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22.7.2008 von info.
Es sollte lange dauern bis ein Athlet des SC Rönnau wieder Deutscher Meister wurde, aber diese Wochenende war es endlich soweit und es traf den Richtigen. Seit über 13 Jahren war uns der Titel verwehrt geblieben, obwohl wir zahlreiche aussichtsreiche Momente hatten. Pascal hatte deren sehr viele und kann mit etlichen Endkampfplatzierungen aufwarten.
Nun, diesesmal mit der Bestmöglichsten!!!!
Meine allerherzlichsten Glückwunsche nochmal für diese herausragende Leistung, die zwar nicht überraschend und unerwartend kam, aber unter erschwerten Rahmenbedingungen erzielt wurde und in deinem Fall einfach fällig war!
Du bist die Nummer 2 in Europa hinter Niklas und die aktuelle Nummer 10 der Weltrangliste!
So kann es weitergehen…
Nach einem gechillten Vorlauf ging Pascal mit angezogener Handbremse auf die ersten 200m seines Finales. So schnell wird ihm Bydgoszcz nicht aus den Gedanken weichen, und die Lehren aus seinem Unglück tragen nun bereits Früchte. Er hatte auf Bahn 4 das Feld gut im Blick und musste sich nicht sorgen, als Sascha Henning nach 150m zu ihm aufschloss und sich anschickte vorbeizugehen. Bis leicht in die zweite Kurve hinein behielt Pascal sein kontrolliertes Tempo bei und zündete dann seinen Turbo. Das er den noch nach zwei Staffelläufen hatte zeugt von seiner hervorragenden physischen Verfassung. Während seine Kontrahenten an ihrem Limit waren konnte Pascal nun langsam vorbeigehen und sich einen Vorsprung auf den Schlussmetern erlaufen, der seinen Sieg ungefährdet werden ließ. Pascal ist nicht fest geworden und hat mit 46,32s eine neue persönliche Bestmarke erzielt und gleichzeitig für die A-Jugend und Männerklasse einen neuen Landsrekord aufgestellt, der sicherlich eine ganze Weile Bestand haben wird.
Pascal war so entschlossen wie nie und seinem Gesicht konnte man eine große Erleichterung und Feude auf der Großleinwand entnehmen. Bravo! Freue mich auf das nächste Jahr!
Die zweite große Freude dieses Tages ist die eigentliche Sensation und Überraschung und sprengt die eigenen Erwartungen.
Die 4×100m Staffel mit Arne, Pascal, Christo und Marvin ist über sich hinaus gewachsen. Was haben meine Jungs sich nicht alles von mir anhören müssen und wie häufig gab es Schläge…, nein, soweit bin ich natürlich nie gegangen, aber verbale Gefechte blieben leider nicht aus. Sie waren zwar heiß auf dieses Event, aber auch ebenso verwirrt und so hatte ich doch einige Gespräche zu führen und Ungereimtheiten zu beseitigen. Mit mäßig guter Vorbereitung verabschiedeten sich meine Jungs bei der Abschlusseinheit am Vortag aus dem Stadion und man musste kein Prophet sein, dass dies kein leichter Auftrag wird.
Der Auftrag lautete: Einzug ins Finale unter die besten 8 Staffeln Deutschlands!
Am nächsten Morgen waren alle überpünktlich beim Frühstück. Mein Eindruck war positiv. Die Jungs schienen konzentriert, bei der Sache, aber unverkrampft. So soll es sein. Pascal hatte seine Erfahrungen weitergegeben und den Jungs alle Eventualitäten und Abläufe erläutert und konnte möglichen Druck nehmen.
Das Aufwärmprogramm lief sehr gut und auch Niklas, unser Ersatzmann war hochkonzentriert bei der Sache und auch wenn er nicht zum Einsatz kommen sollte, war seine Einstellung vorbildlich und gab der Staffel den nötigen Rückhalt falls sich jemand verletzen sollte. Danke Niklas!
Im Stadion dann wurden die Startläufer der Staffeln gefilmt und für jedermann sichtbar auf der Großleinwand gezeigt. Arne war sehr entspannt und grüßte lässig mit einem ‘Peace’!
Nach dem Startschuss strampelten die vier ihr bestes Rennen dieser Saison über das blaue Tartan und gewannen ihren Vorlauf souverän mit 41,60s! Respekt! Somit waren sie von sieben Vorläufen die schnellste Staffel und bekamen für ihre tolle Zeit erneut die Bahn 4 für das Finale. Zugleich war dies eine phänomenale Steigerung des eigenen Landesrekord. Noch vor kurzem hatten sie ja einen 34 Jahre alten Landesrekord von 42,77s auf 42,71s verbessert. Nun dieser Quantensprung! Wow!
Was sollte man nun für das Finale hoffen? Die haushohen Favoriten aus Jena haben ihr Holz nicht über die Ziellinie bringen können und somit war der Titel völlig offen und eine Reihe von Staffeln war plötzlich Anwärter auf den Titel. Sogar wir haben einmal kurz diesen Gedanken erhascht, sind aber dann doch nicht abgehoben. Der Ausgang ist bekannt. Wir sind mit 41,48s viertschnellste Staffel geworden, haben nochmal was zugelegt und den Landesrekord erneut verbessert.
Alles ‘hätte’, ‘wenn’ und ‘aber’ bringt uns keinen Platz weiter nach oben. Das Holz hätte auch fallen können, ist es aber nicht.
Also, super Leistung, gerade auch von Marvin, der nur wenige Minuten vorher seinen Einzelstart über 200m feierte. Er lief unglücklich auf Bahn 2 gelost ein tolles Rennen und konnte mit 23,01s seine Normleistung bestätigen und hat hier tolle Erfahrungen gesammelt und wie alle anderen einen überwältigenden Eindruck davon bekommen, was hier nächstes Jahr bei den Weltmeisterschaften im Berliner Olympiastadon abgehen kann.
Meinen allerherzlichsten Dank an alle Athleten für diesen krönenden Saisonabschluss und eure Geduld mit mir und mit euch und das ihr an euren Zielen festgehalten habt und an euch geglaubt habt.
Ab in den wohlverdienten Urlaub!
Bald schon geht es in das nächste Jahr und auf zu neuen Zielen und dann geht auch unser toller Teamgeist in die nächste Runde!
Vive l ‘SC Rönnau 74!!!!!
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21.7.2008 von info.
… spielerisch leicht läuft Pascal zu seinem Vorlaufsieg über 400m und sichert sich eine gute Bahn für das Finale.
Alle sind happy und zuversichtlich…
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18.7.2008 von info.
Den Auftakt machten heute unsere Langstreckler Kim und Nadja. Beide erstmalig für Deutsche Meisterschaften qualifiziert konkurrierten sie im Kreise der Besten Deutschlands und dieses auch noch in so einem Stadion. Zunächst durfte Kim über die 3000m an den Start. Mit etwas Respekt machte sich Kim auf die ersten Runden und wollte nicht vorne mitgehen. Er hatte sein derzeitiges Leistungsvermögen dabei fest im Blick und konzentrierte sich auf sein Rennen. Mit 3:03 auf dem ersten Kilometer blieb er nur knapp unter seinen Möglichkeiten. Ich denke 2:58-2:59min sind drin und auch notwendig, um an die 9:00min Schallmauer ranzulaufen, denn die zweiten Tausend sind bei Kim immer ein wenig ruhiger. Hier lief er in 3:07min auf 6:10min bei Kilometer 2. Für etwas Außergewöhnliches, das unsere Zuschauer und anfeuernden SHLVler verzaubert hätte, blieb Kim leider keine Puste oder Reserve. Dafür muss man konstanter und kontinuierlicher trainieren. Die Uhr blieb im Ziel bei guten 9:12,22min stehen, und die bedeuteten Platz 14 und eine neue Erfahrung für Kim. Ist er zufrieden? Reicht ihm das? Hätte man vielleicht weiter vorne mitlaufen können, wollen ;-)??? Alle Fragen offen und wer weiß, vielleicht hat diese Teilnahme ja eine kleine Flamme entfacht und die Dinge nehmen ihren Lauf.
Ganz anders Nadja. Mutig ging sie von Anfang an mit dem Pulk mit. Vielleicht ein bißchen zu mutig. Die ersten 600m wurden in 2:00min absolviert. Bei diesem hohen Anfangstempo ist sie auf eine Endzeit von 10:00min zugegangen… Nach ca. der Hälfte der Strecke mußte sie dann aber abreißen lassen. Derart große Leistungssprünge sind selbst bei den Allerbesten kaum zu erwarten. Nadja biß sich aber tapfer durch und war am Ende sogar noch zu einem Schlußspurt fähig. Mit 10:45,55min und Platz 16 hatte sie zwar ebenso wie Kim keine neue Bestzeit aufstellen können, aber das sollte heute nicht das Wichtigste sein. Gelernt hat sie mit Sicherheit aus ihrer Renneinteilung und ebenso wie Kim konnte ein sehr guter Eindruck gewonnen werden, was da in der deutschen Spitze so abgeht.
Beide sind für ihre Trainingsarbeit und ihr Talent mit der Teilnahme bei der DM belohnt worden und wenn da mal mehr draus werden soll, wissen sie beide, dass sie noch einiges zulegen müssen, um auch auf deutscher Ebene vorne ein wenig mitzumischen.
Ich hoffe, ihr beiden hattet Spass und habt es genossen.
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17.7.2008 von info.
Hallo zusammen!
Riesen Erleichterung! Riesen Freude! Riesen Erfolg!
Riesen Pascal! ! !
Es hat gut getan und war sehr wichtig für Pascal, und ich bin natürlich ebenso froh und happy. Für den Finallauf gab es eine kleine Veränderung. Clemens Höfer musste für Marc Dombroski weichen und konnte somit seine mäßige Vorlaufleistung nicht korrigieren. Der Bundestrainer sah in Marc die bessere Alternative, da er sich im Training mit sehr guten Laufleistungen angeboten hatte. Das ist hart und schmerzlich, wenn man aus der Staffel fliegt und ausgetauscht wird, aber der Bundestrainer wird an seinem Erfolg gemessen und Marc hatte es auch ebenso verdient. Ansonsten lief das Quartett in gleicher Reihenfolge. Mit Niklas am Start und einem Wechsel auf Platz 2 liegend ging alles seinen Weg. Niklas war diese Woche einfach eine Bank für Beständigkeit und herausragende Leistungen. In seinem insgesamt nun fünften 400m Rennen in nur 6 Tagen lief er immer noch knapp unter 47sek an. Respekt! Das können nur ganz wenige. Alexander hat als zweiter Läufer dann leider auf der Gegengeraden den Briten vorbeiziehen lassen müssen und war auch nicht in der Lage das hohe Tempo zu halten. Der Abstand zu den Briten wurde ein wenig größer und so übergab er an Marc mit etwas deutlicherem Abstand. Marc konnte in seiner Runde gut mithalten und sicherte bis zu seinem Wechsel auf Pascal den dritten Platz. Die Lücke zu den Briten war nun allerdings 13-14m groß. Pascal - mittlerweile wieder mit seinem alten Selbstbewußtsein ausgestattet - rannte sein bislang couragiertestes Rennen. Er lief mutig an den Briten ran, aber diesesmal ohne zu überpacen. In der zweiten Kurve machte er dann gehörig Druck und überlegte, ob er hier vielleicht vorbeigehen kann. Das war dann doch des guten zuviel. Der Brite hatte das gleiche Stehvermögen wie Pascal und konnte die rund dreieinhalb Meter Vorsprung bis ins Ziel retten. Pascal fernab von einer Gefahr eingeholt zu werden hielt seine Konkurrenz in Schacht und sicherte dem deutschen Staffelteam die Bronzemedaille.
Eine Medaille in einem 4×400m Staffelwettbewerb und eine derart schnelle Zeit hat es seit etlichen Jahren bei einer WM nicht mehr gegeben. Ein besonderer Erfolg für den DLV und nicht zuletzt durch eine fabelhafte Sprintleistung von Pascal, der mit fliegenden 45,52s mit Abstand der Schnellste im Team war und nun schon seine zweite internationale Medaille errungen hat.
Eurosport hat live übertragen und am Montag gab es eine Aufzeichnung von der Staffel. Es ist schon etwas Besonderes und Bewegendes, wenn man sieht, dass man auch mit wenigen finanziellen Mitteln und teils widrigen Bedingungen zu solch großartigen Leistungen emporsteigen kann. Das macht mir Mut für unseren Standort SC Rönnau und gibt Zuversicht, dass sich, da sich die Ereignisse nach der erfolgreichen Zeit in den 90er Jahren nun wiederholen und zu uns zurückkehren, dass auch in den nächsten Jahren weitere Top-Athleten in unserem Verein heranwachsen und gefördert werden.
Wir sind wachsam und halten Ausschau. Talente bleiben uns nicht verborgen. Glaubt an euch und wer weiß, vielleicht gibt es bald mehr wie Pascal. Das wäre uns Trainern sehr recht.
So, nun geht es auf zu der DM nach Berlin und ins Olympiastadion. Ich versuche mich von dort zu melden und zu berichten.
Kim und Nadja halten die Fahne der Läufer hoch und greifen am Freitag ihre Bestzeit über 3000m an und dürfen gerne ein paar Gegner ärgern und verdrängen! Das Sprintquartett 4×100m mit Arne, Pascal, Christo, Marvin und Niklas greifen nicht unberechtigt nach den Sternen. Das Finale ist drin und dann ist alles möglich. Marvin darf erstmalig im Einzel über 200m an den Start und wird hier wichtige Erfahrungen sammeln.
Pascal wird sich über 400m in das Haibecken begeben, denn dort warten viele Konkurrenten, die nur zu gerne zeigen wollen, dass sie auch mit nach Polen gehört hätten. Pascal stellt sich und dies trotz der Belastung aus Polen, den Reisestrapazen und der 4×100m Staffel, die komplett vor seinem 400m Finale passiert. Der Frischeste wird und kann er also nicht mehr sein, aber seine Einstellung dennoch sich zu stellen zeigt aus welchem Holz Pascal geschnitzt ist. Er will ganz nach oben und dafür lebt er seinen Sport.
çu
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13.7.2008 von info.
…unsere Laune steigt mit jedem Tag und die Zuversicht ebenso. Gestern am frühen Abend gab es drei Staffel-Vorläufe und die Deutschen bekamen Lauf 3 und schwere Gegner vor die Nase gesetzt. Das deutsche Quartett startete auf Bahn 7. Auf Bahn 8 die Übermacht aus den Vereinigten Staaten. Mit in unserem Lauf die Nigerianer, die keinesfalls zu unterschätzen waren.
Ich hatte wirklich keine Lust zu filmen, aber was blieb meiner zittrigen Hand nur anderes übrig? Ohne Film keine anständige Analyse. Sonst bin ich ja relativ ruhig und gefasst, aber diesesmal ging meine Pumpe einen machtvollen Takt.
Man, warum hat Ralphs Kamera auch keinen Bildstabilisator? Bei der am gleichen Abend folgenden Analyse im City Hotel auf einem riesen Plasmabildschirm konnte der Bundestrainer zurecht vermuten, ich hätte einen dreiminütigen Epileptischen Anfall gehabt…
Zu sehen war Niklas Zender auf eins. Er ging mit 46,96s an und das in seinem bislang viertem 400m Rennen hier in Bydgoszcz. Respekt!! Obwohl er hintenraus ein wenig gestorben ist konnte er an zwei liegend dicht hinter dem Amerikaner das Holz nach einem mäßigen Wechsel an Alexander Juretzko übergeben. Niklas fühlt sich aber fit und frisch für heute. Alex rannte sein bislang stärkstes Rennen und lief couragiert auf den Ami auf und konnte sein hohes Anfangstempo halten. Mit fliegenden 46,36s übergab er mit einer starken Laufleistung aber ebenfalls mit einem Sicherheitswechsel auf Clemens Höfer. Clemens ging sehr verhalten an und so kam es, dass die immer näherrückenden Nigerianer nach der ersten Kurve bereits an ihm vorbeizogen. Diese Platzierung war nun eine kritische, denn da sich aus den 3 Vorläufen nur die jeweils beiden Erstplatzierten plus zwei Zeitschnellste qualifizierten, war das Risiko nicht das Finale zu erreichen nach einem schnellen zweitem Vorlauf viel zu hoch.
Clemens konnte sich aber zusammenreißen und in einem ordentlichen Schlußspurt und einer Fliegendzeit von 47,44s wieder an zwei liegend in einem perfekten Wechsel an Pascal übergeben. Das ich jetzt überhaupt noch die Bahn gefilmt habe grenzt an ein Wunder, denn bei so einem Rennen hat man ja nun wirklich kein Bock durch ne Linse zu schielen!
Pascal ging verhalten an, denn sein Selbstvertrauen hatte einen kleinen Knick bekommen nachdem er in seinem Einzelrennen so dermaßen eingegangen ist…
Der Nigerianer nutze seine Chance und versuchte seine 12m große Lücke zu Pascal zu schliessen. Bei der 200m Marke kam er dann bis drei Meter an Pascal ran, bevor dieser sich dann von ihm verabschiedete. Nachdem der Nigerianer sich auf den ersten 200m zerschossen hatte, konnte Pascal seinen Turbo einschalten und stellte spielend leicht wieder einen 13-14m Abstand bis zum Ziel her. Mit 46,60s fliegend lief er die Staffel zu einer Endzeit zu 3:07,35s und zu einem sicheren Einzug in das Finale. Dort steht nun unser Quartett mit der drittschnellsten Zeit auf Bahn vier, die Amis auf fünf und die Briten auf 6 fest im Blick. Es muss ein bißchen Fortuna regnen, aber wir haben eine gute Chance auf eine Medaille. Es muss halt alles passen, aber eine Prognose wagt man besser nicht, denn eine Staffel birgt immer viele Risiken.
Das Team ist jedenfalls hochmotiviert, wir aufgeregt und gespannt und heute film ich nicht!!!!!
Bis dann
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11.7.2008 von info.
Hallo aus Polen!
Jetzt endlich kann ich mich melden. Dank Pascal’s Mutter komme ich nun ins Internet und kann ein wenig verspätet ein paar Eindrücke von den 12. Junioren Weltmeisterschaften aus Bydgoszcz weitergeben.
Am Dienstag, den 8. Juli wurden die Weltmeisterschaften abends bei einer gelungenen Eröffnungszeromonie auf den Weg gebracht, da war Pascal leider schon ausgeschieden und unser aller Stimmung erheblich gedrückt. Besonders Pascal war über sein überraschendes Ausscheiden am meisten enttäuscht.
Im Vorfelde hatte alles geklappt und nach der Leistung in Mannheim und der 7. besten Meldeleistung musste man sich berechtigte Hoffnung auf das Halbfinale machen.
Früh morgens um 10.20 Uhr war sein Vorlauf und Pascal zeigte sich hochmotiviert. Auf Bahn 6 hatte er eine optimale Bahn zugelost bekommen, aber auch einen sehr schnellen Lauf. Die Meldeleistung seiner Konkurrenten konnte sich sehen lassen und so war er keinesfalls Favorit.
Habe ja als Trainer schon einige Wettkämpfe betreut und bin ja nun wirklich schon rumgekommen, aber meine Nervosität war dann doch etwas Außergewöhnliches. Es waren auch meine ersten Weltmeisterschaften als Trainer und das verdanke ich dann auch Pascals Leistung und seiner professionellen Einstellung zu seiner Leichtathletik.
Als der Startschuss ertönte waren Ralph, Pascal’s Vater Joachim und ich auf’s Höchste gespannt und sahen Pascal mutig angehen. Bereits in der ersten Kurve machte er gehörig Druck und ließ keinen Zweifel daran wie sehr er den Erfolg wollte. Mit ordentlich Rückenwind auf der Gegengeraden machte er kraftvolle lange Schritte, und nach den ersten 200m hatte er die Konkurrenz auf Bahn 7, 8 und 9 bereits geschluckt. Was ich da noch nicht wußte war, wie schnell Pascal wirklich angegangen war. Langsam kamen seine Gegner wieder näher und in der zweiten Kurve wurde klar, dass er nicht das nötige Finish entwickeln können wird, um sicher weiterzukommen. Mehr und mehr kam er ins Hintertreffen und blieb auf der Zielgerade förmlich stehen. Viel schlimmer noch als ich es je bei ihm gesehen hatte verkrampfte er mehr und mehr und lief abgeschlagen mit 48,06s ins Ziel.
Tiefe Enttäuschung machte sich bei uns und vor allem bei Pascal breit und ließ uns diesen Lauf noch in den kommenden Tagen viele hundertmal in unserem Kopf abspulen, als wolle unser Gehirn den Ausgang dieses Ereignisses korrigieren.
Nach dem wir den ersten Schock haben sacken lassen ging es an die Analyse. Was war geschehen? Wie konnte er so einbrechen? Seine Form war blendend und er selbst bis in die Fußspitzen motiviert.
Als wir die Videoaufzeichnung auswerteten war klar was passiert war.
Pascals ersten 200m waren 21,28s schnell und damit eine ganze Sekunde schneller als er sonst bei seinen Rennen angeht. Eine persönliche Bestleistung auf 200m in einem 400m Rennen - das konnte er nicht durchstehen…
Die Muskulatur braucht ihren Puffer, um auf den zweiten 200m bestehen zu können. Diesen hatte Pascal ungewollt aufgebraucht. Danach kann keine Motivation und kein Wollen das Rennen mehr retten. Eine schmerzliche Erfahrung, die sich keiner wünscht - am allerwenigsten Pascal und ich.
In diesen Momenten steht man ratlos und fragt sich womit man das verdient hat und wofür das gut ist… Wir stehen hier in dem Wissen das Pascal das Finale hätte erreichen können und gehen nun leer aus, aber wartet mal:
ist es wirklich so????
Sollte man nicht ganz anders darauf blicken?
Pascal ist hier für Deutschland gestartet, weil er mit Niklas zur Zeit den 400m Sprint in Europa dominiert. Das sollten wir sehen und das Pascal dabei ist zu ‘Werden’ und er sich auf seinem Weg befindet. Der Weg ist hier ja nicht vorbei und wenn wir auf andere Leichtathletikgrößen schauen, dann gibt es viele Schicksale und Mißerfolge die den Athleten nur oftmals dazu geholfen haben daran zu wachsen und wichtige Erfahrungen zu sammeln.
…und es ist ja auch nicht vorbei!
Am Samstag ist ja die 4×400m Staffel und da geht es wieder voll zu Sache. Pascal und uns geht es wieder besser und wir sind zuversichtlich.
Und was seine Zukunft anbetrifft:
diese Weltmeisterschaft ist nur ein kleiner Stolperstein und in absehbarer Zeit wird sie zu seinem Erfahrungsschatz beitragen und ihn nur größer und stärker machen.
Erfolg wird kommen, mit Talent, der richtigen Vision und viel Geduld!
In diesem Sinne von Pascal und uns liebe Grüße aus Polen und lieben Dank an alle die Pascal die Daumen gedrückt haben.
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5.7.2008 von info.
Im dritten Anlauf war er nun fällig. Den 34jahre alten Landesrekord der A-jugend über 4×100m hatten Arne, Pascal, Christo und Marvin schon länger ins Visier genommen. Jetzt passte es endlich einigermaßen in den Wechseln. In 42,71s wurde die Stadionrunde absolviert und hat damit Tag 1 bei den Landesmeisterschaften der A-Jugend und A-Schüler/innen stimmig ausklingen lassen.
Zuvor hatten die Rönnauer Sprinter schon geschlosen das 100m-Finale erreicht. Lediglich Niklas mußte verzichten , da er sich im Vorlauf leicht vertreten hatte. Dort gab es dann auch keine Überraschung: Pascal gewann und Marvin, Arne und Christo folgten ihm auf den Plätzen 3, 4 und 5. Richtige Spitzenzeiten ließ der starke Gegenwind in Büdelsdorf aber mal wieder nicht zu.
Auf die 200m tags darauf verzichtete Pascal, schließlich stehen demnächst noch höhere Aufgaben an. Aber seine Teamkameraden vertraten ihn in ganz ordentlicher Manier und belegten diesmal in der Reihenfolge Marvin, Christo, Niklas und Arne die Ränge 2 bis 5.
Respektable Leistungen zeigten aber auch unsere Schüler/innen.
Nach längerer Pause gab es mal wieder eine 4×100m Staffel unserer Mädchen. In der Besetzung Anna, Sina, Manon und Jana und mit überzeugenden Wechseln kam man mit 54,25s gegen starke Konkurrenz auf einen guten 5.Platz.
Im Stabhochsprung überzeugte Sina(W14) durch ihre kämpferische Einstellung und sicherte sich mit super 2,30m den Silberrang. Dabei konnte dafür nicht intensiv trainiert werden, da immer noch eine geeignete Matte auf unserem Trainingsplatz fehlt. Ihrem guten Hürdentraining folgte dagegen der logische Finaleinzug. Dort fädelte sie aber, in ausichtsreicher Position liegend, an einer Hürde ein und stürtzte. Schade! Das wäre sicher ´ne neue Bestzeit geworden.
Maya ( W14) belegte beim 800m-Lauf in guten 2:22,04min Platz 2 und mußte sich nach längerer Zeit wieder einmal Johanna Schulz von der LG Neumünster geschlagen geben.
Björn (M14) siegte dagegen souverän über 1000m in 2:57,73min. Lediglich die nicht erreichte Lauf-Quali (2:54,00min) für die Schüler-Mehrkampf-DM , trübte ein bißchen die Freude. Doch noch bleibt ja etwas Zeit. Du schaffst das schon , Björn!
Hendrik (M15) lief ein couragiertes Rennen und mit neuer persönlicher Bestzeit von 2:52,41min auf den 4. Rang.
Laura (W13) stellte sich der 1 Jahr älteren Wurfkonkurrenz. Und das mit teilweise enormen Leistungen. Der ungewohnte 1Kg Diskus flog auf 22,70m und brachte ihr den etwas undankbaren 4.Platz ein. Im Speerwurf ließ sie sich den Podestplatz aber nicht mehr nehmen und sicherte sich mit starken 28,83m den Bronzeplatz. Auch im Kugelstoßen erreichte Laura mit 8,37m neue PB, ließ aber am Ende etwas Kampfgeist vermissen. Also, niemals aufgeben Laura! Ich geb bei dir schließlich auch nicht auf! ![]()
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