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27.1.2011 von info.
Immer wieder kommen Trainer auf uns zu und fragen wo wir die Talente herhaben oder ob bei uns irgendeine unterirdische magnetische Strahlung praktisch im Schlaf unsere Athleten meisterlich werden lässt.
Ich kann alle beruhigen. Es gibt in Rönnau, Segeberg und Umgebung keinerlei Atomkraftwerke noch irgendwelche geologischen Aktivitäten.
Die sind einfach so. Schnell!
Auch das vergangene Wochenende war aus Trainersicht wieder ein einziger Leckerbissen und Augenschmaus.
Jan-Erik Fischer ist ein altgedienter und immer noch hochmotivierter Athlet. Seit letzter Sommersaison wird neben seinem Jurastudium, dass, ganz offensichtlich im Gegensatz zu ihm, in den letzten Zügen liegt, immer häufiger trainiert und munter Muskulatur zum Sprinten aufgebaut. Ganz nebenbei erzielt er dann bei seinen ersten Hallenlandesmeisterschaften seit vielen, vielen Jahren den dritten Platz hinter Stefan Schwab und Kai Ingwersen über 60m. 7,09s im Vorlauf sind dann nur noch wenige Hundertsel hinter seiner früheren Bestzeit. Respekt. Sonntag legte er über 200m noch einmal nach. Allerdings konnte er seinen phantastischen Finallauf nicht mit einer verdient überragenden Zeit beschließen, da er etwa 25m vor dem Ziel eine Muskelverhärtung bekam und austrudeln ließ. Trotzdem standen dafür noch 22,86s und Platz 4!
Kenneth ersprintete sich über 60m das Finale der Jugend B und freute sich noch während des Laufes so sehr über sein Abschneiden, dass er dies noch vor der Ziellinie kund tat. “F…” war seine Meinung, denn er war überhaupt nicht zufrieden. 7. Platz schien seiner Ansicht nach nicht genug. Er hatte gar nicht gemerkt, dass er dabei eine neue persönliche Bestzeit in 7,44s aufgestellt hat.
Nicht gleich nach den Sternen greifen
! Das Ziel unter 7,50s zu laufen ist mehrfach erfüllt! Die 200m waren im Finale dann ein Lauf zu viel. Nach starkem Vorlauf war die Luft ein wenig raus und mit 24,11s brachte der 5. Platz nicht ganz das erwünschte Ergebnis. Alles gut!
Anna-Sophie durfte jetzt endlich meine und ihre Neugierde befriedigen, was denn das Training letztendlich über den Winter so gebracht hat. Ich habe in den letzten Wochen und Monaten schon feststellen dürfen, dass ich ihr etwas sage und sie setzt es prompt um. Umwege und Verständnisschwierigkeiten gehören nicht in Anna’s Repertoire. Spielerisch befolgt sie Hinweise, Tipps oder Rennempfehlungen. Ich hatte mir einen idealen 400m Lauf vorgestellt, ihn erklärt und… - umgesetzt? 100%.
57,17s und knapp 4,7s vor der Zweitplazierten. Dazu viel mir neben der Bewunderung und Gratulation nur noch ein, dass sie die Norm für die Hallen-DM der Jugend um über 1,4s unterboten hatte. Bam!!!!
Maya und Isa machten es über 1500m äußerst spannend. Diesmal drehten die beiden Akteure den Spies um. Ich war mir unsicher was Isa bei ihrem ersten 1500m Lauf in der Halle so drauf hat und nach Maya’s 800m Zeit befürchtete ich ein wenig, dass Isa dem Tempo hintenraus zu dieser Zeit eventuell noch nicht standhalten könnte. Diesesmal setzte sich Maya als Tempomacher ein und bestimmte fast 6 Runden lang die Laufgeschwindigkeit. Nach anfänglicher Skepsis überzeugte Isa aber, dass ich mich traute reinzurufen, dass sie auch vorgehen kann, wenn sie noch Luft hat. Etwa 330m vor dem Ziel ging Isa dann vorbei und half Maya, die durch ihre Führungsarbeit schon einiges an Kräften lassen musste. Maya hängte sich rein und dicht hintereinander liefen sie bis zum Ziel. Maya setzte noch einmal zu ihrem Endpurt an, verfehlte den Sieg diesesmal aber knapp um 4 Zehntel. 4:31,29min standen für Isa und 4:31,72min für Maya. Die beiden haben derzeit ein sehr ausgeglichenes Niveau und können guter Dinge sein bei den Deutschen Meisterschaften in Leverkusen vorne mitzumischen.
Maya erzielte bei diesem Lauf bei den Frauen obendrein noch einen neuen B-Jugend Landesrekord, den sie der damals laufstarken Jule Aßmann abnehmen durfte.
Für den 800m Lauf fehlte dann am darauffolgenden Tag die Energie sich gegen Johanna Schulz zu wehren. Mit 2:14,76min errang sie eine tolle Zeit, denn der 1500m Lauf war auf zu hohem Niveau, als dass der tagsdrauf schon aus den Knochen wäre.
Stig hat dieses Wochenende endlich seinen Lauf gefunden. Mit Max Wessel vom SG TSV Kronshagen/Kieler TB lief es sich von Anfang an wie “fast” von selbst. Die 4:00min Mauer ist endlich geknackt und Leverkusen scheint ein willkommener Höhepunkt sich mit der nationalen Spitze zu messen, denn es wartet dort nicht nur die Chance auf eine gute vordere Platzierung sondern auch, so es der Rennverlauf im möglichen Finale zulässt, einen weiteren Angriff auf den Landesrekord von Cristian Güssow, der mit 3:57,24min nur noch 2s schneller ist, als die erzielten 3:59,33s von Stig bei diesen Landesmeisterschaften. Das ist natürlich nicht Stig’s vorrangies Ziel, sondern wie für alle anderen auch, sich ersteinmal für das Finale zu qualifizieren. Dann kann man weiter sehen. Vielleicht startet Stig aber auch über 3000m. Jan-Eric versuchte in diesem Rennen solange wie es geht dranzubleiben, aber das Tempo der beiden vorne war einfach viel zu stark. Mit 4:17min hat er sicherlich Tempo-Reserven, die er bei seinem ersten Rennen in der Halle noch nicht mobilisieren konnte.
Stig setzte wie Maya mit 1:59,18min am Sonntag noch einen 800m Lauf obendrauf. Hier stand eher die Doppelbelastung, als das Leistungsziel im Vordergrund, aber dennoch kam eine sehr gute Zeit dabei heraus.
Rieka konnte sich leider diese Woche nicht über 800m steigern. Bei ihrer 400m Durchgangszeit sah es noch sehr vielversprechend aus, aber vielleicht war auch gerade das etwas hohe Angangstempo letztlich dafür verantwortlich, das hintenraus nicht die gewünschte Verbesserung möglich war. Dann braucht es auch viele 800m Rennen für die nötige Erfahrung sich alles optimal für die eigenen Qualitäten und Fähigkeiten einzuteilen. Björn musste gegenüber letzter Woche auch rund 1s sausen lassen. Zu groß war der Unterschied sich in einem guten Feld ziehen lassen zu können zu der Tatsache, dass diese Woche niemand da war der ihm hätte helfen können.
Alleine läuft es sich schwer. Dennoch für beide kein Grund enttäuscht zu sein. Rennerfahrungen sind nicht immer positive Erfahrungen und auch aus einer langsameren Zeit kann man positive Schlüsse ziehen und an sich arbeiten.
Hendrik hat mit 2:10,19min über die 4 Hallenrunden sicherlich nicht seine Fähigkeiten ausgespielt und wird auch einige Rennen brauchen, um wieder in seinen gewohnten Tritt zu kommen. Fehlende Trainingeinheiten waren sicherlich ausschlaggebend.
Nadja hat über 3000m ihren Rhythmus finden können. Auch wenn sie über lange Zeit des Rennens ihr eigenes Tempo machen musste, gelangen ihr respektable 10:39min. 3000m in der Halle sind wahrlich kein Zuckerschlecken und mental viel schwieriger zu laufen als draußen. Nadja darf gespannt sein, ob es im Sommer wieder zu alter Stärke zurück geht. So ist sie jedenfalls auf dem besten Weg.
Arian hat im Kugelstoßen und Hochsprung überzeugt. Eine ansprechende Wettkampfeinstellung und -gestaltung halfen ihm letztlich dabei sich so zu verbessern. Mit 1,81m im Hochsprung sahen wir einen makellosen Sprung und Platz 3 in der Hochsprungkonkurrenz. Im Kugelstoßen waren 12,87m genug für den 4. Platz und genug den Trainer absolut zufrieden zu stellen.
Wir Trainer blicken auf ein klasse Wochenende zurück und sind guter Dinge für die kommenden Wochen.
Geschrieben in Sören, Allgemein | Keine Kommentare »