Live-Erlebnis Lille!

Daß Eurosport entgegen ersten Ankündigungen erst keine Bilder von der U18 WM in Lille zeigte und dann auch später nur mäßige , weil unqualifizierte Berichterstattung ablieferte , ärgerte so manchen Leichtathletik-Fan.

Da hilft nur eins:
Aufs Fernsehen pfeifen und selber hinfahren! :-)

Unterstützung für diesen “Kurztrip” nach Frankreich fand ich in Maya´s Trainingskollegen Fabian. Freitagabend gestartet , waren wir also rechtzeitig Samstagfrüh gegen 8uhr vor den Stadiontoren in Lille. Die “Morning Session” bei feuchtkühlen 13-14Grad , als Warm Up. Ein bißchen paradox. Sommer ist irgendwie anders!
Dennoch , das besondere Flair einer WM ist zu spüren. Über 2000 Athleten aus 180 Nationen sind hier gemeldet.
“Afternoon Session” ist vornehmlich den finalen Wettkämpfen vorbehalten. Die “Fieberkurve” steigt. Auch aus deutscher Sicht. Mit Desiree Singh ist im Stabhochsprung der weiblichen Jugend die Weltjahresbeste am Start. In einem hochklassigem Wettkampf machte aber die Australierin Parnov bis zur Höhe von 4,10m den souveräneren Eindruck. Erst ein Stabwechsel brachte Desiree auf die Siegerstrasse. Die Deutsche schaffte sogar eine neue Weltjahresbestleistung und überquerte 4,25m. Parnov mußte passen und wir konnten einen WM-Titel für Deutschland feiern. :-)

Doch dann war es endlich soweit:

Mayas Endlauf stand an. Zusammen mit der Britin Georgia Peel als einzige Europäerinnen gegen den Rest der Welt. Vornehmlich gegen die Ausnahmeläuferinnen aus Kenia und Äthiopien. Und diese ließen ein denkwürdiges Rennen folgen. Sämtliche Überlegungen zum Rennverlauf von Maya´s Bundestrainer Adi Zaar und Mutter Carmen wurden hinfällig.
Denn die taktischen Spielereien fielen aus! Es sollte das schnellste 1500m-Rennen werden , das jemals bei einer U18-WM gelaufen wurde.
Die erste Runde in 64Sekunden! Ein Höllenritt! Maya macht das einzig Richtige und geht am Ende des Feldes ihr eigenes Tempo. Trotzdem geht sie bei 800m noch in sehr schnellen 2:14min durch. Jetzt kann sie sogar an der Australierin Laman vorbeiziehen und liegt so auf Kurs unter 4:20min. Doch die letzte Runde wird hart. Laman geht wieder vorbei. Maya wird letztendlich 12. , kann aber dennoch eine neue persönliche Bestzeit für sich verbuchen: 4:23,70min!
Die Siegerzeit der Kenianerin Faith Kipyegon beträgt 4:09,48min. Wie gesagt Meisterschaftsrekord!

In einem tollen WM-Finale dabeigewesen und Bestzeit gelaufen! Maya , diese Leistung und diesen Erfahrungsschatz kann dir keiner mehr nehmen! :-)
Wir haben Deinen Auftritt im Nationaldress Live und in Farbe jedenfalls mehr als genossen!!

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