu begleiten und ihr dabei zuzuschauen wie sie ihren Weg geht… unaufgeregt aber konsequent und besonders effizient. 3-4 Einheiten in der Woche scheinen zu genügen, um dem Körper mit Training und Erholung auf solch rasante Entwicklung einzustimmen. Das wollen wir uns erhalten. Ich freue mich auf die kommenden Monate.
Pascal kam an diesem Wochenende nicht auf sein gewohnt starkes Level. Der Vorlauf und Endlauf über 200m sollten einfach nicht gelingen. Nach eigenem Empfinden hat er sich nicht getroffen. Solche Tage gibt es, man gibt alles und irgendwie passt nichts richtig zusammen. Mit Platz 3 hinter den beiden Magdeburgern musste er sich vorerst zufrieden geben. Jetzt gilt es nur noch die Beine aufzufrischen und bei den DM in Karlsruhe wieder topfit an den Start zu gehen.
Isabell hatte am Samstag über 1500m noch etwas Schwierigkeiten mit dem Rennverlauf. Das Tempowechselspiel mit Johanna lief ungünstig für ihre letzten Runden und somit durfte sie mit 4:33,51min und Rang 2 zunächst zufrieden sein. Auf die 800m am Sonntag musste sie leider verzichten. Kenneth hat an diesem Wochenende konstant gute Leistungen gezeigt, konnte aber aufgrund von Krankheiten und Trainingsausfällen nicht mit den erhofften Leistungssprüngen aufwarten. Der Sommer wird ihm besser gefallen!
Stig war leider auch vom Pech verfolgt. Er bekam über 1500m den schlechteren Lauf zugeteilt und machte genauso wie Anna die Zeit mit sich selbst aus. Es ist schon schade, wenn man so um seine Zeit gebracht wird, denn alleine vorneweg gelaufen ist so ein Wettkampf nichts anderes, als ein besserer Trainingslauf. Mit 3:57,07min und Platz 6 trennten ihn nur etwas mehr als 3sec von Rang 1, was sicherlich im Bereich des möglichen lag.
Nur allzu logisch kann man im direkten Vergleich zusätzliche Kräfte mobilisieren und vom Tempowechselspiel profitieren. Enttäuscht darüber war er sich am Abend gar nicht sicher, ob er überhaupt am nächsten Tag die 800m laufen wird. Am Sonntag entschied er sich dann für seine Schlittschuhe und powerte sich auf dem Eis aus. Irgendwann kam es ihm dann in den Sinn doch noch nach Hamburg zu fahren und 4 Runden zu laufen
!
Die 1:58,38min seien ihm nach der Knochenarbeit auf dem Eis verziehen. Die Zeit steht ebensowenig für sein derzeitiges Leistungsvermögen wie bei den 1500m. So kann es nicht anders sein, als dass sich seine ganze geballte Kraft am 10.3. in Ohrdruf entlädt und er versuchen wird seinen Deutschen Cross-Titel zu verteidigen. Hoffen wir das Beste!
Jan-Eric hat nach seinem tollen 1500m Lauf bei der LM die 3000m im Vesier gehabt. Mit 9:17min war er sicher nicht ganz zufrieden, aber nach so langer Pause ist die Hallensaison sicherlich nur Durchgangsstation und eine erste Standortbestimmung für den Sommer. Rieka startete nach ihrem Ausflug auf die 1500m wieder über 800m und kam mit 2:34,94min nicht auf die langersehnte Bestzeit. Mit Geduld und Beharrlichkeit wird es im Sommer klappen. Es kann gar nicht anders sein
!
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1.2.2012 von info.
Liebe Leichtathleten!
Alles ist mal wieder neu, nicht nur das Jahr und die guten Vorsätze sondern auch die Ziele unserer Athleten. Dieses Jahr überschlägt sich förmlich an Höhepunkten, wie es die Mayas nicht besser hätten voraussagen können!
Neben den ‘handelsüblichen’ Deutschen Meisterschaften in der Halle, im Cross und in der Freiluftsaison schmiegen sich Länderkämpfe, Ausscheidungsrennen, Meetings und internationale Wettkämpfe so geschmeidig um unsere Athleten, dass wir gespannt sein können, ob wir dieses Jahr unsere Talente zu den U20 Weltmeisterschaften nach Barcelona, den Europameisterschaften in Helsinki oder sogar zu den Olympischen Spielen nach London schicken dürfen! Jeder weiß, dass das kein Spaziergang ist, aber es gibt reelle Chancen für einige unserer Topathleten dabei zu sein. Schauen wir mal was der Frühling bringt.
Was die Halle bringt konnte man schon freudig an den vergangenen beiden Wochenenden begutachten. Die Landesmeisterschaften, natürlich auch neu und frisch umbenannt in U20 U18 und U16, verliefen ganz im Sinne unserer neongelben Trikots.
Allen voran preschte Anna-Sophie an zwei Wochenenden zu 6 Landesmeistertiteln und war über alle Sprintdistanzen bei den U18 und U20 nicht zu bezwingen. Da sie uns nicht bei den Deutschen Meisterschaften in Sindelfingen beglücken kann, stehen am folgenden Wochenende bei den Norddeutschen Meisterschaften ihre letzten zwei Rennen der Hallensaison an. Über 400m wird sie nochmal versuchen alles zu geben, um den Landesrekord zu knacken, den sie bei ihrem letzten Start nur um 9 Hundertstel verpasst hat. Wenn nicht, auch nicht schlimm…
Maya hat nach hartem Trainingslager in Portugal ordentlich Erschöpfung mit in die Hallensaison genommen und wirkte noch nicht wieder frisch in ihren Schritten. Dennoch erzielte sie beachtliche Leistungen, die nach entsprechender Erholung mit Sicherheit deutlich besser ausfallen. Neben den DM in Sindelfingen stehen auch die DM Cross wieder ganz fest auf ihrem Zettel, wo sie schon zum zweiten Mal ihren Titel verteidigen darf! Für Maya aber ist das große Ziel 2012 die Teilnahme an der U20 WM in Barcelona. Der Winter ist Durchgangsstation und ein erster Formcheck. Ganz nebenbei lief sie dann letztes Wochenende im Alleingang zu einem neuen Landesrekord über die 3000m! Folgerichtig lässt sie nun die NDM am Wochenende aus um nocheinmal zu regenerieren, Kraft zu tanken und frisch und erholt zu den DM nach Sindelfingen zu reisen. Begleiten wird sie dabei zum einen ihr Teamkamerad Hendrik, der in einem perfekt getimeten Rennen die Quali über 1500m erzielen konnte, da sein Bruder Jan-Eric hervorragende Tempoarbeit abgeliefert hat. Isabell komplettiert unser Erfolgstrio und wird ebenfalls über 1500m starten. Sie hatte auch eine harte Vorbereitung und ist mit entsprechender Ermüdung vergangenes Wochenende in die Hallensaison eingestiegen. Nach verpatztem Tempo kam leider nicht die erwünschte Zielzeit heraus, was aber dieses Wochenende korrigiert wird. Mit einem Doppelstart über 800m und 1500m wird sie ihre Abschlussbelastung vor den DM in Sindelfingen angehen, da sie auch bei der DM der Frauen in Karlsruhe an den Start gehen wird. Für sie ist ebenso wie für Maya Barcelona das große Ziel für den Sommer. Beide befinden sich auf einem sehr guten Weg. Drücken wir die Daumen!
Pascal erzielte über 60m eine neue Bestzeit und qualifizierte sich für die DM in Karlsruhe über 200m. Ein wichtiger Zwischenschritt für ihn, dass seine Sprintfähigkeit weiter verbessert wird, damit er über 400m wieder konkurrenzfähig wird. Er hat noch einen langen Weg vor sich und der ist mit einer gleichzeitigen Ausbildung sicherlich nicht einfach, aber möglich! Die Chancen für eine Teilnahme an der EM und den OS sind da. Eine Staffelteilnahme sehr gut möglich. Die nächsten Wochen werden zeigen, was er noch über 200m zulegen kann, denn mit 21,78s ist er nur noch 17 Hundertstel von seinem eigenen Landesrekord entfernt.
Arians Krafttraining trägt langsam Früchte. Trotz geringem Techniktraining konnte er das Kugelstoßen der U18 mit ansprechender Weite gewinnen.
Ebenfalls noch der U18-Klasse angehörend sprintete Kenneth zwar wieder vorne mit , konnte aber nicht ganz an die letzte “Sommerform” anknüpfen. 100%ige Gesundheit , aber auch mentale Stärke sind eben immer gefordert um Topleistungen abrufen zu können. ![]()
Obwohl äußerst nervös am Start und auch nach etwas zu verhaltener ersten Rennhälfte, erreichte Rieka ihre beste Platzierung über die 400m.
Stig muß sich nun dauerhaft der Männerklasse stellen. In seinem 3000m Rennen konnte er lange Pacemaker Steffen Uliczka und dem so gezogenen Falko Vehling folgen , mußte dann aber dann doch abreißen lassen und die letzten 1000m alleine das Tempo hochhalten. Dennoch sind 8:30,50min dann durchaus zufriedenstellend. ![]()
Wortwörtliche “Leistungssprünge” vollzieht derzeit Lasse. Als A-Schüler sicherte er sich die Landesmeistertitel im Weitsprung (6,00m) und Hochsprung (1,80m). Aber auch seine Leistung mit dem Stab (3,30m) , im Sprint über die Hürden und starke 38,97s über 300m deuten auf ein tolles Mehrkampfniveau. Beim Hochsprungwettkampf der U18 durfte er dann mal die “Handbremse” lösen und kratzte gar an den 1,90m. Letztendlich übersprungene 1,87m bedeuten dennoch ein nationales Spitzenergebnis seiner Altersklasse.
Da paßt dann auch die erlösende Nachricht von den nun doch stattfindenden DM U16 im Mehrkampf in der Freiluftsaison.
Der Sommer kann kommen! ![]()
Etwas im schatten dieser Leistungen haben dieses Jahr einige Youngster ihre ersten Landesmeisterschaften im Hamburger Glaspalast erlebt und auch für mehrere Lichtblicke gesorgt.
Allen voran Tim. Er erreichte in seinem zweiten Kugelstoßwettkampf die Vizelandesmeisterschaft. Respekt. ![]()
Aber auch Jan , Jonas , Philipp und Johannes erreichten in ungewohnter und aufregender Athmosphäre , Platzierungen unter den ersten Acht. Macht weiter so!
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27.7.2011 von info.
Kameras wohin man schaut und Zuschauer en masse! Das kennt man doch eigentlich nur vom Fußball? Eigentlich…
In Kassel ist die Leichtathletik eine sehr angenommene Sportart. Die Zuschauer unterstützen die Aktiven am vergangenen Wochenende zahlreich. Zuschauerrekord! Über 60.000 Augen
(hört sich gleich viel besser an) verfolgten die spannenden Wettkämpfe im Auestadion. Isabell mittendrin und reichlich nervös. Sie fragte sich im Callroom: “Bin ich hier die einzige, die aufgeregt ist?” Zumindest war sie die jüngste im Feld. Ziel war es, eine persönliche Bestzeit aufzustellen und nicht letzte zu werden. Beide Ziele schienen zwar lösbare Aufgaben zu sein, aber da das Feld eine enorme Leistungsspanne hatte musste man auf einen günstigen Verlauf hoffen. Isa konnte ihre Nervosität rasch in den Griff bekommen und war von Beginn an konzentriert. Lücken versuchte sie zu schließen, falls nicht unbedingt notwendig, ließ sie sich auch nicht überholen, versuchte aber auch nicht ganz vorne mitzugehen, denn bei Harrer und Sujew im Gepäck hätte es nur schwere Beine gehagelt. Nach kontrollierter Anfangsphase traute sie sich etwas vor, forcierte den Schritt und setzte die letzten 200m nochmal zu einem Endspurt an. Mit 4:25,98s gelang ihr eine Bestzeit und Platz 7. Für eine erste Meisterschaft bei den Frauen eine ganz tolle Leistung.
Mental gestärkt und hochmotiviert geht es nun zu den Jugendmeisterschaften nach Jena!
Hier stehen dann die 800m im Blickpunkt für Isa, die mit sich selbst auf dieser Distanz noch ein Hühnchen zu rupfen hat. Eine Bestzeit ist auch hier gewünscht
!
Mit Maya über 1500m/3000m und Stig über 3000m haben die Rönnauer zwei dicke Eisen im Feuer.
Anna-Sophie wird die Konkurrenz ein wenig oder gewaltig ärgern und Kenneth setzt ein Ausrufezeichen hinter eine äußerst gelungenen Saison.
Wir alle freuen uns!
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24.7.2011 von info.
Mit Josefina, Isabell und Pascal waren an diesem Wochenende gleich drei SCR-Athleten bei den Deutschen Meisterschaften in Kassel mit von der Partie.
Isabell machte am Samstag den Anfang über 1500m. Eigentlich hatten wir darauf spekuliert, dass die Vorläufe wie im Vorjahr ausfallen, aber daraus wurde nichts. Obwohl nur 13 Athletinnen ihre Stellplatzkarte abgegeben hatten, liefen die Frauen 2 Vorläufe, damit schließlich nur eine ausscheidet
. Man entschied sich dazu zu laufen, damit die Zuschauer etwas geboten bekommen, da sie auch Eintritt bezahlt hatten. Aus Rönnauer Sicht hieß es also nicht letzte werden, um ins Finale zu kommen. In einem taktischen Rennen bummelten die Läuferinnen mit der jahresschnellsten Harrer 1100m vor sich hin, bis Corinna die Schlussrunde angezogen hatte. Bis dahin war das Feld recht dicht beieinander. Isa konnte den Schlussspurt ganz gut mitgehen und ließ zwei Konkurentinnen hinter sich zurück. Das Finale war geschafft, die Zeit unerheblich.
Pascal war mit gemischten Gefühlen angereist und blickt auf eine Saison zurück, die trotz sehr guter Vorbereitung durch seine Hände glitt. Seit dem Trainingslager in Chiclana machten neben einer Muskelverletzung immer wiederkehrende Infekte einen kontinuierlichen Formaufbau unmöglich. Seine 400m-Zeiten waren national betrachtet einfach keine Top-Zeiten und auch Pascal wurde nicht annähernd seinen eigenen Ansprüchen gerecht. So sehr hatten wir eine Bestzeit und auch die WM im Blick. Der Körper sagte wieder und wieder nein und so stand er an diesem Wochenende vor seinem letzten Versuch, in dieser Saison doch noch auf Touren zu kommen. Couragiert ging er die ersten 200m in 22,4s an und lag kurzfristig vorne. In der Kurve zog der in dieser Saison übermächtige Thomas Schneider an ihm vorbei. Pascal wollte sich reinhängen, aber seine Beine signalisierten ihm: “das wird nichts…!” Auf der Zielgeraden wurde er von zwei weiteren Kontrahenten überholt und musste als vierter mit einer Zeit von 47,31s und Platz 12 seine letzte Hoffnung auf einen Finalplatz begraben. Pascal war trotzdem zufrieden, nicht mit der Zeit, aber mit sich selbst. Er hat alles gegeben, aber der Akku war nicht voll. Dann geht es nicht. Wer Pascal kennt, der weiß, auch wenn er jetzt 3 Jahre hinter sich hat, die nicht so liefen wie gewünscht, dass er zurückkommen wird. Auch wenn er schon sehr viel Geduld aufgebracht hat. Jetzt erst recht!
Josefina war laut Meldeleistung keine Favoritin für eine Endlaufteilnahme. Da es auch keine Zwischenläufe gab, hieß es also, alles auf eine Karte zu setzen, um sich mit einer tollen 100m Zeit aus der Saison zu verabschieden. Josefina hatte in diesem Jahr ihr Abitur gemacht und nicht immer so trainieren können wie sie wollte. Zuletzt tat ihr das Knie weh und so musste sie vor den Deutschen Meisterschaften mit Physiotherapie und Pause die Zeit zur Genesung nutzen. Josi ist aber eine Meisterschaftsläuferin. Sie hat die Fähigkeit sich auf den Punkt zu motivieren und an ihre Grenzen zu gehen. Bislang lief sie ihre Rennen stets mit Gegenwind.
Wieso sollte es in Kassel anders sein? Mit 2,1m Gegenwind lief sie 11,99s!!! Was war das für ein Rennen. Kurz vor dem Schuss sackte sie in ihren Startblock zurück, “reagierte” als letzte, setzte einen zögerlichen Schritt und “zack” waren alle anderen ein Schritt voraus. Hier sind mindestens 15 Hundertstel liegen geblieben. Danach rannte sie ein irres Rennen. Nach dem verpatzen Start drehte sie auf, kam in ihrem Fliegendsprint auf Geschwindigkeiten, die bislang unmöglich waren und rollte das Feld von hinten auf. In der Endabrechnung wurde sie 10.! Nur 3 Hundertstel haben zum Finaleinzug gefehlt!!! Da mag man gar nicht über den Start und verlorene 15 Hundertstel oder Gegenwind nachdenken
.
Dieses Rennen hätte eine neue Bestzeit verdient und sie wäre auch gefallen. Alleine ohne Gegenwind wäre dies eine 11,85s geworden…
Nicht grämen! Aber so ist sie auch nicht. Heute geht es nach Paris und dort verbringt sie eine Woche Urlaub mit ihrer Familie! Schon bald wird sie Deutschland für längere Zeit hinter sich lassen. Es zieht sie nach Barcelona. Work&Travel heißt sowas ja gewöhnlich, aber wer Josi kennt der weiß was das eigentlich ist
!
Wahrscheinlich wird es eine:
“Work&Chill&Travel&Social&Confusing&Depressing&Lovely&Bestplaceever&Friends&
Ineedtocomehome&Sportismylife&Iwillstayhereforever&Thisisme”-Zeit!
Viel Spass, Josi!
…und eine schöne Zeit!
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24.7.2011 von info.
Daß Eurosport entgegen ersten Ankündigungen erst keine Bilder von der U18 WM in Lille zeigte und dann auch später nur mäßige , weil unqualifizierte Berichterstattung ablieferte , ärgerte so manchen Leichtathletik-Fan.
Da hilft nur eins:
Aufs Fernsehen pfeifen und selber hinfahren!
Unterstützung für diesen “Kurztrip” nach Frankreich fand ich in Maya´s Trainingskollegen Fabian. Freitagabend gestartet , waren wir also rechtzeitig Samstagfrüh gegen 8uhr vor den Stadiontoren in Lille. Die “Morning Session” bei feuchtkühlen 13-14Grad , als Warm Up. Ein bißchen paradox. Sommer ist irgendwie anders!
Dennoch , das besondere Flair einer WM ist zu spüren. Über 2000 Athleten aus 180 Nationen sind hier gemeldet.
“Afternoon Session” ist vornehmlich den finalen Wettkämpfen vorbehalten. Die “Fieberkurve” steigt. Auch aus deutscher Sicht. Mit Desiree Singh ist im Stabhochsprung der weiblichen Jugend die Weltjahresbeste am Start. In einem hochklassigem Wettkampf machte aber die Australierin Parnov bis zur Höhe von 4,10m den souveräneren Eindruck. Erst ein Stabwechsel brachte Desiree auf die Siegerstrasse. Die Deutsche schaffte sogar eine neue Weltjahresbestleistung und überquerte 4,25m. Parnov mußte passen und wir konnten einen WM-Titel für Deutschland feiern.
Doch dann war es endlich soweit:
Mayas Endlauf stand an. Zusammen mit der Britin Georgia Peel als einzige Europäerinnen gegen den Rest der Welt. Vornehmlich gegen die Ausnahmeläuferinnen aus Kenia und Äthiopien. Und diese ließen ein denkwürdiges Rennen folgen. Sämtliche Überlegungen zum Rennverlauf von Maya´s Bundestrainer Adi Zaar und Mutter Carmen wurden hinfällig.
Denn die taktischen Spielereien fielen aus! Es sollte das schnellste 1500m-Rennen werden , das jemals bei einer U18-WM gelaufen wurde.
Die erste Runde in 64Sekunden! Ein Höllenritt! Maya macht das einzig Richtige und geht am Ende des Feldes ihr eigenes Tempo. Trotzdem geht sie bei 800m noch in sehr schnellen 2:14min durch. Jetzt kann sie sogar an der Australierin Laman vorbeiziehen und liegt so auf Kurs unter 4:20min. Doch die letzte Runde wird hart. Laman geht wieder vorbei. Maya wird letztendlich 12. , kann aber dennoch eine neue persönliche Bestzeit für sich verbuchen: 4:23,70min!
Die Siegerzeit der Kenianerin Faith Kipyegon beträgt 4:09,48min. Wie gesagt Meisterschaftsrekord!
In einem tollen WM-Finale dabeigewesen und Bestzeit gelaufen! Maya , diese Leistung und diesen Erfahrungsschatz kann dir keiner mehr nehmen! ![]()
Wir haben Deinen Auftritt im Nationaldress Live und in Farbe jedenfalls mehr als genossen!!
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6.7.2011 von info.
Heute um 10.50uhr war es soweit. Der erste von zwei 1500m-Vorläufen der weiblichen Jugend stand an. Und Maya mitten drin.
Um ins Finale der besten 12 zu kommen mußte man entweder unter die ersten vier eines jeden Laufes kommen oder zu den weiteren vier Zeitschnellsten beider Läufe gehören.
Mayas Lauf begann extrem verhalten. Folgerichtig endete er in einem horrenden Schlußspurt. Maya konnte zwar bis zuletzt Anschluß an die Spitzengruppe halten , kam aber nicht unter die ersten Vier. Mit 17 Hundertstel Rückstand kam sie denkbar knapp als Fünfte hinter der Australierin Anna Laman in 4:25,70min ins Ziel.
Jetzt hieß es den zweiten Vorlauf abwarten und hoffen und bangen! Und obwohl dieser in der Spitze schneller war konnte Maya kurz darauf erleichtert aufatmen. Sie hatte es über die Zeitregel geschafft! ![]()
Maya steht am Samstag im Finale einer U18-WM!
Wir wünschen Dir gut erholte Beine und vor allem einfach viel Spaß!
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5.7.2011 von info.
Bei der DLV Gala in Regensburg am 4.6. starteten Maya und ihr Bruder Stig über 1500m.
Hierbei gelang auf Anhieb ein sensationelle Saisoneinstieg für das Geschwisterpaar. Stieg erzielte mit herausragenden 3:54,44min eine neue Bestleistung und nachdem er schon über die 1000m in Hamburg Bergedorf eine 2:30min gelaufen ist, untermauerte er damit wiedereinmal genauso wie Maya eine ungeheure Leistungsbreite in den unterschiedlichen Distanzen. Maya lief sensationell die Qualifikationsnorm für die U18 WM im französichen Lille. Mit 4:23,91s verbesserte sie sogar ihren eigenen Landesrekord um fast 5 Sekunden. Diese besondere Leistung wurde später mit der Nominierung in das DLV-Aufgebot belohnt. Sie ist nach ihrem Einsatz bei der Cross-EM dieses Jahr bereits zu ihrem 2. Einsatz im Nationaltrikot berufen worden!
Herzlichen Glückwunsch an Maya und ihre Coaches Carmen und Jost!
Hier ein toller Kurzbericht von Maya:
Normalerweise fährt man wohl nicht am Wettkampftag 7 Stunden Auto. Bei uns hat es sich mittlerweile jedoch bewährt, auch wenn man von dem einen oder anderen mit einem „die sind doch verrückt“-Ausdruck im Gesicht angeschaut wird.
So sind wir also Samstag früh um 4 schlaftrunken ins Auto gestiegen, um die Fahrt nach Regensburg in Angriff zu nehmen. Stig und ich konnten uns beide „ausstrecken“ und noch 5 Stunden (mehr oder weniger gut) schlafen. Gegen elf Uhr zahlte sich das frühe Aufstehen aus, denn langsam wurden die Temperaturen im Auto unangenehm. Angekommen in einem netten Stadion mit leichtem Wind hieß es nun warten. Denn der Start war erst gegen 19 Uhr. Erneut legten wir uns hin, diesmal etwas bequemer unter einen Baum in den Schatten. Bis um 15 Uhr haben wir außer essen und schlafen also nichts getan, und dennoch fühlte ich mich so müde und schlapp wie seit langem nicht mehr. Dass das jedoch eins der besten Vorzeichen ist, sollte sich auch heute wieder bestätigen. Langsam stieg die Nervosität, ich machte mir meine Gedanken über meine Erwartungen. So schwankte ich zwischen „bloß nicht zu viel vornehmen“ und „wenn ich nicht an mich glaub dann wird das sowieso nichts“. Ich entschied mich dafür, auf Risiko zu gehen, und auch Carmen meinte: „ 4:25 packst du.“ Ich musste nur noch mich selbst davon überzeugen, was bei 6 Wochen alibi-Training aufgrund einer Knieverletzung gar nicht so leicht war. Richtig ins Training einsteigen konnte ich erst vor 2 Wochen wieder, also bestand keinerlei Garantie, und mit einer Zeit bis 4:35 hätte ich einigermaßen zufrieden sein können. Doch habe ich einen Bruder, Kim, der mir wohl am meisten dabei geholfen hat an eine 4:25 zu glauben. Schließlich läuft er schon lange nach dem Prinzip „Training wird überbewertet“ und erzielt trotzdem Leistungen, die bei seinem Trainingsaufwand keiner erwartet. Auch mein Aufwärmprogramm fiel diesmal etwas kürzer aus, denn hier und da spürte ich eine meiner momentan doch zahlreichen Wehwehchen. So beschäftigte ich mich hauptsächlich mit lockerem Laufen und lies einen Großteil der Koordination weg. Pünktlich 10 Minuten vorm Start verschwanden jedoch auch die letzten Beschwerden, und es konnte losgehen. Ich war vom Start weg zweite, hinter Corinna Harrer, welche sich nach ihrem Sieg über 800m bereit erklärt hatte, die ersten 1000m Tempo zu machen. Ihre Zielzeit: 4:24. Für mich also perfekt. Allerdings hatte ich, da ich mit der 14. schnellsten Zeit gemeldet war, nicht damit gerechnet so weit vorne zu laufen. Nachdem aber keiner anstalten machte zu überholen, entschied ich mich wieder fürs Risiko: Einfach dran bleiben bis es nicht mehr geht, mit Glück sind dann 1500m rum. Und so lief es. Als Corinna nach 1000m sehr guter Führungsarbeit ausstieg war ich zunächst etwas erstaunt vorne zu laufen, und außerdem erstaunt, dass die Zwischenzeit noch stimmte. In diesem kurzen Moment zogen auch schon 3 Läuferinnen an mir vorbei. Die letzte Runde war angebrochen, wenn wir das Tempo jetzt hielten wäre die WM-Quali geschafft. Die letzte Runde lief nun nicht mehr ganz optimal. Beim Versuch in der Kurve zu überholen, verschenkte ich unnötig Kraft. Auf den letzten 200m passierte dann im Ansatz, was viele schon viel früher erwartet hatten. Es ging nicht schneller, ich kam auch auf den letzten 50m nicht mehr in diesen typischen Schlussspurt rein. Aber wer hätte gedacht, dass das die einzige Auswirkung von 6 Wochen Trainingspause sein würde? Für mich lief das Rennen also perfekt: Quali gelaufen und gleichzeitig noch was gelernt. Als die Zeit für mich bei 4:23,91 stehen blieb fiel ein seit mitte April andauernder Zweifel von mir. Denn seit einem Fahrradsturz war mein Knie angeschlagen, ein vernünftiger Trainingsaufbau also nicht möglich. Dass die Quali jetzt bei meinem ersten Wettkampf auf der Bahn fällt, hätte ich mir selbst vor der Verletzungspause kaum träumen lassen. Zumal mein Training ja eigentlich auf 3000m ausgelegt war…
Maya
Danke Maya!
Und wir Trainer müssen wohl genauso feststellen, dass eben nicht alles planbar oder vorhersagbar ist.
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