Isabell trotzt ihrer Nervosität

Kameras wohin man schaut und Zuschauer en masse! Das kennt man doch eigentlich nur vom Fußball? Eigentlich…
In Kassel ist die Leichtathletik eine sehr angenommene Sportart. Die Zuschauer unterstützen die Aktiven am vergangenen Wochenende zahlreich. Zuschauerrekord! Über 60.000 Augen ;-) (hört sich gleich viel besser an) verfolgten die spannenden Wettkämpfe im Auestadion. Isabell mittendrin und reichlich nervös. Sie fragte sich im Callroom: “Bin ich hier die einzige, die aufgeregt ist?” Zumindest war sie die jüngste im Feld. Ziel war es, eine persönliche Bestzeit aufzustellen und nicht letzte zu werden. Beide Ziele schienen zwar lösbare Aufgaben zu sein, aber da das Feld eine enorme Leistungsspanne hatte musste man auf einen günstigen Verlauf hoffen. Isa konnte ihre Nervosität rasch in den Griff bekommen und war von Beginn an konzentriert. Lücken versuchte sie zu schließen, falls nicht unbedingt notwendig, ließ sie sich auch nicht überholen, versuchte aber auch nicht ganz vorne mitzugehen, denn bei Harrer und Sujew im Gepäck hätte es nur schwere Beine gehagelt. Nach kontrollierter Anfangsphase traute sie sich etwas vor, forcierte den Schritt und setzte die letzten 200m nochmal zu einem Endspurt an. Mit 4:25,98s gelang ihr eine Bestzeit und Platz 7. Für eine erste Meisterschaft bei den Frauen eine ganz tolle Leistung.

Mental gestärkt und hochmotiviert geht es nun zu den Jugendmeisterschaften nach Jena!
Hier stehen dann die 800m im Blickpunkt für Isa, die mit sich selbst auf dieser Distanz noch ein Hühnchen zu rupfen hat. Eine Bestzeit ist auch hier gewünscht ;-) !
Mit Maya über 1500m/3000m und Stig über 3000m haben die Rönnauer zwei dicke Eisen im Feuer.
Anna-Sophie wird die Konkurrenz ein wenig oder gewaltig ärgern und Kenneth setzt ein Ausrufezeichen hinter eine äußerst gelungenen Saison.

Wir alle freuen uns!

DM in Kassel

Mit Josefina, Isabell und Pascal waren an diesem Wochenende gleich drei SCR-Athleten bei den Deutschen Meisterschaften in Kassel mit von der Partie.
Isabell machte am Samstag den Anfang über 1500m. Eigentlich hatten wir darauf spekuliert, dass die Vorläufe wie im Vorjahr ausfallen, aber daraus wurde nichts. Obwohl nur 13 Athletinnen ihre Stellplatzkarte abgegeben hatten, liefen die Frauen 2 Vorläufe, damit schließlich nur eine ausscheidet :-( . Man entschied sich dazu zu laufen, damit die Zuschauer etwas geboten bekommen, da sie auch Eintritt bezahlt hatten. Aus Rönnauer Sicht hieß es also nicht letzte werden, um ins Finale zu kommen. In einem taktischen Rennen bummelten die Läuferinnen mit der jahresschnellsten Harrer 1100m vor sich hin, bis Corinna die Schlussrunde angezogen hatte. Bis dahin war das Feld recht dicht beieinander. Isa konnte den Schlussspurt ganz gut mitgehen und ließ zwei Konkurentinnen hinter sich zurück. Das Finale war geschafft, die Zeit unerheblich.

Pascal war mit gemischten Gefühlen angereist und blickt auf eine Saison zurück, die trotz sehr guter Vorbereitung durch seine Hände glitt. Seit dem Trainingslager in Chiclana machten neben einer Muskelverletzung immer wiederkehrende Infekte einen kontinuierlichen Formaufbau unmöglich. Seine 400m-Zeiten waren national betrachtet einfach keine Top-Zeiten und auch Pascal wurde nicht annähernd seinen eigenen Ansprüchen gerecht. So sehr hatten wir eine Bestzeit und auch die WM im Blick. Der Körper sagte wieder und wieder nein und so stand er an diesem Wochenende vor seinem letzten Versuch, in dieser Saison doch noch auf Touren zu kommen. Couragiert ging er die ersten 200m in 22,4s an und lag kurzfristig vorne. In der Kurve zog der in dieser Saison übermächtige Thomas Schneider an ihm vorbei. Pascal wollte sich reinhängen, aber seine Beine signalisierten ihm: “das wird nichts…!” Auf der Zielgeraden wurde er von zwei weiteren Kontrahenten überholt und musste als vierter mit einer Zeit von 47,31s und Platz 12 seine letzte Hoffnung auf einen Finalplatz begraben. Pascal war trotzdem zufrieden, nicht mit der Zeit, aber mit sich selbst. Er hat alles gegeben, aber der Akku war nicht voll. Dann geht es nicht. Wer Pascal kennt, der weiß, auch wenn er jetzt 3 Jahre hinter sich hat, die nicht so liefen wie gewünscht, dass er zurückkommen wird. Auch wenn er schon sehr viel Geduld aufgebracht hat. Jetzt erst recht!

Josefina war laut Meldeleistung keine Favoritin für eine Endlaufteilnahme. Da es auch keine Zwischenläufe gab, hieß es also, alles auf eine Karte zu setzen, um sich mit einer tollen 100m Zeit aus der Saison zu verabschieden. Josefina hatte in diesem Jahr ihr Abitur gemacht und nicht immer so trainieren können wie sie wollte. Zuletzt tat ihr das Knie weh und so musste sie vor den Deutschen Meisterschaften mit Physiotherapie und Pause die Zeit zur Genesung nutzen. Josi ist aber eine Meisterschaftsläuferin. Sie hat die Fähigkeit sich auf den Punkt zu motivieren und an ihre Grenzen zu gehen. Bislang lief sie ihre Rennen stets mit Gegenwind.
Wieso sollte es in Kassel anders sein? Mit 2,1m Gegenwind lief sie 11,99s!!! Was war das für ein Rennen. Kurz vor dem Schuss sackte sie in ihren Startblock zurück, “reagierte” als letzte, setzte einen zögerlichen Schritt und “zack” waren alle anderen ein Schritt voraus. Hier sind mindestens 15 Hundertstel liegen geblieben. Danach rannte sie ein irres Rennen. Nach dem verpatzen Start drehte sie auf, kam in ihrem Fliegendsprint auf Geschwindigkeiten, die bislang unmöglich waren und rollte das Feld von hinten auf. In der Endabrechnung wurde sie 10.! Nur 3 Hundertstel haben zum Finaleinzug gefehlt!!! Da mag man gar nicht über den Start und verlorene 15 Hundertstel oder Gegenwind nachdenken :-( .
Dieses Rennen hätte eine neue Bestzeit verdient und sie wäre auch gefallen. Alleine ohne Gegenwind wäre dies eine 11,85s geworden…
Nicht grämen! Aber so ist sie auch nicht. Heute geht es nach Paris und dort verbringt sie eine Woche Urlaub mit ihrer Familie! Schon bald wird sie Deutschland für längere Zeit hinter sich lassen. Es zieht sie nach Barcelona. Work&Travel heißt sowas ja gewöhnlich, aber wer Josi kennt der weiß was das eigentlich ist ;-) !
Wahrscheinlich wird es eine:
“Work&Chill&Travel&Social&Confusing&Depressing&Lovely&Bestplaceever&Friends&
Ineedtocomehome&Sportismylife&Iwillstayhereforever&Thisisme”-Zeit!

Viel Spass, Josi!

…und eine schöne Zeit!

NDM Celle

Nachtrag kommt

Live-Erlebnis Lille!

Daß Eurosport entgegen ersten Ankündigungen erst keine Bilder von der U18 WM in Lille zeigte und dann auch später nur mäßige , weil unqualifizierte Berichterstattung ablieferte , ärgerte so manchen Leichtathletik-Fan.

Da hilft nur eins:
Aufs Fernsehen pfeifen und selber hinfahren! :-)

Unterstützung für diesen “Kurztrip” nach Frankreich fand ich in Maya´s Trainingskollegen Fabian. Freitagabend gestartet , waren wir also rechtzeitig Samstagfrüh gegen 8uhr vor den Stadiontoren in Lille. Die “Morning Session” bei feuchtkühlen 13-14Grad , als Warm Up. Ein bißchen paradox. Sommer ist irgendwie anders!
Dennoch , das besondere Flair einer WM ist zu spüren. Über 2000 Athleten aus 180 Nationen sind hier gemeldet.
“Afternoon Session” ist vornehmlich den finalen Wettkämpfen vorbehalten. Die “Fieberkurve” steigt. Auch aus deutscher Sicht. Mit Desiree Singh ist im Stabhochsprung der weiblichen Jugend die Weltjahresbeste am Start. In einem hochklassigem Wettkampf machte aber die Australierin Parnov bis zur Höhe von 4,10m den souveräneren Eindruck. Erst ein Stabwechsel brachte Desiree auf die Siegerstrasse. Die Deutsche schaffte sogar eine neue Weltjahresbestleistung und überquerte 4,25m. Parnov mußte passen und wir konnten einen WM-Titel für Deutschland feiern. :-)

Doch dann war es endlich soweit:

Mayas Endlauf stand an. Zusammen mit der Britin Georgia Peel als einzige Europäerinnen gegen den Rest der Welt. Vornehmlich gegen die Ausnahmeläuferinnen aus Kenia und Äthiopien. Und diese ließen ein denkwürdiges Rennen folgen. Sämtliche Überlegungen zum Rennverlauf von Maya´s Bundestrainer Adi Zaar und Mutter Carmen wurden hinfällig.
Denn die taktischen Spielereien fielen aus! Es sollte das schnellste 1500m-Rennen werden , das jemals bei einer U18-WM gelaufen wurde.
Die erste Runde in 64Sekunden! Ein Höllenritt! Maya macht das einzig Richtige und geht am Ende des Feldes ihr eigenes Tempo. Trotzdem geht sie bei 800m noch in sehr schnellen 2:14min durch. Jetzt kann sie sogar an der Australierin Laman vorbeiziehen und liegt so auf Kurs unter 4:20min. Doch die letzte Runde wird hart. Laman geht wieder vorbei. Maya wird letztendlich 12. , kann aber dennoch eine neue persönliche Bestzeit für sich verbuchen: 4:23,70min!
Die Siegerzeit der Kenianerin Faith Kipyegon beträgt 4:09,48min. Wie gesagt Meisterschaftsrekord!

In einem tollen WM-Finale dabeigewesen und Bestzeit gelaufen! Maya , diese Leistung und diesen Erfahrungsschatz kann dir keiner mehr nehmen! :-)
Wir haben Deinen Auftritt im Nationaldress Live und in Farbe jedenfalls mehr als genossen!!

Finale!

Heute um 10.50uhr war es soweit. Der erste von zwei 1500m-Vorläufen der weiblichen Jugend stand an. Und Maya mitten drin.
Um ins Finale der besten 12 zu kommen mußte man entweder unter die ersten vier eines jeden Laufes kommen oder zu den weiteren vier Zeitschnellsten beider Läufe gehören.

Mayas Lauf begann extrem verhalten. Folgerichtig endete er in einem horrenden Schlußspurt. Maya konnte zwar bis zuletzt Anschluß an die Spitzengruppe halten , kam aber nicht unter die ersten Vier. Mit 17 Hundertstel Rückstand kam sie denkbar knapp als Fünfte hinter der Australierin Anna Laman in 4:25,70min ins Ziel.
Jetzt hieß es den zweiten Vorlauf abwarten und hoffen und bangen! Und obwohl dieser in der Spitze schneller war konnte Maya kurz darauf erleichtert aufatmen. Sie hatte es über die Zeitregel geschafft! :-)
Maya steht am Samstag im Finale einer U18-WM!
Wir wünschen Dir gut erholte Beine und vor allem einfach viel Spaß!

…to be continued soon!


Maya läuft U18WM-Norm!

Bei der DLV Gala in Regensburg am 4.6. starteten Maya und ihr Bruder Stig über 1500m.

Hierbei gelang auf Anhieb ein sensationelle Saisoneinstieg für das Geschwisterpaar. Stieg erzielte mit herausragenden 3:54,44min eine neue Bestleistung und nachdem er schon über die 1000m in Hamburg Bergedorf eine 2:30min gelaufen ist, untermauerte er damit wiedereinmal genauso wie Maya eine ungeheure Leistungsbreite in den unterschiedlichen Distanzen. Maya lief sensationell die Qualifikationsnorm für die U18 WM im französichen Lille. Mit 4:23,91s verbesserte sie sogar ihren eigenen Landesrekord um fast 5 Sekunden. Diese besondere Leistung wurde später mit der Nominierung in das DLV-Aufgebot belohnt. Sie ist nach ihrem Einsatz bei der Cross-EM dieses Jahr bereits zu ihrem 2. Einsatz im Nationaltrikot berufen worden!
Herzlichen Glückwunsch an Maya und ihre Coaches Carmen und Jost!

Hier ein toller Kurzbericht von Maya:

Normalerweise fährt man wohl nicht am Wettkampftag 7 Stunden Auto. Bei uns hat es sich mittlerweile jedoch bewährt, auch wenn man von dem einen oder anderen mit einem „die sind doch verrückt“-Ausdruck im Gesicht angeschaut wird.
So sind wir also Samstag früh um 4 schlaftrunken ins Auto gestiegen, um die Fahrt nach Regensburg in Angriff zu nehmen. Stig und ich konnten uns beide „ausstrecken“ und noch 5 Stunden (mehr oder weniger gut) schlafen. Gegen elf Uhr zahlte sich das frühe Aufstehen aus, denn langsam wurden die Temperaturen im Auto unangenehm. Angekommen in einem netten Stadion mit leichtem Wind hieß es nun warten. Denn der Start war erst gegen 19 Uhr. Erneut legten wir uns hin, diesmal etwas bequemer unter einen Baum in den Schatten. Bis um 15 Uhr haben wir außer essen und schlafen also nichts getan, und dennoch fühlte ich mich so müde und schlapp wie seit langem nicht mehr. Dass das jedoch eins der besten Vorzeichen ist, sollte sich auch heute wieder bestätigen. Langsam stieg die Nervosität, ich machte mir meine Gedanken über meine Erwartungen. So schwankte ich zwischen „bloß nicht zu viel vornehmen“ und „wenn ich nicht an mich glaub dann wird das sowieso nichts“. Ich entschied mich dafür, auf Risiko zu gehen, und auch Carmen meinte: „ 4:25 packst du.“ Ich musste nur noch mich selbst davon überzeugen, was bei 6 Wochen alibi-Training aufgrund einer Knieverletzung gar nicht so leicht war. Richtig ins Training einsteigen konnte ich erst vor 2 Wochen wieder, also bestand keinerlei Garantie, und mit einer Zeit bis 4:35 hätte ich einigermaßen zufrieden sein können. Doch habe ich einen Bruder, Kim, der mir wohl am meisten dabei geholfen hat an eine 4:25 zu glauben. Schließlich läuft er schon lange nach dem Prinzip „Training wird überbewertet“ und erzielt trotzdem Leistungen, die bei seinem Trainingsaufwand keiner erwartet. Auch mein Aufwärmprogramm fiel diesmal etwas kürzer aus, denn hier und da spürte ich eine meiner momentan doch zahlreichen Wehwehchen. So beschäftigte ich mich hauptsächlich mit lockerem Laufen und lies einen Großteil der Koordination weg. Pünktlich 10 Minuten vorm Start verschwanden jedoch auch die letzten Beschwerden, und es konnte losgehen. Ich war vom Start weg zweite, hinter Corinna Harrer, welche sich nach ihrem Sieg über 800m bereit erklärt hatte, die ersten 1000m Tempo zu machen. Ihre Zielzeit: 4:24. Für mich also perfekt. Allerdings hatte ich, da ich mit der 14. schnellsten Zeit gemeldet war, nicht damit gerechnet so weit vorne zu laufen. Nachdem aber keiner anstalten machte zu überholen, entschied ich mich wieder fürs Risiko: Einfach dran bleiben bis es nicht mehr geht, mit Glück sind dann 1500m rum. Und so lief es. Als Corinna nach 1000m sehr guter Führungsarbeit ausstieg war ich zunächst etwas erstaunt vorne zu laufen, und außerdem erstaunt, dass die Zwischenzeit noch stimmte. In diesem kurzen Moment zogen auch schon 3 Läuferinnen an mir vorbei. Die letzte Runde war angebrochen, wenn wir das Tempo jetzt hielten wäre die WM-Quali geschafft. Die letzte Runde lief nun nicht mehr ganz optimal. Beim Versuch in der Kurve zu überholen, verschenkte ich unnötig Kraft. Auf den letzten 200m passierte dann im Ansatz, was viele schon viel früher erwartet hatten. Es ging nicht schneller, ich kam auch auf den letzten 50m nicht mehr in diesen typischen Schlussspurt rein. Aber wer hätte gedacht, dass das die einzige Auswirkung von 6 Wochen Trainingspause sein würde? Für mich lief das Rennen also perfekt: Quali gelaufen und gleichzeitig noch was gelernt. Als die Zeit für mich bei 4:23,91 stehen blieb fiel ein seit mitte April andauernder Zweifel von mir. Denn seit einem Fahrradsturz war mein Knie angeschlagen, ein vernünftiger Trainingsaufbau also nicht möglich. Dass die Quali jetzt bei meinem ersten Wettkampf auf der Bahn fällt, hätte ich mir selbst vor der Verletzungspause kaum träumen lassen. Zumal mein Training ja eigentlich auf 3000m ausgelegt war…

Maya

Danke Maya!
Und wir Trainer müssen wohl genauso feststellen, dass eben nicht alles planbar oder vorhersagbar ist.

Was bislang geschah… Teil 1

Im Nachfolgenden versuche ich einmal chronologisch aufzuarbeiten, was sich seit Anfang April so alles getan hat. Dies nun allerdings in aller Kürze und ohne gewohnten Text! Es ist gut möglich, dass einige Leistungen oder Wettkämpfe nicht vollständig nachgetragen werden.

Allen Leistungen gebührt große Anerkennung!

09.04. LM Straße 5km/10km Kiel
5km
M14 Kjell Rehberg 18:25min 1. Platz
10km
WJB Maya Rehberg 35:50min 1. Platz
WJA Nadja Willenborg 40:11min 1. Platz
WJA Rieka Suhr 44:50min 4. Platz
MJA Hendrik Bostelmann-Arp 35:33min 1. Platz
MJA Fabian Rottgardt 46:13min 6. Platz
M Kim Lasse Rehberg 31:57min 6. Platz
M Mirco Plewka 40:19min
M40 Adao Norte da Silva 36:18min 7. Platz
M50 Jörn Boller 42:50min 10. Platz

01.05. Kaltenkirchener Stadtlauf
5km
M Adao Norte da Silva 17:21min 2. Platz
F Andrea Diethers 19:00min 1. Platz
M11 Noah Fredrich 19:08min 1. Platz
M11 Fabian Wudtke 23:25min 3. Platz
M12 Lukas Seehaus 22:58min 6. Platz
M12 Lukas Schritt 23:09min 7. Platz
W12 Hannah Dittrich 24:18min 3. Platz
M13 Jonas Carstens 21:38min 2. Platz

08.05. LM Langstaffeln Hamburg Bergedorf
3×1000m
MJA Hendrik, Björn, Stig 7:53,98min 1. Platz
3×800m
WJA Rieka, Nadja, Isabell 7:26,12min Tapfere Rieka!
Sie war im Gerangel gestürzt. Die Staffel durfte außer Konkurrenz noch einmal laufen!
3×1000m
SA Jonas, Kjell, Lasse 9:47,24min 3. Platz

22.05. Hamburg Marathon DM
W20 Gesa Bohn 3:12,21min 4.Platz

29.05. LM 4×400m Preetz
MJA Hans, Björn, Kenneth, Hendrik 3:37min 1. Platz

02.06. Himmelfahrtssportfest Pinneberg
M 200m Marvin Scheller 23,29s 3.Platz
MJA 800m Svend-Bjarne Beil 2:01,73min 3. Platz
MJB 200m Kenneth Schöneck 23,31s 1. Platz
MJB 800m Björn Beckmann 2:04,39min 1. Platz
F 200m Josefina Elsler 24,81s 1. Platz
WJB 200m Anna-Sophie Bellerich 25,69s 1. Platz

05.06. Norderstedter Stadtlauf
5km
SiD Charleen Richter 23:51min 1. Platz
M Mirco Plewka 18:57min 2. Platz
MJA Fabian Rottgardt 20:48min 3. Platz
10km
F Andrea Diethers 38:25min 1. Platz
M Kim Lasse Rehberg 32:54min 1. Platz

Wir sind wieder da!

Liebe Leichtathletikfreunde!

In den letzten Monaten stand die Berichterstattung auf unser Homepage still. Dies hatte mehrere Gründe. Zunächst einmal sind Ralph Meyer und ich zeitlich so sehr eingespannt gewesen, dass es für uns gerade mal möglich war, den Sportbetrieb aufrecht zu erhalten. In den vergangenen 2 Monaten ist zudem auch unser Homepagefachmann Jan Clausen erkrankt, der ansonsten immer für eine Aktualisierung auf unser Startseite sorgt und stets aktuelle Berichte, Ergebnisse, Pressemitteilungen und Links zu den Veranstaltungen bereitstellt.

Auf diesem Wege wünschen wir eine baldige Genesung!

Die Homepage ist eine zentrale Anlaufstation für uns Rönnauer Leichtathleten, aber auch überregional besteht ein großes Interesse an unserer Arbeit! Wir werden diese Saison einmal in den nächsten Tagen aufarbeiten, auf die bereits sagenhaften und außergewöhnlich starken Einzelleistungen näher eingehen und wollen auch den weiteren Saisonverlauf zeitnah begleiten. Nach dieser Saison möchte ich, dass wir mit Jan, den Trainern und einigen interessierten/versierten Athleten an einer Weiterentwicklung dieser Homepage arbeiten. Es bestehen eine Reihe von Ideen, die wir gemeinsam besprechen sollten.

An dieser Stelle möchten wir Trainer uns nochmal dafür entschuldigen, dass Berichte ausgeblieben sind.

In der kommenden Woche werden wir dann nach und nach die Ereignisse Revue passieren lassen und sollten ab den NDM in Celle am 9. und 10.7.2011 wieder auf Athletenhöhe sein.

Euer Sören

Legendäre Cross-DM in Löningen

Das war schon komisch. Das Maya als Titelverteidigerin und nach einer tollen Saison 2010 , als unangefochtene Favoritin ins Rennen gehen würde, war wohl den meisten im niedersächsischen Löningen klar. Das der Respekt im Teilnehmerfelde der wjB aber augenscheinlich in einem Nichtangriffspakt mündete, war schon außergewöhnlich. Kurz vorm Start machte Maya munter ihre Steigerungen , während ihre “Konkurrentinnen” scheinbar staunend an der Startlinie klebten. Dann ging es an den Start. Und selbst jetzt wirkte es noch so als ob Maya, nach nicht ganz optimalem Start, der Weg an die Spitze frei gemacht wurde. Wie gesagt: Es war schon komisch!
Und dann war das Rennen nach wenigen Metern eigentlich auch schon gelaufen. Kontinuierlich baute Maya auf der 3790m langen Strecke ihren Vorsprung aus , ohne sich wirklich verausgaben zu müssen. Einige Zuschauer ließen sich gar zu dem Prädikat “langweilig” hinreißen. ;-)
Am Ende war damit Mission Titelverteidigung erfolgreich und äußerst souverän geglückt. Glückwunsch! :-)

Eine Stunde später kamen Nadja und Rieka zu ihrem Einsatz.
Im Lauf der weiblichen A-Jugend über 4360m war Gesa-Felicitas Kause (LG Eintracht Frankfurt) die große Favoritin. Und auch sie wurde ihrer Rolle gerecht, wenn auch mit etwas spannenderem Rennverlauf. ;-)
Nadja pendelte sich ziemlich schnell im Mittelfeld ein und hielt ihre Position mit Endplatzierung 31 auch bis zuletzt.
Rieka gab ihr Debut bei einer Cross DM. Nach mutigem Anfang, mußte sie in der letzten Runde etwas abreißen lassen und erreichte am Ende Platz 46.

6750m mußte dann die männliche Jugend A absolvieren. -Und Stig hatte sich was vorgenommen. Schließlich hatte er unlängst bei den Deutschen Jugendhallenmeisterschaften in Leverkusen bewiesen, das er in guter Form ist. Diesmal wollte er aber nicht so viel Führungsarbeit machen wie in Leverkusen. Gesagt - getan! Gut am Start weggekommen, reihte er sich gleich mit vorne ein, blieb aber in Lauerstellung. Die ersten 2-3 Kilometer hielt er fast permanent die dritte Position. Und so langsam nahm das Ausscheidungsrennen seinen Verlauf. Rund nach der Hälfte des Rennens kämpfte noch ein achtköpfiges Spitzenfeld um den Sieg. Kurze Zeit später mußten die nächsten zwei Läufer abreißen lassen. Stig hatte nun noch 5 Mitstreiter!
Zwischen Kilometer 5 und 6 ergriff Stig kurzeitig mal die Initiative und verschärfte das Tempo. Und ganz kurz sah es so aus als wenn Stig zusammen mit Martin Grau (TSV Höchstadt/Aich) wegkommen würde. Aber mit Robel Mesgena(PSV Grün-Weiß Kassel) , immerhin dem frisch gebackenen deutschen Jugendmeister über 3000m von Leverkusen , und Hendrik Pfeiffer(LAZ Rhede) rückten wieder zwei starke Leute auf und schafften auch den Zusammenschluß. Zu viert ging es dann in die letzte Runde!
Bis 300m vor dem Ziel gab sich keiner eine Blöße! Jeder der Vier konnte noch den Sieg erringen und in dem Moment hab ich auch schon gedacht: Schade, jetzt wird Stig am Ende überspurtet und muß sich am Ende mit dem unglücklichen vierten Platz abgeben.
Doch dann ging es in die letzte kleine Steigung. Stig nimmt seine Kraft zusammen , greift an und nimmt den Schwung über den Berg rüber in die anschließende leichte Bergabpassage. Und plötzlich war er 150m vor Zielschluß vorne.
Viel Faszinierend war aber noch: Er gab die Führung bis zuletzt nicht mehr her. Weder Martin Grau noch der sprintstarke Robel Mesgena konnten Stigs Schlußspurt paroli bieten! Eine perfekte taktische und läuferische Meisterleistung wurde mit dem DM-Titel gekrönt! Einfach nur Geil! :-)
Erstmals in der Geschichte hat damit ein Geschwisterpaar bei einer Cross-DM gleichzeitig Titel feiern können. Was für ein verrücktes Ding!

In dem ganzen Trubel darf man Hendrik Bostelmann-Arp aber nicht vergessen. Ebenfalls im A-Jugendlauf am Start konnte er sein Tempo bis zuletzt halten und war als 50. in einem fast 100 Teilnehmer starkem Feld immerhin zweitbester Schleswig-Holsteiner. :-)