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23.2.2009 von info.
In Leipzig feierte Pascal vor genau 3 Jahren seinen Einstand bei seinen ersten Jugend-Hallenmeisterschaften. 2006 verpasste er knapp das A-Finale und wurde Sieger des B-Finales. Damals lief er 49,61s und stellte damit einen neuen B-Jugend-Landesrekord auf, der bis heute Bestand hat.
Die Jugendzeit ist seit diesem Jahr vorbei. Endlich ist er da angekommen, wo bei jedem die Reise hingehen soll, wenn er sich mit den Besten im Bundesland und auf internationaler Ebene messen will.
Pascal ist mit einer Zeit von 47,92s angereist. Es war uns im Vorfelde klar, dass in Deutschland viele 400m Sprinter vorne mitrennen werden und es keinesfalls ein Zuckerschlecken wird.
Am Samstag gab es dann 4 Vorläufe aus denen sich die jeweils 12 Zeitschnellsten für das A und B-Finale qualifizieren sollten. In Leipzig haben wir ja die einzige Hallenrunde Deutschlands mit 6 Rundbahnen, was auf den äußeren Bahnen vom Kurvenradius deutlich angenehmer zu laufen ist. Pascal war im dritten Vorlauf auf Bahn 3. Mit in seinem Lauf waren der amtierende Deutsche Jugendhallenmeister Alexander Juretzko und Thomas Goller, ein alter Hase und erfahrener Hürdenspezialist, der in der Halle natürlich schlecht Hürden laufen kann. In den ersten beiden Vorläufen ging die Post ab und ich wußte, dass Pascal Limit laufen muss, um überhaupt eine Chance auf den A-Endlauf zu haben.
Pascal lief dann seine erste Hallenrunde sehr verhalten an. Mit etwa 22,7s war er rund 7 Zehntel unter der benötigten Durchgangszeit, um vorne mitzulaufen. In der zweiten Runde wollte er an Position 3 liegend auf der Gegengeraden an Juretzko vorbeiziehen, der etwas langsamer wurde. Pascal hatte etwas zu spät angesetzt und kam nicht rechtzeitig vor der Kurve an ihm vorbei und steckte zurück. Ein erneuter Antritt auf der Zielgeraden reichte nicht, um an ihm vorbeizukommen. Mit 48,01s wurde er Dritter, kurze Zeit später aber Zweiter, da Alex disqualifiziert wurde. In seiner ersten Runde ist er vor der entsprechenden Markierung nach Innen gelaufen. Der A-Endlauf war für Pascal dennoch unerreichbar.
Das man diese Renneinteilung nicht immer beherrschen muss, zeigt ein anderes Beispiel. Zwei erfahrene 400m Läufer wie Ruwen Faller und Florian Seitz liefen im 4. Vorlauf mit 21,57s durch. Viel zu schnell. Für Ruwen bedeutet das Hallenbestleistung über 200m und dementsprechend ist er hintenraus gestorben und auch Florian Seitz, der den Lauf noch für sich entscheiden konnte, verpasste den Einzug ins A-Finale, der sonst mit Sicherheit gelungen wäre.
Im B-Finale dann am gestrigen Sonntag sollte Pascal nochmal alles geben und versuchen sich vorneraus besser zu treffen. Eine Zeit um 47,20-47,40s hat er diesen Winter drauf gehabt und das trotz Grippe und Rückschlag. Für ganz vorne hätte das nicht gereicht, das ist aber auch nicht unser Ziel für diese Hallensaison und den Einstand bei den Erwachsenen gewesen.
Mit Bahn 6 hat Pascal dann eine gute Bahn bekommen, aber auch da fehlte ihm das richtige Timing sich auf den Punkt zu treffen. In einer ähnlichen Zeit rannte er nach Runde 1 an Position 4 und konnte diesesmal aber noch zwei Athleten vor dem Zieleinlauf abfangen.
Dabei gelang ihm eine Steigerung auf 47,81s und eine neue persönliche Bestleistung und neuer Landesrekord.
Schließlich verläßt Pascal als Achter seine ersten “Seniorenmeisterschaften” und hat wichtige Erfahrungen gesammelt. Ein wenig hat er sich unter Wert verkauft, aber das ist nicht schlimm. Ich weiß wo sein Leistungsstand steht und der ist deutlich über dem aus dem letzten Jahr. Wenn wir diese Entwicklung so auf den Sommer übertragen, dann stehen die Türen für die WM in Berlin offen!
Jetzt geht es für Pascal in eine regenerative Woche und über einen kurzen knackigen Grundlagenaufbau wieder in die Vorbereitung auf die Sommersaison.
Ich habe ein sehr gutes Gefühl und freue mich auf das Trainingslager in Benidorm, wo dann auch alle anderen Leistungshungrigen wieder auf ihre Kosten kommen werden.
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