Archive für 28.1.2009

LM Männer / Frauen und B-Jugend

Zunächst möchte ich meine Enttäuschung kund tun, die mir das vergangene Wochenende wieder einmal beschert hat.
Ist es denn wirklich so schwer einen vernünftigen Verpflegungsstand für die Athleten, Trainer, Betreuer und Zuschauer zu organisieren?? Bockwürste und Kaffee und schon hat man in HH offensichtlich das Repertoire endgradig ausbelastet :-( .

Naja, wie immer Selbstverpflegung…aber das nur am Rande!

Sportlich gab es an den vergangenen zwei Tagen aber wieder mitreißende Wettbewerbe und teilweise außerordentliche Leistungen.

Allen voran sorgte Stefan Schwab für das absolute Highlight bei der LM. Nach starken 6,71s im Zwischenlauf folgten sensationelle 6,65s im 60m Finale der Männer. Mit dieser Zeit vervesserte er seinen eigenen Landesrekord aus dem vergangenen Jahr um 4 Hundertstel und schaffte als zweitschnellster Deutscher hinter Christian Blum die Norm (6,66s) für die anstehenden Hallen-Europameisterschaften.

Herzlichen Glückwunsch!

Ich bin mir sicher, dass bei der DM auf der schnellen Bahn in Leipzig für Stefan noch einige Hundertsel zu holen sind und mit dieser tollen Entwicklung werden wir sicherlich im Sommer eine tolle Staffel mit ihm auf die Beine stellen.

Die Rönnauer traten dieses Wochenende zwar grippebedingt dezimiert an, aber nicht unbedingt weniger erfolgreich als gewohnt.
Mit Marvin und Barni blieben gleich zwei Athleten mit Aussicht auf vordere Plätze in ihrem Bett und konkurrierten ausschließlich mit ihren Viren um die Herrschaft über den eigenen Körper.

Der Samstag lief recht ordentlich an.
Nadja hatte nach ihrem letzten Rennen über 1500m in 5:01,39min den nächsten Angriff auf eine Zeit um 4:55min gestartet und ein klasse Rennen abgeliefert. Super eingestellt rannte sie den vorgegebenen Zeiten entgegen. Leider gab es in diesem Rennen aber nur drei Teilnehmer. Stella, die sich an dem Landesrekord von Jule Aßmann versuchte und sich erwartungsgemäß absetzen konnte und eine weitere Läuferin, die Nadjas Tempo nicht halten konnte. Alleine und gegen die Zeit! Das war schwer und reichte am Ende zwar für eine Steigerung auf 4:59,19min, nicht aber für die 4:55min, die sicherlich unter anderen Bedingungen drin gewesen wären.

Ähnlich erging es Stig, der nach seinen 4:18,82min gerne zulegen wollte, aber in diesem Rennen alleine vorne weg lief und dann mahlen die Mühlen eben deutlich schwerer. Nach 4:23,88min überquerte er ungefährdet als erster und Landesmeister die Ziellinie und blieb dennoch unter seinen Fähigkeiten. Hendrik lief nach seinen sehr guten 800m aus der vergangenen Woche auch die 1500 und konnte mit 4:34,37min und dem achten Rang überzeugen. Björn Beckmann traute sich eine der härtesten Strecken zu. 400m in der Halle erfordern eine besonders masochistische Ader :-) ! So richtig max sprinten darf man am Anfang nicht und mit einem mittlerem Tempo kommt man schnell ins Hintertreffen. Man braucht enorm Sauerstoff auf den letzten Metern, produziert aber äußerst viel Laktat in so kurzer Zeit, dass einem die Beine schnell mal stehen bleiben. Aber, Björn hat’s clever gemacht. Ein paar Körner hat er sicherlich noch mehr ins Feuer zu schmeißen, aber seine 57,26s sind in der Halle schon mal eine gute Zeit.

Pascal, der diese Strecke liebt, gerade weil man sich da so quälen kann ließ es aber verabredet ruhig angehen. Die ersten 200m leider etwas zu ruhig, denn mit ca. 23,5s war er doch 8 Zehntel unter der gewünschten Durchgangszeit. Am Ende waren ordentliche 48,70s und ein nicht so sehr erschöpfter Pascal das Ergebnis.
Niklas Freybier ist nach 7,46s im Vorlauf und 7,48s im Zwischenlauf wieder einmal nur knapp am 60m Finale einer Meisterschaft vorbeigeschrappt.
Marieke hat mit 5:20,19min ihre Bestzeit über 1500m um 6 Sek verbessern können und braucht sicherlich noch einige Rennen, um ihr ganzens Potential zu entfalten.
Am Tag darauf konnte sie über 800m noch einmal Tempohärte trainieren, wurde aber nach übertreten der Linie disqualifiziert. Stört uns nicht, denn das war ein super Trainingswochenende. Die nächsten drei Wochen werden nun im Training verstärkt die längeren Strecken forciert und dann darf Marieke endlich zuschlagen und auf den längeren Distanzen angreifen und zahlreiche Cross-, See, Straßen und Waldläufe absolvieren. Auf geht’s! ;-)

Pascal hat sich am Sonntag dann noch den 200m Sprint gegönnt, denn so richtig belastet hat ihn das Jogging vom Vortag nicht. Mit 22,15s konnte er hinter Stefan Schwab Vizelandesmeister werden. Vizelandesmeister…, damit muss sich Pascal leider auf den kurzen Sprintstrecken vorerst abfinden, wenn ein Herr Schwab am Start ist :-) .
Niklas blieb über die Hallenrunde mit 24,51s doch deutlich hinter seinen Möglichkeiten zurück und kommt diese Hallensaison auf der längeren Sprintstrecke nicht richtig in Schwung. Ich denke ein bis zwei Wochen Trainingspause könnten die müden Knochen schon gebrauchen, oder, Frodo??

Jan-Eric konnte über 3000m in einem hochklassigen Starterfeld bei den Männern überzeugen. Mit 9:30,38min lief er ein couragiertes Rennen und mit ein wenig mehr Erfahrung holt er da auch sicherlich noch 10-15 Sek mehr raus. Zum Sommer allemal.

Björn und Jan-Henrik gaben dann noch über 200m ordentlich Hackengas und erreichten nach 25,76s und 27,04s ihr Ziel.

Das Highlight dieses Wochenende war aus Rönnauer Sicht wie erwartet der 800m Lauf der weiblichen Jugend-B. Nicht nur äußerlich stachen unsere Mittelstrecklerinnen durch ihr einheitliches Auftreten in ihren Rönnau-Tops hervor, sondern vielmehr durch ihre sportlichen Leistungen der Extraklasse. Den Zuschauern ist aufgefallen, dass hier die geballte Ladung der Rönnauer Talentschmiede am Start war, denn das Siegerpodest war fest in unserer Hand. Isabell durfte nun einmal herausfinden, wie sich ein Rennen von vorne läuft, denn Stella war auf die 1500m ausgewichen, um sich nach harten Wettkampfwochen ein wenig zu schonen. Isa meisterte ihre Aufgabe mit Bravour und strampelte ihr Rennen sicher mit starken 2:14,10min über die Ziellinie und macht uns wirklich neugierig auf die DM, bei der sie sich gegen harte Konkurrenz behaupten muss. Als zweite sprintete Maya ins Ziel und die Uhren blieben bei 2:18,09min stehen. Leider denkbar knapp über der angepeilten Landesrekordzeit. Für Maya, die ja immer noch W15 ist und hier eine Altersklasse hochgestartet ist war dieser Lauf ideal. Sonst muss sie stets selber die harte Tempoarbeit machen und nun konnte sie bis 400m gemeinsam mit Isa das Rennen gestalten. Die 2:17,25min von Jule Aßmann hat sie dabei fast geschafft und mit einem weiteren Rennen könnte dies sicherlich gelingen. Philine hat es sich nicht nehmen lassen den Lauf Rund zu machen und den Dreifacherfolg zu besiegeln. Sie erreichte tolle 2:22,89min und konnte lange an der Spitze dranbleiben und hintenraus super fighten.
Glückwunsch an unsere 3 hübschen Powerfrauen ;-)

Einen großes Dankeschön an alle Athleten für euren bedingungslosen Einsatz bei den Meisterschaften und trainiert weiter schön fleißig, bleibt gesund und viel Erfolg bei euren weiteren Wettkämpfen!

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