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28.2.2012 von info.
Nicht, dass ich in den Kasseler Bergen dachte “das kommt mir hier irgendwie bekannt vor…”, aber nach letzter Woche ging es schon wieder in den Süden. Austragungstätte der DM Männer und Frauen war wie vor 2 Jahren die Europahalle in Karlsruhe. Das Hotel war auch das gleiche, praktisch gleich um die Ecke.
Da wir mangels verfügbarem Auto gezwungen waren uns ein geeignetes Vehicel zu mieten, schaute ich mich bei den hiesigen Autovermietern um und wurde bald fündig. Da wir auch noch den Kugelstoßer Yannik Schaly mit nach unten genommen haben, durfte es nun auch nicht gerade ein Lupo sein, weil dann Isabell zwangsläufig 7 Stunden auf seinem Schoß hätte sitzen müssen.
Der gewünschte Mittelklassewagen war nicht da und so bot man uns ohne Aufpreis einen 5er BMW der neuesten Generation an. Was für ein Luxus!!! Mein B-Corsa aus den 90er Jahren ist sicher auch nicht schlecht
, aber das war ein Genuss !
Als Kurzfassung bleibt allen Interessierten resümiert, dass dieses Auto unfassbar ist und das Reisen so angenhem war wie es nur Firstclass möglich ist.
Am Freitag Abend dann holten wir unsere Startunterlagen ab und ließen den Abend gesellig mit den Kronshagenern beim Italiener um die Ecke ausklingen.
Am Samstag dann die große Frage: Muss Isabell laufen oder nicht?
Für gewöhnlich werden Vorläufe schon mal abgesagt, wenn nur 13 oder 14 abgegebene Stellplatzkarten vorliegen. Normalerweise qualifizieren sich 12 Athleten für einen Endlauf der 1500m Rennen. Vergangenes Jahr ließ man in der Herrenkonkurrenz auch 14 Läufer starten. Hier entschied man sich dagegen, obwohl im Vorfelde bekannt war, dass eine Athletin sowieso austeigen würde, da sie wie einige andere auch für die 3000m gemeldet war und nicht beides laufen wollte.
So kam es dann, dass im 1. Vorlauf die besagte Athletin ausstieg und somit logischerweise alle verbliebenen Athletinnen inklusive des 2. Vorlaufs automatisch qualifiziert waren. Das war natürlich auch den Läuferinnen bekannt und so mühte man sich eher damit es nicht allzu lahm und trödelig aussehen zu lassen, damit die teilweise ahnungslosen Zuschauer sich nicht veräppelt fühlten. Jede der Athletinnen entschied sich für den Finaltag zu schonen. Lediglich Gesa entschied sich in Isabells Lauf 3 1/2 Runden Renntempo anzuschlagen, da sie eine ordentliche Vorbelastung gesucht hatte. Diese Einstellung bewirkte euphorischen Jubel und fand allgemein sehr guten Anklang bei dem Publikum. Danach ließ aber auch sie von ihrem Tempo ab und trudelte die letzten Runden ins Ziel.
Der Sonntag sollte dann die Entscheidungen bringen. Pascal machte den Anfang mit seinem 200m Vorlauf!
Tja, das was ich da sehen musste war nicht recht das was man sich als Trainer wünscht. Die verantwortlichen Kampfrichter haben sich gegen die Athleten und gegen die Fairness und gegen gute Leistungen entschieden und unüblicher Weise die Bahn 1 besetzt. Solch eine hat Pascal zugeteilt bekommen und im Grunde genommen braucht man diesen Lauf auch gar nicht mehr antreten. Für die 400m ist es in der Halle schon nicht sehr schön und ziemlich aussichtslos innen zu starten, aber für 200m Sprinter einfach nur unfair. Das machen wir ja auch nichtmal bei Landesmeisterschaften!
Gegenüber der Bahn 3 oder 4 verliert man bei den hohen Geschwindigkeiten und dem zu engen Radius in der Regel 5 bis 6 Zehntel. Mit der gelaufenen Zeit wirkt es dann so, als hätte man einen totalen Blackout oder einen raabenschwarzen Tag gehabt.
Pustekuchen! Pascal war super drauf und hat ein klasse Rennen gezeigt. Das dürften um die 21,70s-21,75s gewesen sein, aber das steht halt nicht auf der Uhr… Naja, wie gesagt, den Athleten tut man damit keinen gefallen!
Isabell kam rund eine dreiviertel Stunde später in die Halle. Sie hatte schließlich noch ein Hühnchen mit sich selber zu rupfen, denn es war schon ein wenig verkorkst was da bislang in der Halle so lief!
Der erste 800m Start war durch emotionalen Stress verloren. Der 1500m Lauf die Woche drauf mit sehr unglücklicher Renneinteilung nicht ausgereizt. Dann der Unfall mit dem eigenen PKW und kein weiterer Start und bei der DM in Sindelfingen mit zuviel Respekt vor der Konkurrenz, Angst und zu wenig Glauben an sich. Bislang war alles nicht recht passend, denn die Trainingsleistungen sahen vielversprechender aus. Mental gibt es viel zu trainieren!
Alles in allem ausreichend Gründe nocheinmal alles vergessen zu machen und zu alter Stärke zurück zu finden.
Wir hatten uns gemeinsam vorgenommen nicht zu gucken was die anderen machen. Zwar sollte sie wachsam sein für den Rennverlauf und Chancen nutzen, aber generell ging es darum das eigene Rennen diesesmal nicht in Trance zu laufen sondern hellwach zu sein.
Mit Maren Kock, Corinna Harrer und Gesa-Felicitas Krause war das Feld hochkarätig besetzt und sie konnte sich ganz auf sich konzentrieren.
Die drei Favoritinnen machten sich gleich nach dem Startschuss auf und davon und peilten Zeiten jenseits von Isas Leistungsvermögen an. Das war uns klar. Aber gemeinsam mit ein paar anderen konnte Isa etwas weiter hinten die Anschlussgruppe bilden und alles lief nach Plan. Das Renntempo war optimal auf sie zugeschnitten und alles passte hervorragend. Bis 1400m lief sie auch mit hoher Frequenz und hohem Tempo, da sie den Endspurt aber etwas zu früh angezogen hatte blieben die Beine auf den letzten 100m immer länger am Boden und sie musste nochmal alles geben, um das Ziel zu erreichen. Kurz vor dem Ziel wurde sie noch abgefangen und freute sich dennoch über ihre neue persönliche Bestzeit. Diesesmal kullerten Freudentränen aus ihren Augen, denn ihr ist schon ein Stein vom Herzen gefallen, dass sie sehen konnte, dass es eben doch schneller geht, als sie bislang gezeigt hat.
Mit soviel guter Laune ist Isa in den letzten Wochen selten nach einem Wettkampf nach Hause gefahren und sie kann sich zurecht über ihr Abschneiden freuen.
Besonders freut sie sich jetzt auf die DM Cross, die sie erstmals laufen wird und dass sie dort mit Rieka und Maya zusammen eine Mannschaft bilden kann, die, wenn alle gesund und fit sind sehr wahrscheinlich vorne mitmischen wird.
Und? Ja, so ist es, es geht wieder durch die Kasseler Berge :-(…, aber dafür ins urige Thüringen nach Ohrdruf! Eine Traumgegend wie man mir versicherte. Ich freue mich schon!
Diese Woche gibt es aber erstmal ein weiteres Highlight dieser Hallensaison. Maya wird beim Länderkampf mit Catarina Granz die nationalen Farben hochhalten und die Rönnauer insgeheim natürlich auch
!
Ich wünsche ein tolles, spannendes Rennen und auch einen optimalen Rennverlauf, der eine weitere Bestleistung ermöglicht!
Und Lasse, ja der kriegt einen ganz eigenen Aufmacher, denn das war der absolute Wahnsinn am letzten Wochenende!
Ralph und Bo werden die Tage ordentlich was in die Tasten hauen!
Glückwunsch an alle!
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21.2.2012 von info.
Sindelfingen und die Deutschen Meisterschaften, das ist eine altbekannte und bewehrte Kombination. Der Glaspalast in der reichsten Stuttgarter Region ist über die Jahrzehnte vielfacher Austragungsort der nationalen Titelkämpfe der Jugend und Erwachsenen gewesen und auch dieses Jahr ludt er wieder zum Kampf der Besten ein. Irgendwann musste es ja mal wieder durch die ganze Republik gehen und diese Reise sollte sich lohnen.
Vor knapp 20 Jahren durfte ich hier schon den Meisterschaften beiwohnen und musste feststellen, dass so einiges noch ganz genauso ist wie damals! Nur die Athleten aus jener Zeit haben die aktive Leichtathletik vermutlich schon lange hinter sich gelasssen.
Aus Rönnauer Sicht sah im Vorfeld alles sehr vielversprechend aus, aus Schleswig-Holsteiner Sicht umso mehr. Irgendwie ist die Luft hier oben zwischen den Küsten wohl erfrischender und belebender oder das Essen ist besser, vielleicht sind unsere Athleten auch einfach nur deshalb so berauschend gut, weil Schleswig-Holstein halt oben ist. Es ist schon wirklich bemerkenswert, was sich hier im Norden im Laufbereich entwickelt und es zeigt, dass viele Trainer verstehen wie es auch ohne große Vereine und viel Geld und Infrastruktur geht.
Unser starkes Trio bestand in diesem Jahr aus Hendrik Bostelmann-Arp, der sich in Mitten der beiden Laufasse Maya und Isabell sichtlich auf seinen Einsatz freute und am Anreisetag sehr entspannt und voller Vorfreude war.
Die Mädels machten am Samstag mit ihren Vorläufen den Anfang und mussten sich über 1500m ihre Finalteilnahme erst kontrolliert erlaufen. Isabell war gleich im ersten der drei Vorläufe und ließ es zunächst locker angehen. Zu bummelig durfte es bei keinem der Favoriten werden, denn nur die erste aus jedem Vorlauf und die 9 Zeitschnellsten sollten sich qualifizieren. Isa ließ hintenraus nichts anbrennen und gewann ihren Lauf. Maya tat ihr es im folgenden Rennen gleich und lief gleichzeitig die schnellste Vorlaufzeit. Auch Johanna Schulz legte eine souveräne Vorlaufleistung hin nachdem dies zunächst das langsamste Rennen war. Im Endspurt sicherte sie ihren Sieg im direkten Duell mit Hanna Klein, die sich in diesem Jahr als Spurtstarke 800m Spezialisten auch über 1500m probieren wollte. Ziel erreicht! Alle Schleswig-Holsteiner waren im Finale!
Hendriks Einsatz kam immer Näher und nun konnte man auch ihm die Nervosität ein wenig ansehen. Er war mit seiner gemeldetet Zeit natürlich kein Favorit für das Finale, aber eine Chance gibt es bei Meisterschaften immer. Diese wollte er sicherlich nutzen, vielmehr aber auch seine Leistung aus Hamburg bestätigen oder sogar noch ne Schippe drauf legen. Das Rennen selbst machte er anfangs gut und blieb seinem Leistungsvermögen treu. Als sich die Spitzengruppe dann später löste gab es eine Gelegenheit seinen Vordermann zu überholen. Hendrik entschied sich zu warten und erst später zum Endspurt anzusetzen. Die Gruppe löste sich schnell und als Hendrik antrat war der Abstand bereits zu groß und es gelang ihm nicht mehr Anschluss zu finden. 4:12,29min standen zuletzt für ihn zu Buche und er konnte zufrieden sein. Die Zeit aus Hamburg war fast bestätigt und mit ein bisschen mehr Mut und einem früheren Antritt wären sicherlich noch 3s drin gewesen. Über den Cross wird es dann in den Sommer gehen und da stehen bereits die nächsten Highlights für ihn an. Hier wird er mit diesen wertvollen Erfahrungen weitere Topleistungen bringen.
Im Endlauf der weiblichen Jugend sollte es dann am Sonntag der erwartete heiße Tanz werden. Irgendwie waren alle Favorit, denn neben Isa und Maya waren Hanna Klein, Caterina Granz und natürlich Johanna Kandidatinnen für den Titel. Der Rennverlauf würde ganz entscheidend dafür sein, wer seine Qualitäten oder Stärken am Besten auspielen konnte. Nach dem Startschuß sahen wir auf den ersten Runden ein zaghaftes abtasten, jeder in Lauerstellung, beobachtend was der andere tut und stets auf der Hut keine unnötigen Energien zu vergeuden. Alles sah nach einem Rennverlauf aus, der erst zuletzt zeigen würde wer seine Beine in die Hand nehmen wird und die meisten Körner hat. Zunächst erledigten andere die Führungsarbeit, bis die genannten 5 Athletinnen sich langsam nach vorne schoben und für mehr Tempo sorgten. Maya war es schließlich, die kurz vor der dritten Rennhälfte das erste mal das Tempo deutlich verschärfte. Isa ließ abreißen und schloß gleichmäßig mit allen anderen im Pulk wieder auf nachdem Maya wieder drastisch das Tempo reduzierte. Isa wollte ihren Lauf möglichst gleichmäßig gestalten und hat hintenraus auf genügend Luft für einen Endspurt gehofft. Dem finalen Schlussspurt von Maya, die etwa 250m vor dem Ziel ihrem Glück entgegenrannte konnte nur noch Johanna folgen. Caterina Granz und Isa starteten verzögert und verloren den Anschluss. Johanna konnte sich bereits eine Runde vor dem Ziel in Führung setzen und spielte ihre ganz große Stärke voll aus. Maya hielt sehr gut mit und erreichte dicht hinter ihr zufrieden den Silberrang. Isa hätte beinahe den Dreifacherfolg der Schleswig-Holsteiner perfekt machen können, aber leider war ihr auch Caterina entwischt. Natürlich war sie darüber traurig, denn sie hatte sich mehr erhofft, aber wenn man mit ein wenig Abstand einmal genauer betrachtet was wir dort unten erreicht haben, dann muss man sich einfach wieder freuen. Maya hat wieder einmal ihre Klasse gezeigt und dass ihr Kampfgeist und ihre Einstellung sie beflügelt. Zur rechten Zeit war sie in Topform und wird sicherlich auch nach der Länderkampfnominierung nochmal zusätzlich motiviert für einen weiteren internationalen Einsatz sein! Die Cross DM im Anschluss könnten dann, wenn alles glatt läuft ein krönender Abschluss einer bärenstarken Wintersaison werden.
Isa ruht sich in dieser Woche aus und wird bei den DM in Karlsruhe nocheinmal alles zeigen was in ihr steckt, denn sie hat deutlich mehr drauf, als sie bislang zeigen konnte.
Insgesamt haben wir hervorragende Leistungen gesehen und freuen uns auf mehr.
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17.2.2012 von info.
Bei den Mehrkampflandesmeisterschaften in Hamburg konnte man speziell im 7-Kampf der U16 Athleten einen bemerkenswerten Zweikampf miterleben.
Die Protagonisten: Lennard Biere ( MTV Heide) und Lasse Prüß.
Die Favoritenrolle lag eindeutig bei Lennard. Aber Lasse hatte sich offensichtlich was vorgenommen und machte es wider erwartend spannend.
Mit leicht verpatztem Sart über die 60m (7,74s) ging es in den ersten Tag. Im anschließenden Weitsprung traf er endlich mal das Brett und prompt segelte er auf die Tagesbestweite der Konkurrenz von 6,30m. Im Kugelstoßen kam aber dann doch der erste Wermutstropfen. Statt erhoffter 13m kamen “nur” 11,84m zustande. Lennard spielte dagegen seine Stärke aus und stieß mit 15,87m ein ordentliches Punktepolster heraus. Im Hochsprung kam dann Lasses Konter! Er machte seine dritte Bestleistung perfekt und sprang viel beachtete 1,88m! Respekt Lasse!
Und dennoch hatte Lennard nach dem ersten Tag einen Vorsprung von ungefähr 80 Punkten.
Der zweite Tag: und Lasses Jagd auf Bestleistungen gingen weiter.
60m Hürden standen als erstes an. Mit 9,06s sogar eine deutliche Steigerung zum letzten Rennen. ![]()
Und Lennard (8,78s) blieb er auf Tuchfühlung. Mit dem Stabhochsprung stand nun die technisch schwierigste Disziplin an. Dennoch vermag Lasse konstant Höhen jenseits der 3m zu springen. 3,20m sind es diesmal gewesen und damit lag er voll im Soll. Lennard konnte aber auch hier sein Punktepolster erneut ausbauen und stand vor dem abschließendem 1000m-Lauf mit einem umgerechneten Zeitvorsprung von ca. 35 Sekunden eigentlich schon als Sieger fest.
Aber kampflos aufgeben ist Lasses Sache nicht! Mit einem tollen “1000m-Sprint” in 2:55,3min stellte er Lennard noch einmal eine Abschlußaufgabe. 20 Sekunden später kam aber Lennard als neuer Landesmeister mit 4197 Punkten und neuem Landesrekord ins Ziel. Mit lediglich 43 Punkte weniger (und damit ebenfalls über der alten Bestmarke) ist Lasses Punktekonto aber durchweg positiv zu bewerten. Klasse Lasse! ![]()
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15.2.2012 von info.
Mit einem kleinem aber hochkarätigem Team präsentierten sich unsere Schützlinge von ihrer neongelbsten Seite bei den diesjährigen NDM in Hamburg.
Anna-Sophie hat an diesem Wochenende einmal mehr bewiesen, dass ihre sportliche Entwicklung begeistert! In keinem ihrer Hallenrennen wurde sie in diesem Jahr bezwungen. Bei der NDM über 200m kam sie leider
nur auf Platz 2, da man ihr den verdienten Finallauf mit Konkurrenz durch einen Setzfehler vorenthielt. Somit gab es im 13. Rennen wieder nur sie und die Uhr. Das ist schade. Mit 24,74s steht aber dennoch eine grandiose Bestleistung für sie zu Buche.
Über 400m, ihrer Hausstrecke, war sie hingegen nicht zu bezwingen. In ihrer Altersklasse markiert sie Platz eins in der Deutschen Bestenliste und bleibt bei dieser Tatsache ebenso gelassen wie bei der herausragenden Zeit von 56,00s, die einen neuen Landesrekord bedeuteten. Anna wird nicht euphorisch bei Erfolgen, ist aber keineswegs gleichgültig oder uninteressiert. Sie liebt den Sport und sie gibt alles, aber sie macht kein Tagesgeschäft daraus. Sie möchte gewinnen. Das genügt. Es macht sehr viel Freude Anna zu begleiten und ihr dabei zuzuschauen wie sie ihren Weg geht… unaufgeregt aber konsequent und besonders effizient. 3-4 Einheiten in der Woche scheinen zu genügen, um dem Körper mit Training und Erholung auf solch rasante Entwicklung einzustimmen. Das wollen wir uns erhalten. Ich freue mich auf die kommenden Monate.
Pascal kam an diesem Wochenende nicht auf sein gewohnt starkes Level. Der Vorlauf und Endlauf über 200m sollten einfach nicht gelingen. Nach eigenem Empfinden hat er sich nicht getroffen. Solche Tage gibt es, man gibt alles und irgendwie passt nichts richtig zusammen. Mit Platz 3 hinter den beiden Magdeburgern musste er sich vorerst zufrieden geben. Jetzt gilt es nur noch die Beine aufzufrischen und bei den DM in Karlsruhe wieder topfit an den Start zu gehen.
Isabell hatte am Samstag über 1500m noch etwas Schwierigkeiten mit dem Rennverlauf. Das Tempowechselspiel mit Johanna lief ungünstig für ihre letzten Runden und somit durfte sie mit 4:33,51min und Rang 2 zunächst zufrieden sein. Auf die 800m am Sonntag musste sie leider verzichten. Kenneth hat an diesem Wochenende konstant gute Leistungen gezeigt, konnte aber aufgrund von Krankheiten und Trainingsausfällen nicht mit den erhofften Leistungssprüngen aufwarten. Der Sommer wird ihm besser gefallen!
Stig war leider auch vom Pech verfolgt. Er bekam über 1500m den schlechteren Lauf zugeteilt und machte genauso wie Anna die Zeit mit sich selbst aus. Es ist schon schade, wenn man so um seine Zeit gebracht wird, denn alleine vorneweg gelaufen ist so ein Wettkampf nichts anderes, als ein besserer Trainingslauf. Mit 3:57,07min und Platz 6 trennten ihn nur etwas mehr als 3sec von Rang 1, was sicherlich im Bereich des möglichen lag.
Nur allzu logisch kann man im direkten Vergleich zusätzliche Kräfte mobilisieren und vom Tempowechselspiel profitieren. Enttäuscht darüber war er sich am Abend gar nicht sicher, ob er überhaupt am nächsten Tag die 800m laufen wird. Am Sonntag entschied er sich dann für seine Schlittschuhe und powerte sich auf dem Eis aus. Irgendwann kam es ihm dann in den Sinn doch noch nach Hamburg zu fahren und 4 Runden zu laufen
!
Die 1:58,38min seien ihm nach der Knochenarbeit auf dem Eis verziehen. Die Zeit steht ebensowenig für sein derzeitiges Leistungsvermögen wie bei den 1500m. So kann es nicht anders sein, als dass sich seine ganze geballte Kraft am 10.3. in Ohrdruf entlädt und er versuchen wird seinen Deutschen Cross-Titel zu verteidigen. Hoffen wir das Beste!
Jan-Eric hat nach seinem tollen 1500m Lauf bei der LM die 3000m im Vesier gehabt. Mit 9:17min war er sicher nicht ganz zufrieden, aber nach so langer Pause ist die Hallensaison sicherlich nur Durchgangsstation und eine erste Standortbestimmung für den Sommer. Rieka startete nach ihrem Ausflug auf die 1500m wieder über 800m und kam mit 2:34,94min nicht auf die langersehnte Bestzeit. Mit Geduld und Beharrlichkeit wird es im Sommer klappen. Es kann gar nicht anders sein
!
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1.2.2012 von info.
Liebe Leichtathleten!
Alles ist mal wieder neu, nicht nur das Jahr und die guten Vorsätze sondern auch die Ziele unserer Athleten. Dieses Jahr überschlägt sich förmlich an Höhepunkten, wie es die Mayas nicht besser hätten voraussagen können!
Neben den ‘handelsüblichen’ Deutschen Meisterschaften in der Halle, im Cross und in der Freiluftsaison schmiegen sich Länderkämpfe, Ausscheidungsrennen, Meetings und internationale Wettkämpfe so geschmeidig um unsere Athleten, dass wir gespannt sein können, ob wir dieses Jahr unsere Talente zu den U20 Weltmeisterschaften nach Barcelona, den Europameisterschaften in Helsinki oder sogar zu den Olympischen Spielen nach London schicken dürfen! Jeder weiß, dass das kein Spaziergang ist, aber es gibt reelle Chancen für einige unserer Topathleten dabei zu sein. Schauen wir mal was der Frühling bringt.
Was die Halle bringt konnte man schon freudig an den vergangenen beiden Wochenenden begutachten. Die Landesmeisterschaften, natürlich auch neu und frisch umbenannt in U20 U18 und U16, verliefen ganz im Sinne unserer neongelben Trikots.
Allen voran preschte Anna-Sophie an zwei Wochenenden zu 6 Landesmeistertiteln und war über alle Sprintdistanzen bei den U18 und U20 nicht zu bezwingen. Da sie uns nicht bei den Deutschen Meisterschaften in Sindelfingen beglücken kann, stehen am folgenden Wochenende bei den Norddeutschen Meisterschaften ihre letzten zwei Rennen der Hallensaison an. Über 400m wird sie nochmal versuchen alles zu geben, um den Landesrekord zu knacken, den sie bei ihrem letzten Start nur um 9 Hundertstel verpasst hat. Wenn nicht, auch nicht schlimm…
Maya hat nach hartem Trainingslager in Portugal ordentlich Erschöpfung mit in die Hallensaison genommen und wirkte noch nicht wieder frisch in ihren Schritten. Dennoch erzielte sie beachtliche Leistungen, die nach entsprechender Erholung mit Sicherheit deutlich besser ausfallen. Neben den DM in Sindelfingen stehen auch die DM Cross wieder ganz fest auf ihrem Zettel, wo sie schon zum zweiten Mal ihren Titel verteidigen darf! Für Maya aber ist das große Ziel 2012 die Teilnahme an der U20 WM in Barcelona. Der Winter ist Durchgangsstation und ein erster Formcheck. Ganz nebenbei lief sie dann letztes Wochenende im Alleingang zu einem neuen Landesrekord über die 3000m! Folgerichtig lässt sie nun die NDM am Wochenende aus um nocheinmal zu regenerieren, Kraft zu tanken und frisch und erholt zu den DM nach Sindelfingen zu reisen. Begleiten wird sie dabei zum einen ihr Teamkamerad Hendrik, der in einem perfekt getimeten Rennen die Quali über 1500m erzielen konnte, da sein Bruder Jan-Eric hervorragende Tempoarbeit abgeliefert hat. Isabell komplettiert unser Erfolgstrio und wird ebenfalls über 1500m starten. Sie hatte auch eine harte Vorbereitung und ist mit entsprechender Ermüdung vergangenes Wochenende in die Hallensaison eingestiegen. Nach verpatztem Tempo kam leider nicht die erwünschte Zielzeit heraus, was aber dieses Wochenende korrigiert wird. Mit einem Doppelstart über 800m und 1500m wird sie ihre Abschlussbelastung vor den DM in Sindelfingen angehen, da sie auch bei der DM der Frauen in Karlsruhe an den Start gehen wird. Für sie ist ebenso wie für Maya Barcelona das große Ziel für den Sommer. Beide befinden sich auf einem sehr guten Weg. Drücken wir die Daumen!
Pascal erzielte über 60m eine neue Bestzeit und qualifizierte sich für die DM in Karlsruhe über 200m. Ein wichtiger Zwischenschritt für ihn, dass seine Sprintfähigkeit weiter verbessert wird, damit er über 400m wieder konkurrenzfähig wird. Er hat noch einen langen Weg vor sich und der ist mit einer gleichzeitigen Ausbildung sicherlich nicht einfach, aber möglich! Die Chancen für eine Teilnahme an der EM und den OS sind da. Eine Staffelteilnahme sehr gut möglich. Die nächsten Wochen werden zeigen, was er noch über 200m zulegen kann, denn mit 21,78s ist er nur noch 17 Hundertstel von seinem eigenen Landesrekord entfernt.
Arians Krafttraining trägt langsam Früchte. Trotz geringem Techniktraining konnte er das Kugelstoßen der U18 mit ansprechender Weite gewinnen.
Ebenfalls noch der U18-Klasse angehörend sprintete Kenneth zwar wieder vorne mit , konnte aber nicht ganz an die letzte “Sommerform” anknüpfen. 100%ige Gesundheit , aber auch mentale Stärke sind eben immer gefordert um Topleistungen abrufen zu können. ![]()
Obwohl äußerst nervös am Start und auch nach etwas zu verhaltener ersten Rennhälfte, erreichte Rieka ihre beste Platzierung über die 400m.
Stig muß sich nun dauerhaft der Männerklasse stellen. In seinem 3000m Rennen konnte er lange Pacemaker Steffen Uliczka und dem so gezogenen Falko Vehling folgen , mußte dann aber dann doch abreißen lassen und die letzten 1000m alleine das Tempo hochhalten. Dennoch sind 8:30,50min dann durchaus zufriedenstellend. ![]()
Wortwörtliche “Leistungssprünge” vollzieht derzeit Lasse. Als A-Schüler sicherte er sich die Landesmeistertitel im Weitsprung (6,00m) und Hochsprung (1,80m). Aber auch seine Leistung mit dem Stab (3,30m) , im Sprint über die Hürden und starke 38,97s über 300m deuten auf ein tolles Mehrkampfniveau. Beim Hochsprungwettkampf der U18 durfte er dann mal die “Handbremse” lösen und kratzte gar an den 1,90m. Letztendlich übersprungene 1,87m bedeuten dennoch ein nationales Spitzenergebnis seiner Altersklasse.
Da paßt dann auch die erlösende Nachricht von den nun doch stattfindenden DM U16 im Mehrkampf in der Freiluftsaison.
Der Sommer kann kommen! ![]()
Etwas im schatten dieser Leistungen haben dieses Jahr einige Youngster ihre ersten Landesmeisterschaften im Hamburger Glaspalast erlebt und auch für mehrere Lichtblicke gesorgt.
Allen voran Tim. Er erreichte in seinem zweiten Kugelstoßwettkampf die Vizelandesmeisterschaft. Respekt. ![]()
Aber auch Jan , Jonas , Philipp und Johannes erreichten in ungewohnter und aufregender Athmosphäre , Platzierungen unter den ersten Acht. Macht weiter so!
Geschrieben in Ralph, Sören, Allgemein | Keine Kommentare »