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8.8.2010 von info.
Auch der 2. Tag der Jugend DM in Ulm war aus Rönnauer Sicht ein einziger Augenschmaus.
Was hatte Isa nicht alles für Hindernisse und Unwegbarkeiten in diesem Jahr! Manchmal fühlte sie sich sicherlich, als hätte man ihr die Beine aneinandergebunden. Der Kopf war willig, aber das Fleisch schwach.
Hier und heute war damit Schluss, Aus und Vorbei! Isa ist mit einem fulminanten Paukenschlag zurück über die 1500m. Beim Filmen ihres Finales war ich völlig baff, als ich mit ansehen durfte, dass sie in alter Stärke und so überzeugend ein perfektes Rennen absolvierte. Von Anfang an lief sie in der Spitzengruppe und arbeitete sich Runde für Runde nach vorne und übernahm schließlich 250m vor Schluss die Führung. In einem packenden Schlussspurt lieferte sie sich mit ihrer Hauptkonkurrentin und Favoritin Alica Schmälzle ein dramatisches Finish, das Isa nur hauchdünn verlor. Isa riss schon kurz vor dem Ziel ihre Arme in die Höhe, obwohl Alica kurz zuvor vorbei zog. Ihre Freude sprudelte ungehemmt aus ihren Augenwinkeln, als sie Ralph als erstem Gratulanten in die Arme fiel. Der zweite Platz war ihr so recht wie der erste. Wie groß mussten die Last und der Schmerz über die letzten Monate gewesen sein? Endlich war dieses Kapitel beendet. Isa ist wieder da! Ich bin so froh, dass unsere Geduld und die harte Arbeit schließlich belohnt wurden. Herzlichen Glückwunsch!
Der nächste Höhepunkt bahnte sich mit Josis Finale über 200m an. Den Vorlauf gewann sie souverän in 24,47s. Josi stellte ich - ebenso wie Isa vor ihrem Finale - die Frage, wo im Körper Erfolg ist. Das ist es, was es zu entdecken gibt. Leidenschaft wird nicht im Kopf geboren, sie wächst im Herzen. Die Gedanken dienen und gehorchen dem Herz. In der Brust sitzen das Selbstvertrauen und die Überzeugung, dass man es schaffen kann.
Im Kopf sucht man häufig vergebens nach den richtigen Antworten für das rechte Handeln. Josi ist ein kreativer Mensch. Ihre Impulsivität schlägt Wellen – der Begeisterung – und auch manchmal der Verzweiflung. Klare Ziele verwischen sich und der Körper weiß nicht, was er machen soll. Er ist wie gelähmt. Gelingt es Josi, ihre Kraft in ihre Begeisterung zu lenken, dann ist sie fast unschlagbar und brennt vor Feuer, sich für ihre Ziele zu zerreißen.
Heute waren zu viele Fragezeichen und Zweifel in ihrem Gesicht. Sie hat sich nicht gefühlt, nicht wie sie es braucht. Der Startschuss fiel und sie rannte 200m. Im Ziel angekommen, merkte sie schnell, dass es nicht ihr erhofftes Rennen war.
Sie ist 4. geworden, und das ist eine fantastische Leistung, denn selbst wenn Josi einmal neben der Spur ist, ist sie in der Spitze der Deutschen Sprinterinnen wie festbetoniert.
Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der inneren Ordnung und in der Auflösung aller Zweifel. Josi, du wirst das meistern, denn dein Potential wartet darauf, entfacht zu werden. Nächste Woche in Regensburg wird die Erde vor Freude beben, weil deine beseelten Füße das Tartan zerschmettern.
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Zu guter letzt war Barni an der Reihe! Was ist das für ein verrückter Knabe? Letzten September wurde er krank und es gaben sich Erkältungen und Infektionen abwechselnd die Hand. Sie übernahmen die Herrschaft in einem geschwächten Barni, der zwar voller Tatendrang, aber auch voller Frust, beinahe schon depressiv zu schlucken hatte, dass es für lange Zeit keinen richtigen Ausblick und Hoffnung gab, wieder ins Training einzusteigen. Das hat an der Substanz gezerrt und der sonst ungehemmte Ehrgeiz kam ins Wanken und nur mit Gesprächen und monatelanger Geduld sollte es im März diesen Jahres soweit sein, dass er wieder erste Gehversuche auf der Bahn und im Wald vollbrachte. Das große Fragezeichen über den Sinn oder Unsinn einer Teilnahme am diesjährigen Trainingslager im spanischen Chiclana konnte ich Gott sei Dank zerschlagen. Seit dem war der Junge zurück. Ihm sollte bis auf eine leichte Erkältung bis zu den Deutschen nichts mehr daran hindern, seiner Passion nachzugehen. Wie realistisch waren nach diesen 3 ½ Monaten noch die formulierten Ziele der vergangenen Saison? Wir musstens es einfach herausfinden. Letztes Jahr haben wir uns eine 48er Zeit gewünscht und wenn es sich irgendwie ereignen sollte, dann sollte auch gerne Michel Bernings Landesrekord wieder nach Rönnau geholt werden, nachdem dieser Pascal entrissen wurde.
Dieses 400m Finale heute werde ich so schnell nicht vergessen, denn Barni hat nicht einfach nur ein sensationelles Rennen abgeliefert, sondern er ist wie Isa einfach über sich hinausgewachsen und hat sich die Sterne auf die Erde herunter geholt. Wenn es heute jemand von ganzem Herzen wollte, dann war es Barni!
Ab heute hat er offiziell den Namen „Der Finisher“ verliehen bekommen, denn wie er auf der Zielgeraden von Position 6 auf Rang 2 vorgeschossen kam überzeugte auch den Bundestrainer. Auf den letzten Metern wird das Rennen entschieden, und wie kann man das eigentlich besser machen? Hut ab, Herr Beil Junior, das ist eine Galavorstellung vom Feinsten geworden, und als Geschenk für diesen Einsatz bist du obendrein mit dem Landesrekord belohnt worden. Michel und Barni teilen sich nun den B-Jugend Trohn über die Stadionrunde gemeinsam in 48,85s!
Den Abschluss machte Stig am Sonnatg über 3000m und getragen von der Erfolgswelle lief er zielstrebig ein beherztes Rennen und errang einen ausgezeichneten 6. Rang. In der Meldeliste war er noch als sechzehnter eingetragen, aber Carmen hatte im Vorfelde mit einem achten Platz geliebäugelt und seine Leistungsfähigkeit sehr gut eingeschätzt. Stig ist eben ein Rehberg und die wissen seit jeher, wie man außergewöhnlich gute Leistungen erzielt. Als junger Jahrgang hat er im kommenden Jahr ein gehöriges Wörtchen mitzureden, wenn es dann um die vorderen Plätze geht.
Der Gipfel der Rönnauer Laufdemonstration war die Dreifachnominierung für den bevorstehenden U18 Länderkampf durch den DLV! Maya, Isa und Barni sind es! Der SC Rönnau schreibt derzeit eine phänomenale Erfolgsgeschichte, die mich schließlich auch dazu bringt, die ganze Zeit so intensiv meinen Emotionen freien Lauf zu lassen.
Das Rönnauer Team steht geschlossen wie ein Fels in der Brandung, und die großen Vereine in Deutschland dürfen langsam zu recht aufmerksam werden.
Ich feier noch eine Woche lang
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8.8.2010 von info.
“Ulm, weder bist du Rostock noch bist du warm. Du bist fern unser Heimat und du regnest. Wir sind schon viele Male hier bei dir, wir Rönnauer und erfolgreich waren wir über die Jahre auch. Seit 16 Jahren, an denen Rönnauer Athleten teilnehmen, richtest du immer wieder mal Deutsche Meisterschaften aus, und dieses Mal trotzen wir allen widrigen Bedingungen.”
Der Erfolg in Person in diesem Jahr hat zugeschlagen. Maya erfährt seit dem Winter mit ihrem Meistertitel im Cross eine unglaubliche Leistungsentwicklung. Sie hat die Jahrgänge bis zu den 19-jährigen kräftig durchgeschüttelt und sich einen Namen verschafft, den so schnell keiner vergessen wird. Maya ist als klare Favoritin in ihr 3000m Rennen gegangen. Trotzdem wird es dadurch ja nicht einfacher. Maya hat sich keinesfalls aus der Ruhe bringen lassen und hat mit kühlem Kopf kein taktisches, sondern ein beherztes Rennen vom ersten Schritt an gemacht. Das nennt man Start-Ziel-Sieg, und das haben die Konkurrenten mit Respekt aufgenommen. Es gab keinerlei Angriffsversuche, die Maya hätten gefährden können. Man einigte sich auf eine anerkennde Distanz und ließ Maya in ihrer Klasse unangetastet.
Herzlichen Glückwunsch zu diesem außergewöhnlichen Erfolg. Die Krone ist für ein ganzes Jahr deine und du hast sie dir redlich verdient!
Das war die erste Entscheidung am Freitag.
In den Vorläufen haben wir mit Anna-Sophie ein neues Gesicht gesehen, das uns alle schwer beeindruckt hat. Die noch Schülerin hat über 400m einen 10. Rang erzielt und bei einem 24 Teilnehmer starken Feld aufhorchen lassen. Was will dieses Mädchen uns Trainern eigentlich sagen? “Ich bin Anna, ich trainiere 1x die Woche Leichtathletik bei Ralph, ab und zu komme ich ein 2. Mal, wenn ich die Zeit habe, ansonsten mache ich Jazzdance und spiele Tennis. Leichtathletik macht mir Spass!”
Und wie ist das denn eigentlich, wenn diese junge Dame erst mit dem Training beginnt? Sie stellte hier in Ulm im Gegensatz zu den meisten anderen Läuferinnen bei 14°C und Regen eine persönliche Bestleistung auf und konnte jedem Rönnauer nur ein Lächeln und Freude ins Gesicht zaubern. Danke für den frischen Wind, den du in unser Team gebracht hast. Riesen Glückwunsch zu deiner tollen, tollen Leistung. Gib uns ein Zeichen, ob du dir vorstellen kannst 2 oder 3x in der Woche zu trainieren, und du wirst auf begeisterte Trainer treffen
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Josi war nach ihrer Muskelverletzung wild entschlossen, sich ebenso wie vor einem Jahr über die 100m warm zu schiessen, um dann am folgenden Tag über die 200m zuzuschlagen. Bei bescheidenem Wetter legte sie im Vorlauf 12,18s auf’s Parkett. Der Zwischenlauf endete in 12,11s und mit dem Verzicht auf das Finale, weil ihre Muskulatur dicht gemacht hatte. Schade, aber nach der Erfahrung in Mannheim, gab es viele logische Gründe vorsichtig zu sein.
Marvin hat sich auf seinen 100m Start so gut vorbereitet, dass er glatt als erster den Startblock verließ. Da alle anderen das nicht taten, habe ich schon völlig gefrustet meine Kamera wieder ausgemacht, weggepackt und dachte: Tschüßßßß Marv!
Dann kam aber die nette Dame mit der grünen Karte und klärte auf, dass es kein Fehlstart war. Was wir auf der Tribüne nicht hörten, war der Schuss des Starters ohne Zündung der Munition. Nur Marvin hatte seine Ohren auf seismographische Empfindsamkeit getrimmt und schoss raus wie der Blitz! Nach dem ganzen Schrecken und der folgenden Erleichterung mit dem Wissen doch starten zu dürfen hat er die Hose leider so gestrichen voll gehabt, dass er lieber einen “Save”-Modus eingelegt hat. Nach schläfriger Beschleunigung kam er dann aber ordentlich auf Touren und kämpfte sich vorne ran. 11,35s reichten nicht für den Zwischenlauf, aber mit seinem ersten Start, Leute, damit hätte Marvin einen Kracher gelassen. Nun, es sollte nicht sein. Seine Jugendjahre sind leider vorbei und es geht in die Erwachsenenwelt. Auf seinem Konto stehen 2 Einzelstarts bei Deutschen Meisterschaften und die legendäre (wenn auch erst 2 Jahre alte) Staffel mit dem glorreichen Landesrekord und sensationellem 4. Platz!
Bravo Marvin und viel Freude bei den Männern!
Isabell hatte wirklich eine Odyssee schlechter Erfahrungen im Jahre 2010 durchgemacht. Hier und heute sollte der Wendepunkt sein.
Entgegen unser eigentlichen Planung über 800m zu starten waren wir uns einig, dass dieses Unterfangen aussichtslos gewesen wäre, da die Sprintstärke leider 2010 abhanden gekommen ist. So fiel die Wahl auf die 1500m. Mit einem Bummelrennen und einer schnellen Endrunde, gelang es Isa sich für das Finale zu qualifizieren.
Barni tat es ihr gleich und überstand seinen 400m Vorlauf unbeschadet, sicherte sich in 49,95s den Sieg und war happy! Minimalziel Finale ereicht!
Auftakt und Auftritt für alle gelungen.
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5.8.2010 von info.
Insgesamt waren 9 Athleten am 17. und 18.7.2010 in Braunschweig zu den Meisterschaften der Männer und Frauen gemeldet. Eine schier unglaubliche Leistung. Das gab es fast noch nie in unserem Verein und darauf können alle stolz sein.
Pascal hatte sich über 400m fest vorgenommen seine beste Leistug abzurufen, denn nach seinem Aus im letzten Jahr war er heiß darauf zu zeigen, dass ab sofort wieder mit ihm zu rechnen ist!
Nach dem Vorlauf in 46,97s wurde ihm leider die unglückliche Bahn 1 zugelost. Kein Traum eines Viertelmeilers. Statt den Kopf in den Sand zu stecken hat er sich an die Nabow’schen Tugenden erinnert, die ihm 2008 gewinnen ließen. Wie er mir gesagt hat, konnte er den Finallauf aus Berlin gar nicht häufig genug anschauen bevor er dann am Sonntag mit Tradition geschmeidig in “MEINEN” Rönnaubody glitt und sich sicher war: Ein NABOW verliert nicht
!
Wenn man dann im Stadion oder zu Hause vor den Bildschirmen verfolgt hat was dieser Junge da geleistet hat, dann wird einem wirklich warm ums Herz
! So couragiert wie zuletzt bei seinem DM-Titel in Berlin rannte er auf der Schlussgeraden immer näher und näher an das Feld der “Großen” ran, die nun schließlich an seiner Stelle zur EM nach Barcelona gefahren sind. 2 Zehntel fehlten letztlich zu seinem Glück. Gäbe es ein 420m Rennen, dann wäre Pascal gar… Hätte, wenn und aber.
Ich bin hammer zufrieden mit einer Saisonbestleistung von 46,74s und einem bärenstarken Pascal! Klasse!
Josi musste dieses Wochenende leider passen, damit sie auf Grund ihrer Muskelverletzung aus Mannheim nicht die Teilnahme an ihren Jugendmeisterschaften auf’s Spiel setzt.
Unsere Rönnauer Staffeln ließen dieses Jahr aufhorchen. Bei den Mädels gingen mit Isabell, Rieka und Philine über 3×800m drei hochmotivierte Athletinnen an den Start, die einfach ihr Bestes geben wollten, um zu schauen was daraus wird.
Und was daraus wurde! Es fehlten nur 18 Hundertstel um am Finale teilzunehmen, der helle Wahnsinn!
Isa hatte trotz Erkältung die Staffel souverän ins Rollen gebracht und auch Rieka ließ sich von dieser riesigen Kulisse mitreißen und überzeugte nach zwei Runden mit ihrem besten Saisonrennen und tollem Schlusspurt. Philine vollendete mit großem Einsatz das Projekt “Staffelgöttinnen”
und kämpfte bis zum letzten Meter um jede Hundertstel. 7:02,97min!
Bravo Mädels! Das war allererste Sahne!
Die Jungs konnten schon ein bisschen ambitionierter in den Vorlauf gehen, denn sie hatten realistische Chancen auf das Finale!
Wie gesagt so getan! Chrischi, Marvin, Björn und Barni liefen genau in dieser Reihenfolge mit großem Teamgeist zu genau diesem Finale! Mit 3:24,98min war der Einzug perfekt!
Natürlich war nach dieser geschlossenen Mannschafttsleistung der Wille groß eine Schippe draufzulegen, und man malte sich aus, dass man im Finale ja noch den einen oder anderen verdrängen könnte.
Im Finale selbst gaben die vier Jungs nocheinmal 100% und mussten sich oder besser gesagt durften sich mit dem 8. Platz zufrieden geben. Mehr war doch nicht drin. Auch hier den Jungs ein riesen Lob für diese tolle Vorstellung!
Mit 3:24,84min gelang ihnen nochmal eine Verbesserung ihrer Vorlaufzeit.
Diese Meisterschaften machen Hunger auf mehr und schon bald können die Jugendlichen in Ulm einmal mehr bundesweit den Verein SC Rönnau 74 ins Gedächtnis rufen. Mit uns muss man in Zukunft häufiger rechnen!
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4.8.2010 von info.
Am selbigen Wochenende fanden in Berlin die Norddeutschen Meisterschaften der Männer / Frauen und B-Jugendlichen statt.
Auch in Berlin hatte eine unerträgliche Hitzewelle den Läufern den Spass an ihrem Sport genommen und so sind nur ein Drittel der gemeldeten Athleten aus Rönnau überhaupt erst in der Bundeshauptstadt angereist, da die Läufer sich die Hitzeschlacht mit allen möglichen Folgen erspart haben.
Schließlich waren Pascal über 200m, Svend-Bjarne sowie Hans-Christian Brozus über 400m und Björn als einziger Draufgänger über die 1500m an den Start gegangen.
Mit 21,71s im Vorlauf und 21,88s im Finale plazierte sich Pascal auf Rang 5.
Chrischi erreichte bei diesen Bedingungen über 400m 51,95s und war damit unzufrieden. Sein Ziel für dieses Jahr ist es unter 51s zu laufen und bei den NDM seiner Altersklasse in Dessau wird er das auch schaffen. Barni hatte sich schwer vorgenommen endlich die 50s Schallmauer zu durchbrechen und erfüllte diese “Vorgabe” von mir mit Herzenslust
! 49,71s stehen jetzt als PB und in Ulm wird das Kapitel Erfolg fortgeführt!
Björn kam über 1500m nicht über eine 4:24,19 hinaus und war sichtlich unzufrieden. Björn ist immer für eine Überraschung gut. Meistens überzeugt er mit hervorragenden Leistungen, aber manchmal läuft es nicht rund. Wir recherchieren mal und vielleicht finden wir des Rätsels Lösung
!
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4.8.2010 von info.
Wie jedes Jahr treffen sich hier die besten Deutschen U20 Athleten zur finalen Entscheidung um die begehrten EM- oder WM-Plätze.
Aus Rönnauer Sicht war mit Maya, Josi und Isabell ein starkes Trio angereist und keinesfalls chancenlos, einen Startplatz für die U20 WM in Kanada zu ergattern.
Josi machte den Auftakt am Sonnabend mit einem 100m Vorlauf in ausgezeichneten 11,94s. In ihrem B-Finale steigerte sie sich auf beachtliche 11,82s, doch leider war diese Zeit vom Winde verweht. Insgesamt diente dieser Einsatz über 100m als Auftakt für Sonntag wo es um die Entscheidung über 200m ging.
Maya war ebenso am Samstag dran und wollte über 1500m ihre tolle Zeit von den Landesmeisterschaften wiederholen und sich für eine WM-Teilnahme empfehlen. Allerdings spekulierten alle mit einem möglichen Start über 3000m. Hier hat Maya die Quali zwar um 3s verpasst, ist aber zu dieser Zeit die mit Abstand stärkste DLV-Läuferin gewesen.
Die Bestätigung ihrer Bestleistung untermauerte am Samstag nocheinmal ihre Ausnahmestellung, die sie derzeit über 1500m und 3000m hat und sie kann sich selber nichts vorwerfen, denn am Ende entschied man sich gegen eine Nominierung durch den DLV und da stecken selbst die Bundestrainer nicht drin. Maya laufen die Gelegenheiten aber nicht davon, denn als junger Jahrgang in der B-Jugend gibt es in den nächsten Jahren noch viele Chancen auf einen internationalen Einsatz.
Isabell wollte am Sonntag über 800m angreifen und hätte so gerne wieder an ihre Form aus dem vergangenen Jahr angeknüpft, aber es sollte ihr letztendlch nicht gelingen. Als 17. wurde sie letzte, leider! Ein unbekanntes Bild, das man nicht von ihr kennt und das viele Ursachen hat und das muss man schließlich auch erstmal verarbeiten. Eine Allergie, die sie zurückgeworfen hat und verlorene Schnellkraft, das muss erst hart wieder erarbeitet werden. Trotz alledem hat sie aufsteigende Form bewiesen und kann sich nichts vorwerfen.
Josi erlebte dann am Sonntag nach einem Traumstart am Vortag einen Augenblick auf den ein Sprinter liebend gern verzichten könnte. Nach einem tollen Start auf ihren 200m lief sie eine für sie ungewohnt zurückhaltende Kurve. Vielleicht hatte sie schon ein komisches Gefühl, denn Ausgangs der Kurve zwickte es in ihrem Oberschenkel und der Muskel war sofort zu. Josi humpelte aus und aus war auch der Traum von einer WM-Teilnahme. Diese Erfahrung ist hässlich. Pascal hat sie hinter sich, aber er hat sich auch wieder zurückgekämpft. Josi hat es Gott sei Dank nicht so schlimm erwischt, und sie muss diese Zerrung jetzt auskurieren.
Insgesamt konnte man diese Veranstaltung nur mit gemischten Gefühlen verlassen, aber es kommen die Dinge halt so wie es das Leben für einen bereit hält.
Augen auf, Kopf hoch, alles mitnehmen was man daraus lernen kann und mit Zuversicht nach vorne schauen.
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